Indien liegt in der Formel 1 im Trend
Indien ist im Kommen in der Formel 1. Ende Oktober findet der erste Grand Prix im - gemessen an der Einwohnerzahl - zweitgrößten Land der Erde statt.Mit dem Force India-Team gibt es eine indisch finanzierte Mannschaft samt Teamchef. Und nun gibt es auch wieder einen Piloten aus Indien: Narain Karthikeyan feiert ein überraschendes Comeback in der Königsklasse. Mehr als fünf Jahre war der 34-jährige raus aus der Formel 1, nun hievt ihn ein Sponsor aus seinem Heimatland - der Tata-Konzern ist neuerdings Geldgeber des chronisch klammen HRT-Rennstalls – ins Cockpit der spanischen Mannschaft.
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- Der Helm des indischen Formel 1-Rückkehrers Narain Karthikeyan präsentiert die Landesfarben seiner Heimat.
Die einzigen Punkte beim Skandalrennen
Narain Karthikeyan ist in Sachen Motorsport familiär vorbelastet: Sein Vater ist lange Zeit erfolgreich im indischen Rallyesport unterwegs. Karthikeyan jr. begibt sich dagegen auf die Rundstrecke und strebt eine Karriere im Formelsport an. Die beginnt durchaus vielversprechend, 1996 gewinnt er die Formel Asien. Karthikeyan fühlt sich bereit für Europa und geht nach Großbritannien. In den dortigen Nachwuchsserien fällt er zwar nicht weiter auf, trotzdem reicht es 2001 zu Formel 1-Testfahrten für Jaguar und Jordan. Auch bei Minardi wird der Inder vorstellig, aber es springen 2003 wieder nur für Testfahrten für ihn heraus. Zwei Jahre später ist Karthikeyan am Ziel, er darf die Saison 2005 als Stammfahrer für das Jordan-Team bestreiten. Beim USA-Grand Prix wird er Vierter und holt seine einzigen fünf WM-Punkte. Wobei man nicht vergessen darf, dass das jenes Skandalrennen ist, bei dem nur die sechs Bridgestone-bereiften Autos gestartet sind, weil die Michelin-Teams das Rennen aus Sicherheitsgründen boykottieren.
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- Mehr als fünf Jahre war Narain Karthikeyan raus aus der Formel 1, nun hievt ihn ein Sponsor aus seinem Heimatland, der Tata-Konzern, ins Cockpit der spanischen Mannschaft.
Odyssee durch verschiedene Rennserien
Unter regulären Bedingungen wäre Karthikeyan also punktlos geblieben. So ist es nicht verwunderlich, dass er für das folgende Jahr kein Stammcockpit bekommt und in zwei Jahren bei Williams nicht über den Status des Testfahrers hinauskommt. Doch auch damit ist es nach der Saison 2007 vorbei. Karthikeyans Weg führt in die sportlich wenig bedeutende Winter-Rennserie A1 GP, 2009 tritt er in der Le Mans-Serie an. Die Odyssee geht in der unbekannten Rennserie „Superleague Formula“ weiter, 2010 bestreitet der Inder sogar Rennen in der NASCAR-Truck-Serie. Nicht gerade ein Lebenslauf, der einem Rennfahrer ein Formel 1-Cockpit beschafft. Es sei denn, man hat große Geldgeber aus der Heimat im Schlepptau…

