Mit einem umschnallbaren Nackenschutz für Motoradfahrer soll die Gefahr schwerer Verletzungen von Hals und Schlüsselbein gesenkt werden. (F. Bauer , 01.01.2009)
Der Kragen aus Karbon, Kevlar und Glasfaser-Kunststoff kommt zur Motorradsaison 2007 auf den Markt.
Auf dem Motorradmarkt sind sie erbitterte Konkurrenten: KTM und BMW. Beim Thema Sicherheit für Motorradfahrer arbeiten beide gemeinsam an einem ehrgeizigen Forschungsprojekt. Ein neuartiger Nackenprotektor soll schwere Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule verhindern.Der Protektor aus Carbonfiber, Dämpfungsmaterial und Titan sitzt wie ein breiter Kragen auf den Schultern des Motorradfahrers und soll verhindern, dass bei einem Sturz der Kopf zu sehr nach vorne, hinten oder zur Seite gedehnt wird. Zudem sollen Halswirbelsäule und Schlüsselbein besser als bislang geschützt werden. BMW Motorrad und KTM arbeiten eng mit einem Spezialistenteam, darunter Unfallforscher, Biomechaniker, Unfallchirurgen für Rückenmarksverletzungen und nicht zuletzt mit dem südafrikanischen Mediziner Dr. Chris Leatt von Leatt-BraceTM zusammen. Dr. Chris Leatt ist der Entwickler dieses Nackenschutzes. Er engagiert sich in Südafrika für die Sicherheit im Motorradsport und begleitet als betreuender Arzt die südafrikanischen Rennserien.Zunächst hatten die Ingenieure des bayerischen und österreichischen Motorradherstellers Enduro- und Rallyefahrer im Visier, doch eine Verwendung für andere Bereiche ist durchaus denkbar. "Wenn das System unsere Erwartungen weiter erfüllt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir es in Serie bringen", sagt Herbert Diess, Leiter BMW Motorrad.Die gewonnenen Erkenntnisse des Projektteams BMW Motorrad und KTM kommen der Stiftung "Wings for Life" (http://www.wingsforlife.com) zu Gute, die die medizinische Forschung zur Rehabilitation von Querschnittsgelähmten fördert.Weitere Infos zum Projekt unter http://www.ktm.de oder http://www.bmw.de.