Das springende Pferd auf gelbem Grund ist das Markenzeichen schlechthin im Automobilbau. Seit nun fast 60 Jahren entstehen im italienischen Maranello edelste Sportwagen, und jeder einzelne von ihnen hat seinen Teil zum Mythos beigetragen. Klar, dass die Sportwagenschmiede wie kaum ein anderer Hersteller um die Pflege ihrer Tradition bemüht ist. Diesem Zweck dient seit neuestem auch die „Classiche“-Abteilung, die Ferrari im Werk Maranello ins Leben gerufen hat. Auf insgesamt 950 Quadratmetern sind Büros und Werkstätten untergebracht, wo man sich liebevoll um den Erhalt der historischen Ferrari-Modelle kümmert. Hier werden die edlen Gefährte gepflegt, gewartet und – wenn sonst nichts mehr hilft – restauriert. Am 25. Juli wurde die neue Klassiksparte von Präsident Luca di Montezemolo feierlich eröffnet.
Hautaugenmerk gilt dabei der Authentizität und Originalität. Sowohl Straßen- als auch Rennwagen, darunter auch die legendären Formel 1-Boliden, sollen sich nach der liebevollen Behandlung möglichst genau in jenem Zustand befinden, in dem sie damals das Werk verlassen haben. Keine leichte Aufgabe, denn die Mitarbeiter der Klassikabteilung schrauben nur an Autos, die 20 Jahre oder älter sind. Da kann die Ersatzteilsuche schon mal schwierig werden. Doch der Aufwand lohnt sich sowohl für das Werk als auch für den Besitzer: Sind die Arbeiten abgeschlossen, bekommt jedes Auto, das „Ferrari Classiche“ verlässt, ein Zertifikat, ausgestellt von einem Komitee aus Ferrari-Experten. Die Vorteile: Erstens garantiert die Bescheinigung beim Verkauf oder bei Auktionen einen hohen Preis. Zweitens können Besitzer eines historischen Ferraris mit Originalitäts-Zertifikat an offiziellen Veranstaltungen teilnehmen, beispielsweise der „Shell Ferrari Historic Challenge“.
Auch diejenigen, die keinen alten Ferrari besitzen, profitieren von der neuen Klassiksparte. Denn jetzt gibt es eine Attraktion und damit einen Grund mehr, das Werk in Maranello zu besuchen.

