Mercedes E-Klasse Bluetec Hybrid

Neuvorstellung Mercedes E-Klasse Bluetec Hybrid: Schwäbische Sparstrümpfe

Peugeot war vor einigen Monaten der erste Hersteller, der bei seinem Serienmodell 3008 einen Dieselhybrid auf den Weg brachte. Mercedes zieht auf der Detroit Motorshow gleich – mit einem Hybriddoppelpack für Europa und die USA. ( , 19.12.2011)

UnbeliebteSparmobile

Die Hybridmodelle der deutschen Hersteller kommen bisher nicht so recht auf die Beine. Was immer Marken wie Mercedes, Audi, Porsche, Volkswagen oder BMW auch versuchten – die Nachfrage nach den Hybridmodellen ist auf dem Heimatmarkt Deutschland unterirdisch. Allenfalls in den USA, dort wo Autofahrer um die sparsamen Diesel nach wie vor einen weiten Bogen machen, können sich Kunden für die Teilzeit-Elektriker erwärmen. Wirklich gute Absatzzahlen sehen jedoch allenthalben anders aus.

Mercedes E 300 Bluetec Hybrid
Der Verbrauch kann sich sehen lassen. Mit 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern verbraucht der E 300 Bluetec Hybrid 15 Prozent weniger als der bereits sparsame E 250 CDI.

Während BMW im kommenden Jahr mit leistungsstarken Hybridversionen von 3er und 5er auf internationalen Kundenfang gehen will, fährt Daimler einen doppelten Weg. Statt eines 340 PS starken Benziners wie BMW kombinieren die Stuttgarter den sparsamen Dieselantrieb des E 250 CDI mit einem Elektromodul. Der Verbrauch kann sich sehen lassen. Mit 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern verbraucht der E 300 Bluetec Hybrid 15 Prozent weniger als der bereits sparsame E 250 CDI. Wer sich für einen Selbstzünder nicht erwärmen kann: mit dem Mercedes E 400 Hybrid kommt auch ein Benzinhybrid ins Modellprogramm der Stuttgarter Oberklasse.

Mercedes E 300 Bluetec Hybrid
Der E 300 Bluetec Hybrid, der auf der Detroit Motorshow Mitte Januar seine offizielle Weltpremiere feiert, wird von dem bekannten OM-651-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum angetrieben. Der Vierzylinder leistet 150 KW / 204 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Unterstützt wird der Commonrail-Diesel von einem 20 Kilowatt starken Elektromotor, der vom Start weg ein maximales Drehmoment von 250 Nm zur Verfügung stellt.

Falsch ausgezeichnet

Der eine wie der andere Mercedes ist eine Mogelpackung, denn unter der Motorhaube arbeitet weder ein 2,5 noch ein 3,0 oder gar 4,0 Liter großes Triebwerk. Der E 300 Bluetec Hybrid, der auf der Detroit Motorshow Mitte Januar seine offizielle Weltpremiere feiert, wird von dem bekannten OM-651-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum angetrieben. Der Vierzylinder leistet 150 KW / 204 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Unterstützt wird der Commonrail-Diesel von einem 20 Kilowatt starken Elektromotor, der vom Start weg ein maximales Drehmoment von 250 Nm zur Verfügung stellt. Der Elektromotor ermöglicht nicht nur einen Boost-Effekt beim starken Beschleunigen, sondern auch rein elektrisches Fahren und Segeln. Der Verbrauch soll bei 4,2 Litern Diesel liegen.

Mercedes E 300 Bluetec Hybrid
„Mit den beiden E-Klasse Modellen starten wir eine umfassende Hybrid-Offensive. Die modulare Technik öffnet uns den Weg, zügig weitere Baureihen um Hybrid-Modelle zu ergänzen“, erklärt Daimler-Entwicklungsvorstand Professor Dr. Thomas Weber.

Angriff ist die beste Verteidigung

Da sich der hybride Hauptmarkt USA für Diesel nicht erwärmen kann, führt Mercedes in die E-Klasse ein zweites Hybridmodell ein, das für die USA und später für Japan gedacht ist. Der E 400 Hybrid leistet 225 kW / 306 PS und ein maximales Drehmoment von 370 Nm. Das identische Elektromodul des E 300 Bluetec Hybrid steuert auch hier 20 kW und 250 Nm hinzu. „Mit den beiden E-Klasse Modellen starten wir eine umfassende Hybrid-Offensive. Die modulare Technik öffnet uns den Weg, zügig weitere Baureihen um Hybrid-Modelle zu ergänzen“, erklärt Daimler-Entwicklungsvorstand Professor Dr. Thomas Weber, „mit einem klaren Fokus auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Märkte können wir genau die Modelle anbieten, die unsere Kunden verlangen. Bei Business-Fahrzeugen in Europa sind dies eindeutig Diesel-Modelle.“

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