Mit 525 PS zum Business: Mercedes E 63 AMG

Die Mercedes E-Klasse genießt einen eher biederen Ruf. Dass es auch anders geht, zeigt der neue E 63 AMG, der im August 2009 kommen wird. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)

Von den konventionell gestylten Brüdern unterscheidet sich die AMG-Version schon optisch recht stark. Die Frontansicht prägen die auf jeder Seite um 17 Millimeter verbreiterten Kotflügel mit „6.3 AMG“-Schriftzug, eine neue Frontschürze mit großen Kühlluftöffnungen und das AMG-spezifische Tagfahrlicht mit LED-Leuchten. In Verbindung mit der Wunschausstattung „Intelligent Light“-System verfügt der E 63 AMG über abgedunkelte Frontscheinwerfer. Für zusätzliche optische Präsenz sorgen außerdem neu gezeichnete Seitenschwellerverkleidungen und eine Heckschürze mit schwarzem Diffusoreinsatz. Markentypische Akzente setzt die Sportabgasanlage mit zwei verchromten, neu gestalteten Doppelendrohren.

Der 6,2 Liter große V8-Motor steht im neuen Mercedes E 63 AMG mit 525 PS und 630 Nm Drehmoment genauso gut im Futter wie im SL 63 AMG. Vom Performance-Roadster stammt auch das Sportgetriebe: Die Kraftübertragung verzichtet dabei auf den herkömmlichen Drehmomentwandler und nutzt eine kompakte, nasse Anfahrkupplung. Die daraus resultierende direkte Anbindung an den Antriebstrang soll zusammen mit den vier individuellen Fahrprogrammen, der Zwischengas- und „Race Start“-Funktion ein dynamischeres Fahrerlebnis ermöglichen.

Mercedes E 63 AMG - Front 1
Die Frontansicht des Mercedes E 63 AMG prägen verbreiterte Kotflügel, eine neue Frontschürze mit großen Kühlluftöffnungen und das AMG-spezifische Tagfahrlicht mit LED-Leuchten

Stärker, flotter, sparsamer

Aus dem Stand erreicht der Mercedes E 63 AMG nach nur 4,5 Sekunden Tempo 100; die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch abgeregelte 250 km/h. Dabei soll der Saugmotor durch agiles Ansprechverhalten, kräftigen Durchzug und enorme Drehfreude überzeugen. Eine neu konzipierte Wasserkühlung stellt maximale Standfestigkeit auch bei hochdynamischer Belastung auf der Rennstrecke sicher.Trotz elf PS Mehrleistung soll das Triebwerk dank spezieller Maßnahmen wie Bremsenergie-Rückgewinnung nicht mehr so durstig sein wie im Vorgängermodell: Mit durchschnittlich 12,6 Litern Super Plus auf 100 Kilometern rangiert der Kraftstoffverbrauch des neuen E 63 AMG um nahezu zwölf Prozent niedriger als zuvor. Auch das Getriebe hilft entscheidend bei der Kraftstoffeinsparung. Es ist mit den vier Fahrprogrammen „C“ (Controlled Efficiency), „S“ (Sport), „S+“ (Sport Plus) sowie „M“ (Manuell) ausgestattet. Die partielle Ausblendung von einzelnen Zylindern durch die Rücknahme von Zündung und Einspritzung beim Schaltvorgang unter Volllast führt zu deutlich schnelleren Schaltzeiten. Im M-Modus ermöglicht das Sportgetriebe Schaltvorgänge in 100 Millisekunden. Im verbrauchsoptimierten Fahrprogramm „Controlled Efficiency“ schaltet das Getriebe hingegen betont sanft und die Getriebesteuerung wählt bewusst frühe Hochschaltvorgänge, um die Drehzahl zu senken.

Mercedes E 63 AMG - Cockpit
Serienmäßig gibt es im Mercedes E 63 AMG eine Lederpolsterung in drei Farben, das AMG-Kombi-Instrument, Einstiegsleisten mit AMG-Schriftzug sowie Edelstahl-Sportpedale

