Neuer Escape
Eigentlich ist die Los Angeles Auto Show im ökologisch orientierten Kalifornien eher eine Domäne nicht-amerikanischer Marken, vor allem der Japaner. Doch in diesem Jahr sind es die "Big Three" Ford, GM und Chrysler, die vor Kraft kaum laufen können. Ein Highlight der Messe ist der neue Ford Escape, der in Europa designt wurde und dort als nächster Kuga auf den Markt kommt. Das auf Fords globaler C1-Plattform entwickelte Kompakt-SUV soll im Vergleich zum alten Escape 20% weniger Sprit verbrauchen und hat zahlreiche neue Technologien an Bord.
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- Chrysler präsentiert die Sondermodelle Dodge Challenger SRT-8 Yellow Jacket und Charger SRT-8 Super Bee - als Hommage an das Muscle Car Dodge Coronet Super Bee aus den späten 60er Jahren.
Power und Luxus
Von alternativen Antrieben - der bisherige Escape ist immerhin als Hybrid zu haben - ist allerdings noch keine Rede. Ohnehin hat man in L.A. den Eindruck, dass der in Krisenzeiten hastig angepinselte grüne Anstrich der "Big Three" schnell abgeblättert ist. Sieht man von Ausnahmen wie der US-Version des Winzlings Chevrolet Spark ab, stehen die PS-Bolzen im Vordergrund. Chevrolet zeigt den Camaro in der Hochleistungsversion ZL1, die mit 580 PS in rund vier Sekunden von 0 auf 100 km/h jagt. Der neue Cadillac XTS gehört auch nicht gerade zu den Kostverächtern und soll GMs Position im Luxussegment stärken. Chrysler präsentiert die Sondermodelle Dodge Challenger SRT-8 Yellow
Jacket und Charger SRT-8 Super Bee - als Hommage an das Muscle Car Dodge
Coronet Super Bee aus den späten 60er Jahren. Selbst der Winzling Fiat
500, der unter dem Chrysler-Dach verkauft wird, steht nicht etwa als
Sparmobil im Rampenlicht, sondern in der hochgezüchteten Abarth-Version.
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- Ford bietet Camaro und Co. mit dem Shelby GT-500 Paroli. Das 650 PS-Monster knackt die 200 Meilen-Grenzen, ist also mehr als 320 km/h schnell.
Mustang vs. Camaro
Ford bietet Camaro und Co. mit dem Shelby GT-500 Paroli. Das 650 PS-Monster knackt die 200 Meilen-Grenzen, ist also mehr als 320 km/h schnell. Auch der normale Mustang bekommt im Rahmen eines leichten Facelifts mehr Pferde unter der Haube, bevor voraussichtlich 2014, passend zum 50-jährigen Modelljubiläum, eine ganz neue Mustang-Generation auf den Markt kommt. Zurzeit kommt der Mustang bei den Verkaufszahlen allerdings nicht an den Camaro heran. Im Jahr 2011 fanden bislang mehr als 76.000 Camaros ihre Käufer, aber nur etwas mehr als 61.000 Mustangs.
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- Von derartigen Verbräuchen ist nicht nur der Chevrolet Camaro noch meilenweit entfernt. Die neuen Bestimmungen erfordern von den Autoherstellern Entwicklungsaufwand in Milliardenhöhe, den diese natürlich auf ihre Kunden umlegen werden.
Ambitionierte Ziele
Das Hubraum-gestützte Selbstbewusstsein spiegelt die aktuellen Verkaufszahlen der Big Three wider. Auf dem wichtigsten US-Einzelmarkt Kalifornien zum Beispiel feiern die Händler von GM, Ford und Chrysler zweistellige Zuwächse, für das Gesamtjahr 2011 wird ein Plus bei den Neuzulassungen von 20 Prozent erwartet. Dabei sind die langfristigen Aussichten alles andere als rosig, nicht nur wegen der drohenden neuen Weltwirtschaftskrise. Hinter verschlossenen Türen wird gerade heftig um die neuen Verbrauchsstandards gerungen, die die US-Regierung ab 2017 einführen will - im Anschluss an die 2009 beschlossenen Standards für die Jahre 2012 bis 2016. Bis 2025 sollen PKW im Schnitt einen Verbrauch von 54,5 Meilen pro Gallone erzielen, das sind umgerechnet etwa 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Davon sind die US-Autobauer noch meilenweit entfernt. Die neuen Bestimmungen erfordern von den Autoherstellern
Entwicklungsaufwand in Milliardenhöhe, den diese natürlich auf ihre
Kunden umlegen werden. Schon die ab 2012 geltenden Regeln werden jedes
Auto im Verkauf durchschnittlich 950 Dollar teurer machen, schätzt die
US-Regierung. Die Regularien für 2025 könnten Autos sogar zwischen 1000
und 3000 Dollar verteuern.
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- Hubraumrießen wie dem Charger soll bis 2025 der Gar ausgemacht werden. Der Verbrauch aller Autos soll bis dahin auf 4,3 Liter gesenkt werden.
Verbrauch senken, Öl sparen
Dem gegenüber steht eine erhoffte Verbrauchsersparnis enormen Ausmaßes. "Zusammen mit anderen Maßnahmen der Effizienzsteigerung im Transportsektor wird das den Amerikanern eine Kostenersparnis von 1,7 Billionen US-Dollar einbringen und den Ölverbrauch um 2,2 Millionen Barrel pro Tag reduzieren", rechnet Heather Zichal vor, stellvertretende Assistentin des US-Präsidenten für Energie und Klimawandel. Das Programm sehe auch finanzielle Anreize vor, damit sich Techniken wie Hybridantrieb für Pick-Ups schneller durchsetzten, betont Zichal. Anreize für Dieselfahrzeuge werden dagegen wohl ausbleiben, was nicht zuletzt den deutschen Autobauern sauer aufstößt.
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- Der neue Cadillac XTS gehört auch nicht gerade zu den Kostverächtern und soll GMs Position im Luxussegment stärken.
Schlupflöcher in den Regularien
Der Kampf der Lobbyisten für und gegen die neuen Regularien geht daher weiter, auch wenn zahlreiche Autohersteller inklusive der "Big Three" bei deren Ausarbeitung einbezogen wurden. Befürworter feiern die geplanten Verbrauchsstandards als richtigen Schritt hin zu einer sinkenden Abhängigkeit von Öl-Importen. Kritiker fürchten, dass langfristig das PKW-Preissegment unterhalb von 15.000 US-Dollar komplett verschwinden könnte. So ambitioniert die neuen Regularien auch sind, es gibt Schlupflöcher. So müssen SUV und Pick-Ups im Vergleich zu Kleinwagen ihren Spritverbrauch weniger stark reduzieren. Außerdem soll es während des Programms eine Zwischenbilanz geben, damit die Verbrauchsziele nachträglich angepasst werden können.

