Lucas di Grassi: Der ewige GP2-Pilot
Endlich hat es Lucas di Grassi in die Formel 1 geschafft. Nachdem der Brasilianer in der GP2-Serie zu versauern schien, bekommt er nun seine Chance beim Neuling Virgin-Cosworth. Mit seinem relativ späten Einstieg in die Königsklasse – di Grassi ist bereits 25 Jahre alt – untermauert er einmal mehr seinen Ruf als Spätstarter.
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- Nach einem langen Anlauf in der GP2-Serie ist Lucas di Grassi endlich in der Formel 1 angekommen. Dort trifft er im Virgin-Team auf seinen ehemaligen Widersacher Timo Glock.
Der späte Schritt nach Europa
Zu Beginn seiner Karriere bleibt di Grassi verhältnismäßig lange in seiner Heimat. Im Kartsport gewinnt er in Südamerika so gut wie alles, was es zu gewinnen gibt. In der brasilianischen Formel Renault wird di Grassi 2002 schon in seiner ersten Saison Vizemeister, genau wie ein Jahr später in der brasilianischen Formel 3-Meisterschaft. Diese Konstanz bringt ihm einen Platz im Nachwuchskader von Renault ein, Flavio Briatore nimmt di Grassi persönlich unter seine Fittiche. Für den Brasilianer ist endgültig die Zeit für einen Wechsel nach Europa gekommen.
Starke Auftritte in der GP2-Serie
Dort kann di Grassi durchaus überzeugen. 2004 startet er in der britischen Formel 3-Meisterschaft, ein Jahr später wird er Gesamt-Dritter in der Formel 3 Euroserie. Gleichzeitig absolviert di Grassi erste Testfahrten für das Renault-Formel 1-Team. 2006 folgt der Aufstieg in die GP2-Serie, wo di Grassi mit Platz 16 in der Endabrechnung eher enttäuscht. 2007 geht es aufwärts, di Grassi wird Vizemeister hinter seinem jetzigen Teamkollegen Timo Glock. Während Glock zu Toyota in die Formel 1 wechselt, muss di Grassi noch zwei Jahre im Formel 1-Unterbau bleiben. Dort kann er mit zwei dritten Plätzen in der Gesamtwertung sein Potenzial jedoch bestätigen. Auch wenn es bei Virgin-Cosworth sicher schwer wird, diese Erfolge zu untermauern: Für den ewigen GP2-Piloten Lucas di Grassi ist der Aufstieg in die Formel 1 bereits ein Erfolg.

