Der schnellste Fronttriebler?
450 PS in einem Fronttriebler. Kann das gutgehen? Wenn es nach Mathilda-Chef Michael Paatz geht, ist die Antwort klar. Und der vor etwa zwei Wochen in Nardo durchgeführte Hochgeschwindigkeitstest gibt den Kölner Performance-Schraubern schon mal Recht – zumindest, wenn es ums Kapitel Längsdynamik geht. Mit 293,7 km/h sorgte der GT-R1 für Aufsehen und das trotz eines daumengroßen Lochs im Ladeluftschlauch. „Leider hatten wir einige Probleme mit dem Ladeluftsystem“, zeigte sich Michael Paatz nicht ganz zufrieden mit der Performance, „so waren nicht mehr als 7.000 U/min drin.“ Hätte der Motor die anvisierten 7.400 U/min auf die Strecke gebracht, seien bei einer Leistung von bis zu 450 PS auch knapp 310 km/h möglich gewesen, so Paatz weiter. Damit wäre das Auto der erste straßenzugelassene Fronttriebler mit Vierzylindermotor, der über 300 km/h schnell ist.
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- Hauptbestandteil der Leistungssteigerung auf 450 PS ist ein Turboumbau der Firma HGP. Dazu kommen ein Ladeluftkühler, geänderte Einspritzdüsen, eine 88 Millimeter-Abgasanlage mit Klappensteuerung und diverse weitere Änderungen, deren Aufzählung hier wohl den Rahmen sprengen würde.
Aufwand, der sich lohnt
Basis für die orangene Rakete ist ein Scirocco R mit dem 265 PS leistenden Zwei-Liter-TFSI. Um die angegebenen 450 PS aus dem verhältnismäßig kleinen Aggregat zu quetschen, bedarf es also einiges an Aufwand. Hauptbestandteil der Leistungssteigerung ist ein Turboumbau der Firma HGP. Dazu kommen ein Ladeluftkühler, geänderte Einspritzdüsen, eine 88 Millimeter-Abgasanlage mit Klappensteuerung und diverse weitere Änderungen, deren Aufzählung hier wohl den Rahmen sprengen würde. Damit das DSG-Getriebe anhand der überbordenden Mehrleistung nicht direkt in die Knie geht, kommen zusätzlich eine verstärkte DSG-Kupplung und eine DSG-Softwareanpassung zum Einsatz. Laut Mathilda sind mit dem GT-R1 neben dem dicken Topspeed auch 0-100-Zeiten von knapp über fünf Sekunden und 0 auf 200 in etwa 15 Sekunden drin.
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- Die superleichten ATS GTR-Felgen in 9,5x18 Zoll mit 255/35er Dunlop Sport Maxx GT sind prädestiniert für schnelle Rundenzeiten, auch wenn das Auto beim Tuner GP sicher auf Cup-Reifen unterwegs sein wird.
Beim Tuner GP gilt es
Aber geradeaus können ja bekanntlich viele, einen vernünftigen Umbau erkennt man erst auf der Strecke. Und da muss der Mathilda-Scirocco einiges auf dem Kasten haben, wenn er gegen die starke Tuner GP-Konkurrenz etwas reißen will. In Sachen Fahrwerk ist der GT-R1 mit einem dreifach verstellbaren KW Competition-Gewinde schon mal auf der sicheren Seite. Etwas Besseres scheint es für die Strecke (und das bei durchaus vorhandenem Restkomfort für den Alltag) derzeit kaum zu geben. Die superleichten ATS GTR-Felgen in 9,5x18 Zoll mit 255/35er Dunlop Sport Maxx GT schlagen in die gleiche Kerbe und auch die Sechs-Kolben-Movit-Bremsanlage mit 370er Scheiben vorne ist über jeden Zweifel erhaben. Innen lässt der Race-Scirocco mit einem verschraubten Überrollkäfig von CarDiff, schwarzen Recaro Pole Position-Schalen und Schroth Vier-Punkt-Gurten dann ebenfalls keinen Zweifel an seiner Bestimmung. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie sich der orangene Über-Rocco in Hockenheim schlagen wird und werden gleich am Montag ausführlich vom Tuner GP berichten.

