Ein Mazda gegen Aston, Porsche und Co.
Während hierzulande selbst Rennwagen immer dicklicher werden, kultivieren die Briten konsequent das Thema Leichtbau-Sport- und Rennwagen. Neuestes Beispiel: Der Renn-Roadster MX-5 GT, aufgebaut vom britischen Mazda-Importeur und dem englischen Team Jota Sport. Das neue Betätigungsfeld des kleinen Japaners ist die Britcar MSA British Endurance Championship 2011, wo er sich gegen Renner von Aston Martin, BMW, Porsche oder Lotus behaupten muss. Ein illustres Teilnehmerfeld also, in dem der kleine Mazda mit seinem geringen Gewicht punkten will.
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- Der skurril anmutende feste Überrollkäfig bringt zwar wieder etwas Gewicht in dem Mazda MX-5 GT, sorgt aber für Sicherheit und ist vom Reglement zwingend vorgeschrieben.
Alles Überflüssige fliegt raus
Im Vergleich zum Serienauto, deren Topversion immerhin 1.155 Kilo beträgt, hat der GT ordentlich abgespeckt. Im asketischen Renntrimm wiegt er gerade einmal 850 kg. Um mehr als 300 Kilo aus dem Boliden zu holen, hat Jota Sport jede einzelne Schraube unter die Lupe genommen. Alles Überflüssige fliegt natürlich raus, so auch die komplette Dachkonstruktion oder zahlreiche Innenraum-Komponenten. Carbon-Türen sowie Scheiben aus Polycarbonat drücken das Gewicht zusätzlich. Der skurril anmutende feste Überrollkäfig bringt zwar wieder etwas Gewicht ins Auto, sorgt aber für Sicherheit und ist vom Reglement zwingend vorgeschrieben. Gleiches gilt für die Rennsitze und –gurte, das externe Not-Aus-System, Feuerlöscher, Sicherheits-Verschlüsse für Motorhaube und Kofferraumdeckel sowie Lenkrad und Leichtmetallfelgen.
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- Das neue Betätigungsfeld des Mazda MX-5 GT ist die Britcar MSA British Endurance Championship 2011, wo er sich gegen Renner von Aston Martin, BMW, Porsche oder Lotus behaupten muss.
Saftiges Leistungsplus
Doch Jota Sport hat nicht nur das Gewicht gedrückt, sondern auch an der Leistungsschraube gedreht. Über eine sequentiell bediente Sechsgang-Box mit Lenkradschaltung drückt der MX-5 GT satte 279 PS in Richtung Hinterachse – 119 mehr als das Serienmodell. Das ergibt ein exzellentes Leistungsgewicht von 3,1 kg/PS, was wiederum für Fahrleistungen sorgt, die eines Rennwagens durchaus würdig sind. Von Null auf 60 mph, 96,6 km/h, soll es in nur drei Sekunden gehen, der Topspeed liegt bei knapp 260 km/h.
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- Der Renn-Roadster MX-5 GT wurde aufgebaut vom britischen Mazda-Importeur und dem englischen Team Jota Sport.
Ernüchterndes Renndebüt
Beim Renndebüt hat der Mazda MX-5 GT allerdings nicht überzeugen können. Den Saisonauftakt der Britcar-Serie, das Drei-Stunden-Rennen in Silverstone, haben die beiden Piloten Mark Ticehurst und Owen Mildenhall auf dem letzten Platz beendet. Allerdings hatte das Team Pech, denn der Mazda kollidierte als Zweiter seiner Klasse mit einem Kontrahenten, woraufhin das das Differential getauscht werden musste. Die Reparatur hat 15 Minuten gekostet, aber danach ist der kleine Roadster problemlos ins Ziel gefahren.Bei acht weiteren Rennen, darunter dem 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps als Saisonhöhepunkt, hat das Mazda-Team jedoch genug Gelegenheit zu beweisen, dass der kleine Grünling im Konzert der Großen mithalten kann.

