Neue Räder – und noch ein bisschen mehr
Man möge es uns verzeihen, aber aus gegebenem Anlass ist www.motorvision.de heute recht Italien-lastig. Das hat jedoch nichts mit Silvio Berlusconis Liebesleben zu tun – wir halten nichts von billig generierten Klicks dank ausufernden Fremdschäm-Faktors. Nein, es soll um etwas gehen, auf das die Italiener stolz sein können: den Ferrari 458 Italia. Der V8-Fahrdynamik-Gott aus Maranello hat es aktuell gleich zwei deutschen Veredlern angetan. An dieser Stelle sei die Interpretation des Hauses Wheelsandmore genauer vorgestellt. Und hier ist der Name Programm: Die Tuningschmiede aus der Nähe von Aachen hält für den 458er wunderschöne Räder bereit – und noch ein bisschen mehr.
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- Hauptverantwortlich für das Power-Plus ist ein neuer Auspuff bestehend aus Fächerkrümmern, Hitzeprotektoren und Endschalldämpfern, der allein 35 PS und 80 Nm drauf packt.
Neuer Auspuff, mehr Power
Ein bisschen mehr Leistung darf es nämlich schon sein, wenn es nach Wheelsandmore geht. Zwar bäumen sich bei der Serienversion bereits 570 Pferdchen im Motorenabteil des 458 Italia auf, aber Leistung kann man schließlich nie genug haben. Deswegen erstarkt der drehzahlhungrige V8-Sauger auf 620 PS und legt in Sachen Drehmoment gewaltig zu: Zu den ab Werk bereitgestellten 540 Nm gesellen sich auf einen Schlag 100 weitere hinzu. Hauptverantwortlich dafür ist ein neuer, 10.799 Euro teurer Auspuff, der allein 35 PS und 80 Nm drauf packt. Wheelsandmore tauscht die Fächerkrümmer aus, ebenfalls den Endschalldämpfer gegen ein hauseigenes, klappengesteuertes Exemplar sowie die originalen gegen bezüglich der Thermik optimierte Hitzeprotektoren. Den Rest besorgen verbesserte Motor-Kennfelder.
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- Nach der Leistungskur von Wheelsandmore werden aus 570 PS deren 620. Das maximale Drehmoment steigt um 100 auf 640 Nm.
Die Luft für Verbesserungen ist dünn
Wer angesichts eines Zuschlags von 50 PS und 100 Nm deutliche Verbesserungen in Sachen Fahrleistungen erwartet, dürfte enttäuscht sein. Ferrari gibt werksseitig einen Null-auf-Hundert-Beschleunigungswert von weniger als 3,4 Sekunden an. Wheelsandmore nennt einen Wert von 3,32 Sekunden. Aber bei der ausgefeilten Aerodynamik des Serienautos und den seitens der Ferrari-Ingenieure vollbrachten Höchstleistungenist die Luft für Verbesserungen einfach dünn.
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- Luxustuning kostet, das ist bei Wheelsandmore nicht anders. Für die Auspuffanlage verlangt der Veredler 10.799 Euro, der Komplett-Radsatz schlägt mit 11.800 Euro zu Buche.
Die Räder sind groß – vielleicht zu groß?
Vielleicht vernichtet aber auch der von Wheelsandmore verabreichte XXL-Radsatz (11.800 Euro) einen Teil der durch das Leistungs-Upgrade gewonnen Performance im Handumdrehen wieder. Der Veredler ersetzt die serienmäßigen 20-Zöller durch 21-Zoll-Räder im neuen 6Sporz²-Design. Die sehen schick aus und können vom Kunden in Farbe und Akzentuierung individuell gestaltet werden, tragen aber allzu üppig dimensionierte Reifen. Wo die Serienversion mit Bridgestones oder Pirellis der Größe 235/35 (vorne) und 295/35 (hinten) Fahrdynamik-Maßstäbe setzt, vertraut Wheelsandmore auf Hankook-Pneus im Format 245/30 sowie 345/25. Womit sich mal wieder eine Binsenweisheit bewahrheitet: Manchmal ist weniger eben mehr. Womit wir wieder bei Silvio Berlusconi wären, denn genau das hat er über das Alter seiner Liebespartnerinnen meist auch gedacht. Aber wie erwähnt, Klicks auf die billige Tour sind nun wirklich nicht unsere Sache.

