Sechs Gesamtsiege in sieben Jahren: Seit 2000 hat Audi dem Langstreckenklassiker seinen Stempel aufgedrückt und die Sportwagen-Prototypen R8 und R10 TDI unsterblich werden lassen. Selbst am Bentley-Triumph 2003 – dem ebenfalls sechsten der Firmenhistorie - waren die Ingolstädter nicht ganz unbeteiligt. Denn im grünen Boliden aus England schlägt seinerzeit ein von Audi geliefertes V8-TFSI-Herz. Um die eigenen Erfolge nochmals Revue passieren zu lassen und auch andere legendäre Le Mans-Rennwagen zu Ehren, zeigt Audi im Ingolstädter museum mobile ab 1. März die Sonderausstellung „24 heures – Die Legende von Le Mans“.
Die Ausstellung zeigt die erfolgreichsten Boliden aus allen Epochen des berühmten Langstreckenrennens, das 1923 erstmals stattgefunden hat und in diesem Jahr seine 75. Auflage feiert. An die Vorkriegs-Ära erinnern mehrere Bentley-Renner, die in den Zwanziger Jahren für Furore gesorgt haben, und der seinerzeit weit überlegene Bugatti T 50 S der späten Dreißiger Jahre. Natürlich dürfen die Le Mans- Superstars bei der Ausstellung nicht fehlen: Der Siegerwagen von 1953, ein Jaguar C-Type, ist ebenso in Ingolstadt zu sehen wie die Sechziger Jahre-Ikone Ford GT40 oder der brachiale Porsche 917 aus den Siebzigern.Zudem präsentieren sich erstmals alle Siegerwagen mit Audi-Technologie in einer Ausstellung: Ein Audi R8 von 2000 ist ebenso zu sehen wie der Bentley Speed 8 und der Audi R10 TDI, der erste Diesel-Rennwagen, der im vergangenen Jahr das 24 Stunden-Rennen gewonnen hat.Doch die Sonderausstellung zeigt nicht nur die Helden des Rennens, sondern blickt auch über den Tellerrand. Zum Beispiel mit dem Lola T 920, der nicht nur mit seiner eigenwilligen „The Wall“Lackierung, sondern auch seiner Historie auffällt. Denn das Auto stammt aus der Privatsammlung des Pink Floyd-Schlagzeugers Nick Mason. Mit diesem Auto sollte der Hobby-Rennfahrer 1981 in Le Mans teilnehmen, um ein neues Album der Rockband zu promoten. Nicht fehlen werden darüber hinaus die Geschichten in und um Le Mans – von den Anfängen über die Kino-Filme, Stars, Sternchen und Sponsoren, bis hin zu den berühmten Michel Vaillant-Comics. All das, was den „größten Rummelplatz Frankreichs“, wie Le Mans auch genannt wird, zum alljährlichen Anziehungspunkt für Hunderttausende Motorsportbegeisterte aus aller Welt macht.Die Ausstellung endet übrigens, wenn in Le Mans in diesem Jahr die Zielflagge für das 24 Stunden-Rennen fällt: am 17. Juni. Und wer weiß: Vielleicht knallen im Ingolstädter museum mobile an diesem Tag die Sektkorken, um den siebten Audi-Sieg zu feiern.

