Jubelnde Fans, leidenschaftliche Fahrer, Herzschlagfinale und schillernde Siegesfeiern – Martini Racing blickt auf vier bewegte Jahrzehnte zurück. Kaum ein Lifestyle-Sponsor ist schon so lange für den Motorsport im Einsatz. (B. Dotzler , 01.01.2009)
Die Erfolgsstory von Martini Racing beginnt 1968 in Hockenheim. Damals stiftet Martini für die Porsche-Fahrer Rennjacken, die unter Motorsportfans bis heute als wertvolle Sammlerstücke gelten. Im Gegenzug dafür tragen die Porsche-Rennwagen das Martini Racing-Logo. Damit ist der Grundstein für das Martin-Lifestyle-Sponsoring gelegt.
Zwei Porsche gehören zum Stall, die von Dechent, Koch, Lins und Kauschen bei den Europameisterschaften gefahren wurden. 1971 gehen dann drei Porsche 917 in Le Mans an den Start. Dabei erzielt der Porsche von Helmut Marko und Gijs van Lennep beim 24-Stunden-Rennen einen neuen Rekord.
Formel 1 mit Martini
Martini Racing zieht sich 1972 aus dem Langstreckenrennen zurück und steigt in die Formel 1 ein. Als Fahrer verpflichtet Martini Racing Derek Bell und Nanni Galli. Mit Bernie Eccelstone als Kopf des Brabham-Teams sowie Carlos Reutemann und Carlos Pace als Fahrer erringt das Team 1975 mehrere Siege. Reutemann und Pace belegen die ersten beiden Plätze der Fahrerwertung und fahren insgesamt auf den dritten und sechsten Platz. Das Brabham-Ford-Team wird Zweiter im Konstrukteurs-Wettbewerb.Im selben Jahr sponsert Martini Racing zum ersten Mal zwei Powerboote. Das Team ist von Anfang an erfolgreich, und die „Dry Martini“ gewinnt in den beiden folgenden Jahren die Weltmeisterschaft.Martini Racing übernimmt 1978 das Sponsoring der berühmten Lotus-Wagen. Es folgt ein aufregendes Jahr mit Mario Andretti und Carlos Reutemann am Steuer. Trotz technischer Schwierigkeiten wird Reutemann Sechster des Fahrerwettbewerbs und Lotus erringt in der Konstrukteurswertung den vierten Platz. An diesem Punkt entscheidet sich Martini Racing aus strategischen Gründen, dem Formel 1-Geschäft den Rücken zu kehren und sich wieder auf Langstreckenrennen zu konzentrieren.
Langstrecken mit Lancia
1981 beginnt die Kooperation mit Lancia für die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Die Martini Renn-Lancias triumphieren, als Patrese und Alen knapp vor Alboreto und Bettega ins Ziel kommen. Im selben Jahr gewinnen Michele Alboreto und Riccardo Patrese den Langstreckentitel in Watkins Glen.Mitte der 80er Jahre beginnt die Rallye-Ära von Martini Racing. Zwischen 1986 und 1992 führt die Partnerschaft von Martini Racing und Lancia zu sieben Weltmeistertiteln. Außerdem erreichen die Martini Racing Lancias vier Titel in der Fahrerwertung: zwei mit dem Italiener Miki Biasion und zwei mit dem Finnen Juha Kankunnen.
Mit Ford bei der Rallye
Nach Lancias Rückzug aus der Rallye tritt Martini Racing mit seinem neuen Partner Ford Racing bei den FIA Rallye-Weltmeisterschaften an. Die Fahrer sind Colin McRae, Carlos Sainz und Francois Delecour. McRae gewinnt die Safari- sowie die portugiesische Rallye und belegt mit Sainz die ersten beiden Plätze bei der Akropolis-Rallye und der Zypern-Rallye. Bei der Konstrukteurswertung kommen Ford und Martini Racing auf den zweiten Platz. Die Fahrer Sainz, McRae und Delecour werden Dritter, Vierter und Sechster der Fahrerwertung.
Zurück in die Königsklasse
Im Jahr 2006 verkündet das Martini-Team sein Comeback in die Formel 1 und übernimmt das Sponsoring des Scuderia Ferrari-Teams – dem renommiertesten Team der Formel 1. Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher führt das Team an. Kimi Räikkönen tritt 2007 in die Fußstapfen von Michael Schumacher und fährt mit einem überraschenden Sieg in Brasilien den Weltmeistertitel ein.Das Engagement von Martini jährt sich nun zum 40. Mal. Martini Racing setzt seine Kooperation mit der Scuderia Ferrari fort, da eine gute Basis für eine dauerhafte
Zusammenarbeit besteht. Der nächste Titel bleibt somit nur eine Frage der Zeit.