Die Veröffentlichung im Fachmagazin „Promobil“ versprach bereits das Ende der Verunsicherung: Es gebe Nachrüstmöglichkeiten, mit denen sich Fahrzeuge, die nach dem jetzigen Stand von Fahrverboten in Umweltzonen betroffen wären, auf Euro 3 tunen ließen. Die Publikation löste Wirbel aus - und ist möglicherweise falsch.
Denn es ist große Vorsicht geboten, warnen die Experten von „Reisemobil International“ in der Mai-Ausgabe des Magazins. Testredakteur Ingo Wagner: "Taucht ein Basisfahrzeug im Lieferprogramm eines Filterspezialisten auf, so handelt es sich meist um eine seltene, als Pkw zugelassene Variante des jeweiligen Transporters." Wer trotzdem montiert, riskiert, dass die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) seines Reisemobils erlöscht, was empfindliche Strafen und im Falle eines Unfalles schlimme rechtliche und finanzielle Folgen haben kann.Auch Technikexperte Daniel Onggowinarso vom Herstellerverband CIVD warnt vor schwarzen Schafen, die sich im Internet tummeln und Euro-3-Plaketten für alte Diesel versprechen. Onggowinarso: "Es sind uns Fälle bekannt, bei denen Sachverständige die Eintragung eines Katalysators oder Filters bereits verweigert haben, da das Zustandekommen der Betriebserlaubnis etliche Fragen aufwirft.“Licht ins Dunkel bringt die Fachzeitschrift „Reisemobil International“: Welche Möglichkeiten der Nachrüstung gibt es bereits jetzt? Wie arbeiten die Systeme? Und welche Fahrzeuge haben bereits serienmäßig einen Partikelfilter an Bord? Die Antworten gibt es in der aktuellen Mai-Ausgabe.

