Ganz sicher nicht jedermanns Geschmack
Es gibt Menschen, die würden den Range Rover als fahrdynamischen Super-GAU bezeichnen. Das gilt auch für die etwas kürzere Variante, die auf den einigermaßen blasphemischen Namenszusatz „Sport“ hört. Ein Glück, dass es Tuner gibt – wie die Schweizer Dependance des Veredlers Mansory. Okay, die Jungs aus dem malerischen Örtchen Zumikonzaubern aus der britischen Wuchtbrumme kein leichtfüßiges Rennstreckentier. Aber wenigstens hält die Optik jetzt, was der Name verspricht – wenn das Bodykit ganz sicher auch nicht jedermanns Geschmack trifft.
Kann man machen, muss man aber nicht
Die Front des Range erscheint jetzt wie ein einziger riesengroßer Lufteinlass – gleich vier mit Wabengitter versehene Öffnungen zieren die Frontschürze. Diese werden von zwei senkrecht stehenden LED-Tagfahrleuchten flankiert – kann man machen, muss man aber nicht. Gleiches gilt für die Motorhaube samt Powerdome, die das Triebwerk des Range mit zusätzlicher Frischluft versorgen soll. Ob das wirklich nötig ist, bleibt angesichts recht moderater Leistungs- und Drehmomentsteigerungen von maximal 30 PS und 40 Nm im Vergleich zu den Serienmotoren eher fraglich. Aber viel mehr ist mit Sportauspuff, Sportluftfilter und geänderten Motorsteuergeräten nicht herauszuholen.
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- Nahezu alle Komponenten der Innenverkleidung sind mit Leder bezogen und können auf Wunsch mit Holz- oder Carbon-Applikationen kombiniert werden.
Unerwartetes Breitenwachstum
Doch zurück zur Optik: Als wäre der Range Rover Sport noch nicht groß genug, wächst er jetzt noch in die Breite. Dafür sorgen die Kotflügelverbreiterungen, die den Range vorne um 60 und hinten um 80 Millimeter aus dem Leim gehen lassen. Doch die müssen sein, schließlich brauchen die massiven Räder Platz: 23-Zöller mit ringsum aufgezogenen 315/25er Walzen dürften alles plätten, was sich ihnen in den Weg stellt. Das Heck verziert Mansory mit reichlich Sichtcarbon. Aus diesem Material sind der Heckdiffusor, der Dachspoiler und Zusatz-Applikationen für die D-Säulen gefertigt.
Schweizer Präzisionsarbeit ist im Innenraum des Mansory Range Rover Sport angesagt. Nahezu alle Komponenten der Innenverkleidung sind mit Leder bezogen und können auf Wunsch mit Holz- oder Carbon-Applikationen kombiniert werden. Sportlenkrad und Alu-Pedalerie gehören eh zum Tuning-Standardprogramm.

