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Kommentar
Laut Toyota beschert dem FT-Ch die konsequente Leichtbauweise im Vergleich zum Prius nochmals deutlich bessere Verbrauchswerte
Neuheiten in Detroit – die Japaner legen vorHonda und Toyota sind am Puls der Zeit und stellen auf der Detroiter Messe NAIAS (noch bis 24. Januar) ihre neuen Studien und Serienfahrzeuge mit Hybridantrieb vor.

Neuheiten in Detroit – die Japaner legen vor

Jessica FischerHonda und Toyota sind am Puls der Zeit und stellen auf der Detroiter Messe NAIAS (noch bis 24. Januar) ihre neuen Studien und Serienfahrzeuge mit Hybridantrieb vor.
Jim Lentz, Präsident von Toyota Motors Sales USA, hat sich das Vorantreiben neuer Technologien zur Aufgabe gemacht. Denn er weiß, wie es um die natürlichen Ressourcen der Erde steht - und zeichnet ein düsteres Bild: „Innerhalb der nächsten zehn bis 20 Jahre erreichen wir nicht nur das globale Ölfördermaximum, auch die Nachfrage nach Flüssigbrennstoffen wird die Versorgungskapazitäten übertreffen". Toyota sieht deshalb unbedingten Handlungsbedarf: "Ein Jahrhundert nach der Erfindung des Automobils liegt es nun an uns, die Mobilität neu zu erfinden - mit Antrieben, die den Verbrauch von fossilen Brennstoffen massiv senken oder sogar vollkommen unnötig machen.“


Bislang hat die japanische Traditionsmarke den Prius im Programm und dessen Entwicklung immer weiter verfolgt. Im vergangenen Dezember wurde der Prius Plug-in auf der Los Angeles Auto Show vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Vollhybriden mit Lithium-Ionen-Batterie, die an haushaltsüblichen Steckdosen aufgeladen werden kann. Gleichzeitig ist bereits die Produktion angelaufen. Die ersten von insgesamt 600 Modellen stehen kommunalen Fuhrparks und Großkunden ab sofort zur Verfügung. Die normale Prius-Version ist inzwischen etabliert und heimst einen Preis nach dem anderen ein, jüngst hat ihn die Zeitung Auto Test zum umweltfreundlichsten Auto gewählt.


Sparsamer als der Prius

Doch der japanische Konzern ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Auf der North American International Auto Show (noch bis 24. Januar) in Detroit stellt Toyota derzeit die Hybridstudie FT-CH vor. Die Studie ist als alternativer Antrieb für die Kompaktklasse vorgesehen und unterhalb des Prius positioniert. Die Abkürzung CH steht für „Compact Hybrid“. Er ist 56 Zentimeter kürzer als sein großer Bruder und mit seinen kompakten Abmessungen für den Stadtverkehr konzipiert. Trotz seiner Kürze soll er den Insassen viel Raum, Komfort und Funktionalität bieten. Das moderne Design zielt hauptsächlich auf junge Leute mit geringerer Kaufkraft. Laut Toyota beschert ihm die konsequente Leichtbauweise im Vergleich zum Prius nochmals deutlich bessere Verbrauchswerte.Toyota hat sich zum Ziel gesetzt, den Absatz von Hybridfahrzeugen auf eine Million Einheiten pro Jahr zu steigern. Hauptabsatzmarkt soll dabei Nordamerika sein. Im Zuge dessen sind in den nächsten Jahren acht neue Hybridfahrzeuge geplant, darunter völlig neue Modelle wie auch Hybridvarianten bereits bestehender Typen.


Umweltbewusstsein trifft auf Sportlichkeit

Die Konkurrenz aus Toyotas Heimat ist mit seinem neuesten Modell schon einen Schritt weiter. Honda stellt in Detroit das CR-Z Hybrid-Sportcoupé vor. Hierbei handelt es sich nicht um eine Studie, sondern um ein Serienauto, das Mitte 2010 zu den deutschen Händlern kommt. Hondas Ansatz: Umweltbewusstsein und Fahrvergnügen verbinden. Damit will Honda das Image von Hybridfahrzeugen radikal ändern. Umweltschutz muss nicht gleichbedeutend sein mit langsamem Dahingleiten.


Premiere: Hybridantrieb mit manuellem Schaltgetriebe

Der 2+2-Sitzer ist mit einem 1,5-Liter-Benziner und einem Elektromotor ausgestattet. Beide Antriebe zusammen sorgen für eine Leistung von 124 PS und ein Drehmoment von 174 Nm. Laut Honda soll der CR-Z mit fünf Litern auf 100 km auskommen. Als Garant für Fahrspaß dient das Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Es ist das erste Getriebe seiner Art, welches in einem Hybridfahrzeug zum Einsatz kommt. Zur Optimierung von Fahrverhalten und Verbrauch kann der Fahrer zwischen drei Programmen wählen: Sport, Normal und ECON. So lässt sich das Maß an sportlichem oder wirtschaftlichem Fahren konkret bestimmen. Mit diesen Features sollte der CR-Z noch mehr potentielle Käufer für sich begeistern können als der Prius.


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