Mini E: Unter Strom geht er wie ein Blitz

Mini bringt jetzt eine Flotte von rund 500 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen für die private Nutzung im Alltagsverkehr zum Einsatz. ( , 01.01.2009)

Der sogenannte Mini E wird von einem 204 PS starken Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku bezieht und seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder überträgt.

Die speziell für die Anwendung im Automobil entwickelte Batterietechnik ermöglicht eine Reichweite von über 240 Kilometern. Der Mini E wird im Rahmen eines Pilotprojektes ausgewählten Privat- und Firmenkunden zunächst in den US-Bundesstaaten Kalifornien, New York und New Jersey zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Einsatz des Mini E in Europa wird momentan geprüft. Seine Weltpremiere feiert der Mini E auf der Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2008).

Mini E - Innen
Im Interieur findet sich der gelbe Farbton bei den Dekorflächen und Sitzziernähten wieder

Knowhow für zukünftige Serienmodelle

Der Elektroantrieb des Mini E aktiviert ein maximales Drehmoment von 220 Nm und ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des Mini E wird elektronisch auf 152 km/h limitiert. Eine speziell an der Gewichtsverteilung des Fahrzeuges orientierte Fahrwerksabstimmung verhilft dem kleinen Elektro-Flitzer zu seiner typischen Agilität. Auch die dynamische Stabilitätskontrolle DSC passte Mini den modellspezifischen Radlasten entsprechend an. Der 1.465 Kilogramm schwere Mini E weist zudem eine ausgewogene Gewichtsbalance auf.Durch die Nutzung des Mini E im realen Alltagsverkehr ergibt sich die Möglichkeit, praxisnahe Erfahrungen in repräsentativer Bandbreite zu sammeln. Die Auswertung dieser Erkenntnisse generiert wertvolles Knowhow, das für den Entwicklungsprozess von Serienfahrzeugen genutzt werden soll.

Mini E - Heck
Der Elektroantrieb des Mini E aktiviert ein maximales Drehmoment von 220 Nm und ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 8,5 Sekunden

Design: Unverwechselbar Mini, unübersehbar neu

Der Mini E ist auf den ersten Blick als Modell der Marke erkennbar. Das Design wird um eine Reihe von Gestaltungsmerkmalen ergänzt, die auf das Antriebskonzept des Fahrzeugs hinweisen. Alle für das Pilotprojekt produzierten Exemplare erhalten eine einheitliche Lackierung und individuelle Seriennummern neben den seitlichen Blinkleuchten. Exklusiv für den Mini E wird die Karosserielackierung im Metallic-Farbton „Dark Silver“ mit einem Dach in „Pure Silver“ kombiniert. Außerdem gibt sich der Elektro-Mini durch ein speziell gestaltetes Logo im Farbton „Interchange Yellow“ zu erkennen, das auf dem Dach, an der Front, am Heck und auf der Abdeckung der Anschlussbuchse für das Batterieladekabel zu finden ist. Im Gelbton des Logos hielten die Macher auch die Dachflanken und die Außenspiegelkappen.Im Interieur findet sich der gelbe Farbton bei den Dekorflächen und Sitzziernähten wieder. Das Logo befindet sich derweil auf der Dekorleiste der Armaturentafel sowie in leicht veränderter Form und in Kombination mit dem Mini-Schriftzug auch auf den Einstiegsleisten. Darüber hinaus verfügen das Zentralinstrument und die Ladezustandsanzeige hinter dem Lenkrad über dunkelgraue Ziffernblätter mit gelber Beschriftung.

Mini E - Akkus
Der Mini E geht als Zweisitzer an den Start. Der Platz, der beim Serienmodell den Fond-Passagieren zur Verfügung steht, ist beim Elektro-Modell für den Lithium-Ionen-Akku reserviert

Energiespeicher: Lithium-Ionen-Technik der neuesten Generation

Der aktuelle Ladezustand der Batterie wird in Prozentwerten dargestellt. Im Zentralinstrument brachte Mini außerdem ein Display unter, das während der Fahrt mit roten LED-Leuchten signalisiert, wieviel Strom momentan entnommen wird. Eine grüne Beleuchtung stellt ferner den Umfang der aktuell durch Rekuperation eingespeisten Energie dar.Das auf dem aktuellen Mini basierende Fahrzeug geht als Zweisitzer an den Start. Der Platz, der beim Serienmodell den Fond-Passagieren zur Verfügung steht, ist beim Elektro-Modell für den Lithium-Ionen-Akku reserviert. Der Lithium-Ionen-Speicher verfügt über eine Gesamtkapazität von 35 Kilowattstunden (kWh) und überträgt seine Energie in Form von Gleichstrom mit einer Nominalspannung von 380 Volt an den Elektromotor. Der Akku setzt sich aus 5.088 Batteriezellen zusammen, die in 48 Modulen zusammengefasst sind.

