Aktuelle Studie

Männer lassen sich im Straßenverkehr leichter ablenken

Von attraktiven Fußgängerinnen geht ein latentes Gefahrenpotential aus – zumindest dann, wenn sie ein männlicher Autofahrer erspäht. Doch auch Baustellen, die Suche nach dem richtigen Weg oder Telefonieren lenken vom Verkehrsgeschehen ab, wie eine aktuelle GfK-Umfrage im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland ergeben hat. ( , 21.01.2011)

Attraktive Fußgängerinnen als Gefahrenpotential

Männer reagieren stärker auf gut aussehende Passanten als Frauen. So lässt sich jeder fünfte Mann von attraktiven Fußgängern vom Straßenverkehr ablenken – Autofahrerinnen zeigen sich da konzentrierter: Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, sich von attraktiven Passanten beirren zu lassen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland.

Ablenkung im Straßenverkehr
Mit knapp 47 Prozent stehen Baustellen bei beiden Geschlechtern ganz oben auf der Ablenkungsliste.

Baustellen kosten Aufmerksamkeit

Mit knapp 47 Prozent stehen Baustellen bei beiden Geschlechtern ganz oben auf der Ablenkungsliste. Auf der Suche nach dem richtigen Weg lassen sich 56 Prozent vom Verkehrsgeschehen ablenken. Auch das Telefonieren und das Schreiben von SMS-Nachrichten kosten Aufmerksamkeit: Knapp 45 Prozent der Befragten Autofahrer geben an, dass sie sich dadurch vom Straßenverkehr abwenden. Auffällige Werbung empfinden rund 18 Prozent als störend und 16 Prozent lassen sich von besonders schönen Landschaften vom Verkehrsgeschehen auf andere Gedanken bringen.

50 Prozent der Autofahrer erlebten bereits kritische Situationen

Mehr als die Hälfte der Befragten bestätigten außerdem, während einer Autofahrt bereits einmal in einer brenzligen Situation gewesen zu sein – ausgelöst durch Ablenkungen. Offenbar wird die Gefahr, die Telefonieren oder das Schreiben von Kurznachrichten während der Fahrt mit sich bringen, unterschätzt.

Ablenkung am Steuer
Auch Frauen lassen sich am Steuer ablenken, sind aber längst nicht so gefährdet wie Männer.

Mehrheit wünscht sich bessere Fahrbahnausleuchtung

Auf die Frage, welche Maßnahmen im Straßenverkehr Unfälle vermeiden können, nannten fast zwei Drittel der Deutschen Autofahrer eine bessere Fahrbahnausleuchtung und mehr als 50 Prozent eine bessere Fahrbahnmarkierung. Immerhin: Knapp 42 Prozent sind der Ansicht, ein Verbot sämtlicher Aktivitäten während der Fahrt, wie essen, trinken, rauchen und sogar telefonieren mit Freisprechanlage helfe, Unfälle zu vermeiden. Erstaunlich ist auch, dass 25 Prozent der Autofahrer ein generelles Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen befürworten.

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