Gerade hat Ferrari die ersten Fotos seines neuen Supersportwagens 599 GTO veröffentlicht. Auf der Peking Motor Show können sich die Besucher live von den Qualitäten des neuen Super-Ferraris überzeugen. (Jessica Fischer , 09.04.2010)
Ferraris schnellster Straßensportler
Mit dem neuen 599 GTO setzen die Italiener noch eins drauf. Der GTO ist das neue Flaggschiff. Die Zutaten zum Supersportler heißen V12-Motor, 670 PS und 1.495 kg Leergewicht. Mit einem Leistungsgewicht von 2,23 kg pro PS beschleunigt der GTO in 3,35 Sekunden von null auf hundert. Der Vortrieb lässt erst bei 335 km/h nach.
Wichtigste Errungenschaft des GTO ist das neu entwickelte Fahrwerk. Es soll eine starke Rückmeldung von der Straße geben und Untersteuern auf ein Minimum reduzieren. Zum Fahrwerk gehören die neueste Generation an Carbon-Keramik-Bremsen und Michelin-Supersport-Reifen. Um den Fahrer über seine Performance permanent auf dem Laufenden zu halten, ist der GTO mit einem Virtual Race Engineer ausgestattet, der ihn mit allen nötigen Informationen versorgt.
Rennsportgene
Der 599 GTO basiert auf dem 599XX und kann fast als Straßenversion dieses Rennautos gelten. Demnach profitiert der GTO auch maßgeblich von den technischen Innovationen des 599XX. Das V12-Triebwerk ist ein direktes Derivat des 599XX-Rennmotors. Es leistet 670 PS. Das maximale Drehmoment von 620 Nm liegt bei 6.500 Umdrehungen pro Minute an.
Auch optisch sind einige Rennsportmerkmale des 599XX wiederzuerkennen. Rund um die Radhäuser und auf der Motorhaube führen zahlreiche Kühlluftöffnungen die Brems- und Motorabwärme ab. Hinzu kommen neue Spoiler vorne und hinten sowie ein neuer Diffusor, der für mehr Abtrieb sorgt.
Der Name GTO (Gran Turismo Omologata) geht auf zwei Ferraris zurück. Zum einen den 1962er 250 GTO, der heute ein begehrtes Sammlerauto ist, und zum anderen der 1984er 288 GTO, der als Urvater aller straßenzugelassenen Supersportwagen gilt.
Das Vergnügen, einen 599 GTO sein Eigen zu nennen, wird lediglich 599 Gutbetuchten vergönnt sein. Genaue Preise nennt Ferrari zwar noch nicht, aber viel mehr Sportwagen-Fans werden sich den neuen Top-Ferrari eh nicht leisten können.