…wird Sturm ernten. Naja, ganz so dick trägt der neue Renault Wind nicht auf. Trotzdem bringt der Winzling mit dem lustigen Namen eine aufsehenerregende Neuerung ins Segment der kleinen Klappdach-Cabrios. (Thomas Harloff , 26.02.2010)
Es war schon längere Zeit ein offenes Geheimnis, dass Renault ein kleines Cabrio auf Twingo-Basis auf den Markt bringen wird. Bei Name und Aussehen haben sich die Franzosen allerdings lange Zeit in Schweigen gehüllt. Im Vorfeld des Genfer Autosalons lässt Renault endlich die Katze aus dem Sack. Na gut, erst einmal nur den Kopf, denn offizielle Infos sind auch weiter recht spärlich gesät. Doch ein kurzer Blick auf die Fotos und die ersten Details lässt erahnen, dass dort ein knuffiger Spaß-Roadster auf uns wartet – der noch dazu eine interessante technische Raffinesse bereithält.
Gemeint ist die Dachkonstruktion, für deren Entwicklung sich die Renault-Ingenieure offenbar bei einem berühmten Vorbild inspirieren ließen. In Anlehnung an den Ferrari 575 Superamerica schwenkt das Dachteil in einem Stück nach hinten und legt sich unter den Kofferraumdeckel. Eine Lösung, die drei Vorzüge und einen Nachteil hat.
Günstig, praktisch, rekordverdächtig
Auf der Habenseite steht die einfache Technik, die entsprechend günstig ist und auch dafür sorgt, dass der Wind laut Renault zu einem „erschwinglichen Preis und mit einem hervorragenden Preis/Leistungs-Verhältnis“ auf den Markt kommen wird. Außerdem öffnet und schließt das Dach in rekordverdächtigen zwölf Sekunden, und das Kofferraumvolumen behält auch bei offenem Dach sein Standardvolumen von 270 Litern. Frischluftfanatiker dürften sich dagegen an der feststehenden B-Säule samt Überrollbügel stören – eine Architektur, die uns an den Honda CRX del Sol oder Lotus Elise erinnert.
Mehr Infos zum neuen Wind - etwa Motorvarianten, genaue Preise etc. - will Renault erst am 2. März auf dem Genfer Autosalon präsentieren. Wir sind gespannt, wie heftig der Wind durch die Messehallen am Lac Léman wehen wird.