Tiefgreifende Änderungen am Power-Audi
580 PS, 650 Nm, 4,5 Sekunden von Null auf Hundert: Das sind die technischen Daten des Audi RS6 – im Serienzustand. Nun sollte die Power in den meisten Fällen reichen, aber 350 km/h sind so natürlich nicht drin. Genau diesen Topspeed soll der RS6 aber erreichen, zumindest wenn es nach Tuner MTM geht. Die Audi-Spezialisten aus der Ingolstädter Nachbarschaft nehmen deshalb tiefgreifende Änderungen an Audis Stärkstem vor, angefangen beim Namenszusatz „Clubsport“. Die meisten Modifikationen betreffen aber natürlich die Technik des Audi RS6.
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- Ein Carbon-Diffusor und eine unauffällige Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel müssen reichen, um den Clubsport vom Serien-RS6 abzuheben.
Besonders intensive Zuwendung für´s Triebwerk
Das Kürzel „MTM“ steht bekanntlich für „Motoren Technik Mayer“, weshalb sich die Truppe um Firmenchef Roland Mayer besonders intensiv um das RS6-Triebwerk kümmert. Fünf Liter Hubraum, zehn in V-Form angeordnete Zylinder und zwei Turbolader bieten beste Voraussetzungen, um der Power-Limousine noch etwas mehr Power abspenstig zu machen. Da man sich im beschaulichen Wettstetten offensichtlich ungern in die Karten schauen lässt, verrät man erst gar nicht, was man dem Triebwerk Gutes getan hat.
Elektronik, Auspuff… und sonst?
Das Seriensteuergerät hat MTM modifiziert, soviel ist bekannt. Und eine Edelstahlabgasanlage ab Kat installiert, welche die Abgase durch vier Endrohre entweichen lässt. Die Klanggewalt kann der Pilot selbst bestimmen – in den Endrohren integrierte Klappen machen es möglich. Das kann aber nicht alles gewesen sein, schließlich stellt der MTM RS6 Clubsport 730 PS und 860 Nm zur Verfügung. Was MTM sonst noch verändert hat, soll aber weiterhin ein gut gehütetes Firmengeheimnis bleiben.
Dass die Fahrleistungen vom Kraft- und Drehmomentzuwachs deutlich profitieren, ist nicht verwunderlich. Den anvisierten Topspeed haben wir bereits thematisiert. Verbrieft sind die Sprinterqualitäten des MTM RS6 Clubsport: Von Null auf Hundert soll es in 3,6 Sekunden gehen, nach gut elf Sekunden soll die Tachonadel die 200er Marke passieren.
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- Der MTM Audi RS6 Clubsport präsentiert phänomenale Beschleunigungswerte: 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden, nach gut elf Sekunden soll die Tachonadel die 200er Marke passieren.
Technische Feinheiten allüberall
Doch damit nicht genug der technischen Verfeinerungen. Das Serien-Fahrwerk ergänzt der Tuner durch einen höhenverstellbaren Federnsatz aus eigenem Hause. Zudem passt MTM auf Wunsch die Vorderachsgeometrie an, was ein deutlich präziseres Einlenkverhalten nach sich ziehen soll. Hinter den 20- oder 21-Zöllern im für MTM so typischen Bimoto-Design ist standardmäßig weiterhin die serienmäßige Carbon-Keramik-Bremsanlage beheimatet. Aber MTM wäre nicht MTM, wenn es nicht auch auf diesem Gebiet eine große Lösung anbieten würde. Groß ist in diesem Fall wörtlich gemeint, schließlich arbeitet die MTM-Hochleistungs-Bremsanlage mit 405 x 36 großen Scheiben. Die Sechs-Kolben-Bremssättel liefern die italienischen Spezialisten von Brembo.
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- Der MTM Audi RS6 Clubsport stellt 730 PS und 850 Nm zur Verfügung und soll 350 km/h Topspeed erreichen.
Voll auf Sportlichkeit getrimmt
Man darf sich vom auffälligen Dekor des hier präsentierten RS6 Clubsport nicht blenden lassen: Die optischen Retuschen am XXL-Geschoss halten sich in überschaubaren Grenzen. Ein Carbon-Diffusor und eine unauffällige Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel müssen reichen, um sich vom Serien-RS6 abzuheben. Im Innenraum sind die Veränderungen schon tiefgreifender: Ein Käfig sorgt für ein Plus an Verwindungssteifigkeit und passiver Sicherheit. Dagegen wird die Rücksitzbank ersatzlos gestrichen. Fahrer und Co-Pilot gehen in Recaro-Schalensitzen auf die Jagd nach Bestzeiten, dabei von Sechspunktgurten stets sicher auf Ideallinie gehalten.
Übrigens: Die Chancen auf 350 km/h Topspeed stehen für den MTM RS6 Clubsport gar nicht schlecht. Schließlich hat es die Avant-Version beim letzten Highspeed-Event in Nardo bereits auf 344,2 km/h geschafft. Motorvision drückt den Jungs von MTM jedenfalls kräftig die Daumen.