Mini E - Dose
Anschließen kann der Fahrer den Lithium-Ionen-Akku des Mini E an jede konventionelle Netzstrom-Steckdose

Preiswertes Fahren mit Strom

Anschließen kann der Fahrer den Lithium-Ionen-Akku des Mini E an jede konventionelle Netzstrom-Steckdose. Die Aufladezeit ist eng an die im Versorgungsnetz herrschende Spannung und Stromstärke gebunden. In den USA lässt sich der Akku mithilfe einer sogenannten Wallbox aufladen, die zum Ausstattungsumfang jedes Mini E gehört. Die eine höhere Stromstärke zulassende Wallbox wird in der Garage des Kunden installiert und ermöglicht damit besonders geringe Ladezeiten. Schon zweieinhalb Stunden nach dem Ankoppeln an die Wallbox verfügt ein zuvor leerer Akku wieder über die vollständige Energiemenge.Für eine vollständige Wiederaufladung werden maximal 28 Kilowattstunden aus dem Stromnetz entnommen. Umgerechnet auf die Reichweite des Fahrzeugs genügt eine Kilowattstunde für die Distanz von 5,4 Meilen (8,69 Kilometer). So bietet der Mini E neben dem Vorzug der emissionsfreien Fortbewegung auch deutliche ökonomische Vorteile gegenüber einem Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor.

Mini E - Oben
Ein speziell gestaltetes Logo im Farbton „Interchange Yellow“ ist auf dem Dach, an der Front, am Heck und auf der Abdeckung der Anschlussbuchse des Mini E zu finden

Effizient dank „Rekuperation“

Der vorn quer unter der Motorhaube positionierte Antrieb stellt seine volle Durchzugskraft aus dem Stand heraus zur Verfügung und verhilft dem Mini E zu einem spontanen Antritt. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, übernimmt der Elektromotor die Funktion eines Generators. Dabei entsteht ein Bremsmoment und der aus der Bewegungsenergie gewonnene Strom wird in die Fahrzeugbatterie zurückgespeist. Im Stadtverkehr lassen sich rund 75 Prozent aller Verzögerungsvorgänge ohne Hilfe der Bremsanlage absolvieren. Eine intensive Nutzung dieser sogenannten Rekuperation von Energie durch den Motor führt zu einer Erhöhung der Reichweite um bis zu 20 Prozent.

BEWERTE DIESEN ARTIKEL
rating_image rating_1 rating_2 rating_3 rating_4 rating_5
KOMMENTARE
Ähnliche Artikel

Audi e-tron – Audis Wege zum Elektroantrieb

In Detroit zeigt Audi derzeit das zweite Elektro-Konzept namens e-tron. Schon auf der IAA 2009 hat Audi eine Studie vorgestellt, die e-tron heißt. Damit zeigt Audi zwei völlig verschiedene Wege zum reinen Elektroantrieb.

Startschuß für den Elektroantrieb: der THINK City kommt in diesem Jahr auf den amerikanischen Markt

Der norwegische Hersteller THINK plant den Verkauf des THINK City – einem Kleinstwagen mit reinem Elektroantrieb. Die ersten Elektroflitzer sollen in New York noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Mercedes B-Klasse F-Cell: Die Power aus der Brennstoffzelle

Mit der B-Klasse F-Cell bringt Mercedes seinen ersten unter Serienbedingungen gefertigten Brennstoffzellen-PKW auf die Straße.

Tesla Model S: Amerikaner elektrisieren die Familie

Tesla Motors macht ernst: Mit dem Model S stellen die Kalifornier ihren ersten rein elektrisch betriebenen Viertürer vor. 2011 könnte die Vision vom E-Familienmobil Realität werden.

Platz 12: Die E-Elise - Fahrbericht Tesla Roadster

Motorvision präsentiert: Die Top 20 des Auto- und Motorradjahres 2008. Die erste Fahrt im Tesla Roadster, in unserem Ranking auf Rang 12 platziert, zeigt: Ökologisch korrektes Autofahren kann auch Spaß machen. Dabei ist der Tesla kein Hybrid mit zusätzlichen Verbrennungsmotor, sondern ein reinrassiges Elektro-Auto.
Ähnliche Videos

Mini E

Mit dem Mini E blickt die BMW-Tochter in die automobile Zukunft. Doch wie alltagstauglich ist der Elektro-Knirps? Motorvision hat es getestet.

Mini John Cooper Works

Der Mini John Cooper Works ist das heißeste Renngerät unter den Kleinwagen. Patrick Simon bewegt die Knallbüchse am Limit.

Die Deutschen auf der LA Auto Show

Die deutschen Autobauer hatten auf der Los Angeles Auto Show zahlreiche Neuheiten zu bieten. Motorvision.de stellt sie vor. Video von UnitedPictures.TV

Tracktest Mini John Cooper Works

Dem Mini John Cooper Works sagt man Go Kart-ähnliche Fahreigenschaften nach. Patrick Simon zeigt, ob da wirklich etwas dran ist.

Tracktest Mini John Cooper Works

Was kann der aufgepumpte Mini Cooper S beim Tracktest? Patrick Simon gibt die Antwort.

Test Arden Mini AM3

Ein getunter Mini John Cooper Works mit großem Sportlerherz: Vorhang auf für den Arden Mini AM3.
MOTORVISION MAGAZIN
MOTORVISION AUF FACEBOOK
AKTUELLES VIDEO
Lucy bei Knud Tiroch Teil 6
FACEBOOK EMPFEHLUNGEN
BILDERGALERIEN