Automessen – da stehen die Schönen, Schnellen und Teuren im Mittelpunkt, die Show- und Concept Cars sowieso. So ist es auf der IAA in Frankfurt, auf der NAIAS in Detroit oder dem Genfer Autosalon. Das ist nett für die Journalisten und diejenigen, die sich das Ganze auch leisten können. Wer es bodenständiger mag, pilgert lieber einmal jährlich nach Leipzig. Denn auf der Auto Mobil International – kurz AMI – stehen die Interessen der Otto-Normal-Autofahrer im Fokus. Nur hier sind die Messestände der Koreaner ähnlich groß wie die der deutschen Premium-Hersteller, nur hier bietet sich auch die Möglichkeit zur Probefahrt vor Ort.
Ob es an der räumlichen Nähe liegt, dass die osteuropäischen Hersteller hier besonders groß vertreten sind? So zeigt der rumänische Hersteller Dacia den neuen Kompakten Sandero, Lada stellt mit dem 2170 (Stufenheck) und 2172 (Schrägheck) neue Modelle vor. Auch die Chinesen nutzen Leipzig als Plattform und schicken mit Gonow – die mit den BMW X5- und Toyota RAV4-Imitaten – und Brilliance – die mit den verheerenden Crashtest-Ergebnissen – zwei Marken nach Sachsen. Mazda zeigt erstmals in Deutschland den dreitürigen Mazda2, Lancia stellt den neuen und lange erwarteten Delta vor. Hinzu kommen ein weiterer schicker Kompakter aus Fernost, der Kia pro´ceed, die überarbeitete A- und B-Klasse von Mercedes und die Facelift-Version des Citroen C2.Garniert mit einigen Designstudien, die bereits auf anderen Messen zu sehen waren, und einigen Extras wie der Sonderschau „Die Autos der Promis“ bietet Leipzig auch diesmal wieder ein abwechslungsreiches Programm. Eine Verbrauchermesse mit kurzen Wegen eben, die dem interessierten Publikum sicher mehr bringt als so manches spektakulärere und traditionsreichere Pendant. Übrigens: Wer noch nicht da war, hat noch bis zum 13. April die Gelegenheit zu einem Besuch. Wer es bis dahin nicht mehr nach Leipzig schafft, kann sich die Highlights aber auch in unserer Fotoshow anschauen.

