Weltmeisterliche Gene von Keke Rosberg
Der Weg von Nico Rosberg ist quasi vorgezeichnet. Als Sohn des ehemaligen Formel 1-Weltmeisters Keke Rosberg wird ihm das Talent in die Wiege gelegt. Natürlich sammelt Rosberg früh Erfahrungen im Kartsport, steigt schnell in die Nachwuchsklassen im Formelsport auf. 2002 gewinnt Rosberg im Alter von nur 17 Jahren seinen ersten Titel in der Formel BMW ADAC. Es folgen zwei Jahre in der Formel 3 Euroserie, er muss sich gegen prominente Namen wie Bruno Spengler, Robert Kubica und Lewis Hamilton behaupten. Auf dem Papier lesen sich die Gesamtränge acht und vier wenig spektakulär, doch angesichts der harten Konkurrenz sind diese durchaus als Erfolg zu werten.
Die Kombination Williams/Rosberg garantiert Erfolg
2005 startet Nico Rosberg richtig durch. Er wechselt in die GP2-Serie zum Top-Team ART und sichert sich prompt den Meistertitel. Der Name „Nico Rosberg“ steht ganz oben auf dem Wunschzettel vieler Teams. Schließlich erinnert sich Frank Williams, dass er mit einem Rosberg im Cockpit schon einmal sehr erfolgreich war und nimmt den Sohn seines 1982er Weltmeisters Keke unter Vertrag. Gleich in seinem ersten Grand Prix gelingt Nico Rosberg das Kunststück einer schnellsten Rennrunde, zudem sammelt er mit Platz sieben zwei WM-Punkte. Wegen vieler technischer Gebrechen an seinem Williams-Boliden kommen im Laufe der Saison nur zwei weitere Zähler hinzu.
Auf und ab zwischen 2007 und 2009
Die kommenden drei Jahre gleichen einem Wellental. 2007 hat Rosberg seinen Teamkollegen Alexander Wurz fest im Griff, erreicht mit 20 Punkten WM-Rang neun. Die folgende Saison verläuft zäh, das mit hohen Erwartungen in die Saison gestartete Team erreicht nur Rang acht in der Konstrukteurs-Wertung. Rosberg wird in der Endabrechnung 13ter, ist aber deutlich schneller und erfolgreicher als Teamkollege Kazuki Nakajima. 2009 stehen für Nico Rosberg 34,5 Punkte und Rang sieben in der Endabrechnung zu Buche. Ein gutes Jahr für den in Wiesbaden geborenen und Monte Carlo aufgewachsenen Sohn eines Finnen und einer Deutschen, er fühlt sich bereit für höhere Aufgaben. Der für Deutschland startende Rosberg wechselt zum heimischen Mercedes-Team und will dort den nächsten Schritt zum Top-Piloten machen.
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- Das Mercedes GP-Petronas-Team wähnt sich 2011 siegfähig. Ein Grand Prix-Sieg wäre für Nico Rosberg Neuland: Er hat bisher fünf Podiumsplätze (ein zweiter und vier dritte Ränge) zu Buche stehen.
Rosberg belehrt die Kritiker eines Besseren
Die Konstellation im Mercedes-Team verspricht viel Spannung. Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass Rosberg an Schumis Seite scheitern wird wie so viele talentierte Piloten vor ihm. Doch der Sonnyboy belehrt die Kritiker eines Besseren. Er ist derjenige, der aus dem nicht gerade schnellen und teilweise schwierig zu fahrenden Mercedes-Boliden das Optimum rausholt, nicht der weitaus erfahrenere Teamkollege. Die Statistiken sprechen denn auch eine deutliche Sprache: 142:72 WM-Punkte, 3:0 Podiumsplätze, 14:5 Quali-Duelle, alles zugunsten Rosbergs - das Jahr 2010 war ein Statement des Herausforderers. Durchaus denkbar, dass 2011 ein weiterer Schritt folgt - nämlich der zum ernsthaften Titelkandidaten. Und wer weiß: Vielleicht wird ja diesmal Schumi an seinem Teamkollegen zerbrechen.

