Neuer Kraftstoff: Diesel wird zu Bio-B7
Mit einem höheren Bio-Sprit-Anteil soll auch der Dieselkraftstoff an deutschen Tankstellen ab 2009 versetzt werden. Unklar ist bislang jedoch, welche Fahrzeuge den B7 genannten Treibstoff vertragen. (mid
, 01.01.2009)
Probleme wie mit dem stark ethanolhaltigen E10-Kraftstoff soll es jedoch nicht geben.
Negative Auswirkungen auf den Motor durch eine Erhöhung des Bio-Diesel-Anteils auf sieben Prozent sind laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zurzeit nicht bekannt. Prinzipiell könne jedes Fahrzeug B7 tanken. Doch leichte Bedenken bleiben, wie aus einem internen Papier hervorgeht. Je höher der Anteil von Bio-Diesel in der Diesel-Kraftstoff-Mischung ist, umso weniger ist er demnach für unmodifizierte, nicht auf Bio-Diesel ausgelegte Motoren geeignet. Auch ist nicht auszuschließen, dass es durch den Bio-Diesel-Betrieb unter Umständen zu einer Verdünnung des Motoröls kommen kann, wenn das Kraftfahrzeug häufig im Stop-and-go-Verkehr bewegt wird. Eventuell hat das negative Auswirkungen auf die Ölwechselintervalle.Klar ist: Reiner Bio-Diesel ist aggressiver als Diesel aus Mineralöl.
Kaum ein Hersteller gibt seine Modelle für den Betrieb mit dem alternativen Kraftstoff in Reinform frei. Denn so greift er, wie auch reines Ethanol, bestimmte Kunststoffe an. Diese Materialien werden etwa bei Schläuchen des Einspritzsystems und Dichtungen der Einspritzpumpe verbaut. Bei dauerhaftem Betrieb mit Bio-Diesel können kraftstoffführende Teile aufquellen und zu Schäden führen.
Wie bei dem Benzin-Ersatz E10 ist auch die Einführung von B7 noch nicht beschlossene Sache. Beide neuen Kraftstoff sollen im Paket kommen; die Bundesregierung will so den CO2-Ausstoß aus dem Verkehr deutlich senken. Wegen der Probleme mit der Verträglichkeit von E10 in vielen Ottomotoren hat die Politik eine Entscheidung auf Mitte April vertagt.
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