2012 Mustang Boss 302

Mustang Boss 302 – die TransAm-Legende kehrt zurück

In einer limitierten Auflage haucht Ford seiner Rennsportlegende Mustang Boss 302 neues Leben ein – und das mit hohen Ansprüchen. Der 2012er Boss soll der schnellste Mustang aller Zeiten werden. ( , 23.08.2010)

Glorreiches Erbe

1967. Chevrolet bringt den Camaro heraus und attackiert damit ganz direkt die Mustang-Vormachtstellung im Pony Car-Segment. Mit den Small- und Big Block-Versionen des Camaro kann der Mustang nicht mithalten.Auch in der Sports Car Club of America- und der TransAm-Serie fährt der Camaro Z28 den Mustangs auf und davon. Ford steht unter Zugzwang. Es gilt, den Camaro auf der Straße und auf der Strecke zu schlagen. Laut TransAm-Reglement ist der 302 Kubik Inch-V8-Small-Block-Motor das Maß aller Dinge. Ford-Chef Shinoda lässt den neuen Mustang einfach komplett um diesen Motor herum bauen. Der Boss 302 ist das Homologationsmodell für die TransAm-Serie. Dem Reglement entsprechend müssen davon auch eine gewisse Anzahl Straßenautos gebaut werden. Eine amerikanische Legende ist geboren. Er ist stärker als der Camaro und das zeigt erauch auf der Strecke. Bis heute ist der 1969er Mustang Boss 302 eines der gefragtesten Muscle Cars der Welt.

Ford Mustang Boss 302 Motor
Basis ist der Fünf-Liter-V8 aus dem Mustang GT. Nach kompletter Überarbeitung inklusiver neuer Einlässe, Motorsteuerung und optimierter Abgasanlage sind 28 Mehr-PS drin. Das maximale Drehmoment liegt bei 515 Nm.

Wer ist hier der Boss?

2010. Ford reitet die nächste Retro-Welle und kündigt die Rückkehr des Boss für 2012 an. Er soll all das besitzen, was den `69er Boss so begehrenswert machte. Einen gewaltigen Unterschied gibt es allerdings: der 2012er Boss macht 440 Pferdchen mobil und nicht 294, wie das1969er Modell und das trotz desselben Hubraumes von 302 Kubik Inch. Basis ist der Fünf-Liter-V8 aus dem Mustang GT. Nach kompletter Überarbeitung inklusiver neuer Einlässe, Motorsteuerung und optimierter Abgasanlage sind 28 Mehr-PS drin. Das maximale Drehmoment liegt bei 515 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt mittels Sechs-Gang-Handschaltung Mustang-typisch an die Hinterräder. Der Boss steht auf 19 Zoll-Alufelgen mit 255/40er Reifen vorn und 285/35er hinten. Das Fahrwerk ist sportlicher abgestimmt und vorn um elf, hinten um einen Millimeter tiefer gelegt. Zug- und Druckstufe sind einstellbar. ESP und Traktionskontrolle sind zwar an Bord, aber für den echten Boss-Fahrer komplett abschaltbar. Mit der Brembo-Bremsanlage soll der Boss einen Meter früher zum Stehen kommen als der Mustang GT.

Ford Mustang Boss 302, Laguna Seca
Neben dem 302er Boss hat Ford noch ein Sonder-Sondermodell auf Lager, den Boss Laguna Seca. In Reminiszenz an den 1970er Sieg beim Auftaktrennen der TransAm-Serie in Laguna Seca setzen sich die Amis selbst ein Denkmal. Der Boss Laguna Seca ist stark auf den Rennbetrieb ausgelegt. Performance wird groß geschrieben, Nutzwert dagegen klein.

Laguna Seca

Aber das ist noch nicht alles. Neben dem 302er Boss hat Ford noch ein Sonder-Sondermodell auf Lager, den Boss Laguna Seca. In Reminiszenz an den 1970er Sieg beim Auftaktrennen der TransAm-Serie in Laguna Seca setzen sich die Amis selbst ein Denkmal. Der Boss Laguna Seca ist stark auf den Rennbetrieb ausgelegt. Performance wird groß geschrieben, Nutzwert dagegen klein. Der Motor ist zwar derselbe wie im 302er, dafür ist der Laguna Seca stärker gewichtsoptimiert – die Rücksitzbank fehlt -, er besitzt ein steiferes Chassis und übernimmt das Aerodynamikpaket komplett vom Ford Racing Boss 302R. Letzterer dürfte eingefleischten Ami-Rennsportfans bereits ein Begriff sein. Der Racing Boss ist ein richtiges Rennauto mit Überrollkäfig, Rennfahrwerk und Sensoren zur Übermittlung der Telemetriedaten. Mit den von ihm gewonnenen Daten hofft Ford, ein wettbewerbsfähiges Rennauto direkt in seine Showrooms stellen zu können.

Ford Mustang Boss 302
Jede Wagenfarbe – egal ob Orange, Gelb, Weiß oder Rot - wird mit weißer oder schwarzer Dachlackierung kombiniert.

Auch optisch retro

Äußerlich besinnt sich der Boss ganz auf alte Tugenden und präsentiert einen überarbeiteten Grill des Mustang GT. Er erinnert stark an das Haifischmaul des Ur-Boss. Dazu kommen neue Front- und Heckspoiler. Jede Wagenfarbe – egal ob Orange, Gelb, Weiß oder Rot- wird mit weißer oder schwarzer Dachlackierung kombiniert. Den Innenraum hält Ford in rennsporttypischen Schlag-Metall-Look und Alcantara. Der Boss-Fahrer nimmt auf Recarositzen Platz und soll dank Einsparung beim Dämmmaterial sein Triebwerk noch lauter röhren hören.

Genaue Preise hat Ford noch nicht bekannt gegeben. Fest steht aber, dass sich Chevrolet nun warm anziehen darf und scharf über ein Camaro-Sondermodell nachdenken sollte, wollen sie nicht für immer das Nachsehen in der Mustang-Camaro-Rivalität haben.

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