Mehr Grip durch elektronisch geregeltes Dämpfungssystem

Das AMG-Sportfahrwerk soll sowohl die agile Fahrt auf der Rennstrecke als auch die komfortable Fortbewegung beherrschen. Während an der Vorderachse neue Stahlfederbeine zum Einsatz kommen, sind an der Hinterachse AMG-spezifische Luftfedern montiert. Vorteil dieser Lösung: Die vorderen Stahlfedern sorgen für ein feinfühligeres Ansprechverhalten, während die hinteren Luftfederbeine dank automatischer Niveauregulierung die Fahrzeughöhe unabhängig von der Beladung konstant halten.Ein neues, elektronisch geregeltes Dämpfungssystem variiert - je nach Fahrsituation - automatisch die Dämpferkennung und reduziert die Wankwinkel der Karosserie. Daraus resultiert eine blitzschnelle Anpassung zwischen optimalem Fahrkomfort und größtmöglicher Agilität. Zusätzlich kann der Fahrer per Knopfdruck zwischen den drei Fahrwerksmodi „Comfort“, „Sport“ und „Sport Plus“ wählen. Mehr Grip bei schneller Kurvenfahrt ermöglicht die neue Vorderachse mit 56 Millimetern größerer Spurweite.

Mercedes E 63 AMG - Seite
Im Vergleich zum alten Mercedes E 63 AMG soll der V8-Saugmotor durch agileres Ansprechverhalten, kräftigeren Durchzug und bessere Drehfreude überzeugen

Neu entwickelte Servolenkung und individuelles Drei-Stufen-ESP

Ebenfalls neu: Die Lenkung, deren Übersetzung um 22 Prozent direkter ist als bei den biederen Brüdern. Weiterhin sorgen die versteifte Lenksäule und die neu abgestimmte Kennlinie der geschwindigkeitsabhängigen Servounterstützung für mehr Lenkpräzision und einen besseren Fahrbahnkontakt. Das vom SL und C 63 AMG bekannte Drei-Stufen-ESP kommt nun auch in der Über-E-Klasse zum Einsatz. Über den Taster kann der Fahrer zwischen den Stufen „ESP On“, „ESP Sport“ und „ESP Off“ wählen. Perfekte Verzögerung bietet eine Hochleistungs-Bremsanlage mit rundum 360 Millimeter großen, innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben. An der Vorderachse kommt die motorsporterprobte Verbund-Technologie zum Einsatz. Kontakt zum Asphalt stellen 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 255/40 vorne und 285/35 hinten her.Zum Interieur: Als exklusive Ausstattungsdetails erweisen sich die eigenständigen, elektrisch verstellbaren AMG-Sportsitze mit optimiertem Seitenhalt und das AMG-Sportlenkrad mit Schaltpaddels. Völlig neu und exklusiv dem E 63 AMG vorbehalten ist der AMG-Wählhebel mit Tipp-Logik. In der Mittelkonsole befindet sich die AMG-Drive-Unit; sie bietet Einstellmöglichkeiten für das MCT-Sportgetriebe, die ESP-Funktionen, das Fahrwerksetup und das AMG-Programm. Serienmäßig gibt es eine feine Lederpolsterung in drei verschiedenen Farbtönen, das Kombi-Instrument von AMG und Einstiegsleisten mit AMG-Schriftzug sowie Sportpedale aus gebürstetem Edelstahl.

Mercedes E 63 AMG - Motor
Trotz elf PS Mehrleistung soll der V8-Sauger des Mercedes E 63 AMG dank spezieller Maßnahmen wie Bremsenergie-Rückgewinnung nicht mehr so durstig sein wie im Vorgängermodell

Noch mehr Individualität durch maßgeschneiderte Extras

Wünsche nach noch mehr sportlicher Individualität erfüllt das AMG Performance Studio. So lässt sich der Mercedes-Benz E 63 AMG bereits ab Werk mit einem Performance-Package fahrdynamisch aufwerten. Darin sind 19-Zoll-Leichtmetallräder samt Reifen im Format 255/35 vorne und 285/30 hinten, ein Performance-Fahrwerk mit strafferer Abstimmung, ein Hinterachs-Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung, eine Abrisskante auf dem Heckdeckel und für den Innenraum ein Performance-Lenkrad im Drei-Speichen-Design enthalten. Zur Sicherheitsausstattung des Mercedes E 63 AMG zählen die neue Müdigkeitsdetektion „Attention Assist“, das präventive Insassenschutzsystem „Pre-Safe“, der Bremsassistent Plus, sieben Airbags und crash-aktive Neck-Pro-Kopfstützen. Auf Wunsch lässt sich die Sicherheitsausstattung mit dem Spurhalte-/Totwinkel-Assistent, der Pre-Safe-Bremse mit automatischer Vollbremsfunktion bis zum Stillstand, dem adaptiven Fernlicht-Assistenten, dem Nachtsicht-Assistenten und dem Geschwindigkeitslimit-Assistenten erweitern.

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