Da muss was passieren
Man kann es drehen und wenden wie man will, Alfas aktuelles Modellprogramm – das gilt für den kleinen Mito genauso wie für die neue Giulietta – ist nicht wirklich dazu im Stande, die sportlichen Herzen der wahren Alfisti zu erwärmen. Um diesen unschönen Umstand zumindest bei der Giulietta zu optimieren, steigt nun das Stettener Alfa-Urgestein Novitec in den Ring und zwar mit einem wahren Rundum-Sorglos-Paket für den gehobenen sportlichen Anspruch.
Leistung dringend benötigt
Ausgangspunkt des Tuningprogramms ist die im Falle der Mailänder Kompakten dringend benötigte Leistungssteigerung. Novitec löst die PS-Hemmung wie gewohnt per Zusatzsteuergerät - und das für alle Motorvarianten. Die Diesel erhalten per Powerrail 5-Modul zwischen 15 und 25 Zusatz-PS. Daraus ergeben sich 120 PS für den 1,6-Liter-Selbstzünder, die Zwei-Liter-Varianten leisten nach dem Eingriff 160 und 195 PS. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den drei Benzinern ab. Dank des Powerjet 2-Moduls lässt der 1,4er-Turbo anstatt 120 nun 141 PS von der Leine, das hubraumgleiche MultiAir-Aggregat macht einen Sprung um 25 auf 195 PS. Dem ab Werk enttäuschend schlappen 1,8-Liter-Motor in der Giulietta QV (und wir wissen wovon wir reden, denn der QV durchläuft gerade unsere Wertungsprüfung) verhilft Novitec schließlich zu 261 PS und 386 Nm Drehmoment, ein Plus von 26 PS respektive 46 Nm. Damit geht das Topmodell laut den Allgäuern in 6,5 Sekunden auf 100 und erreicht einen Topspeed von 251 km/h. Das Powerrail für die Dieselmotoren kostet 399 Euro, das Powerjet-Modul für die Benziner schlägt mit 499 Euro zu Buche. Um dem Zugewinn an Fahrdynamik auch akustisch Rechnung zu tragen, verbaut der Italo-Tuner bei allen Modell-Varianten zusätzlich Edelstahl-Endschalldämpfer mit zwei oder vier Endrohren.
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- In Sachen Fahrwerk bietet Novitec entweder einen Sportfedernsatz oder ein einstellbares Gewindefahrwerk an. Felgen von 18 bis 20 Zoll sind ebenfalls zu haben.
Noch zackiger ums Eck
Geht es ums Kapitel Fahrwerk, lässt sich bei Alfas Kompakt-Queen nur wenig bemängeln. Novitec sieht trotzdem Verbesserungsbedarf und bietet als Lösungsansatz entweder einen Satz Fahrwerksfedern mit einer Tieferlegung von 35 Millimetern oder ein einstellbares Edelstahl-Gewindefahrwerk,das die südländische Golf-Konkurrentin bis zu 75 Millimeter nach unten presst. Um die recht groß geratenen Radhäuser besser zu füllen empfiehlt sich darüber hinaus ein Blick ins Felgenprogramm, dass Leichtmetall in 18, 19 und 20 Zoll beinhaltet. Das Ende der Fahnenstange stellen 8,5x20 Zoll, wahlweise in silber oder mattschwarz, mit 235/30er Pirelli P Zero Nero-Pneus dar.
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- Das Aerodynamikpaket fügt sich sehr gut in die Giulietta-Linie ein. Die Front optimiert Novitec mit Spoilerecken und einem mittig platzierten Cup-Spoiler.
Optischer Feinschliff
Optisch kann man Produkten aus dem Hause Alfa Romeo grundsätzlich wenig vorwerfen, auch wenn die letzten Entwürfe - und dazu zählt auch die Giulietta - durchaus Stoff für Design-Diskussionen liefern. Novitec beteiligt sich gerne daran und zwar mit einem durchaus gelungenen Aerodynamikpaket. Die Front erhält durch zwei Spoilerecken und einen mittig montierten Cupspoiler für zusammen 298 Euro mehr Stimmigkeit. Seitenschweller für 279 Euro und eine Heckschürze im Diffusor-Look für 199 Euro geben der Alfa-Lady den letzten Schliff. Alle Karosserieteile haben eine ABE und bedürfen keiner TÜV-Eintragung.

