Langeweile reloaded – der neue Toyota Auris
Mit angeblich markanterem Design und überarbeitetem Innenraum startet der Toyota Auris in die zweite Halbzeit seines Modellzyklus. (Florian Bauer
, 16.03.2010)
Golf-Jäger mit Biedermann-Image
Drei Jahre nach seiner Einführung schärft Toyota den Auris leicht nach. Und das ist auch dringend notwendig. Eigentlich als Golf-Jäger angetreten, dümpelt der Japaner bei den Verkaufszahlen auf niedrigem Niveau. Das langweilige und mutlose Design scheint selbst hartgesottene Toyota-Fans abzuschrecken. Die jüngste Qualitätsdebatte um fehlerhafte Gaspedale ließ das Image schließlich vollends zu Boden gehen. Mit dem im Detail verbesserten Auris wagt Toyota jetzt einen zweiten Anlauf.
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- Änderungen an Motorhaube, Kühlergrill, Scheinwerfern, Stoßfängern und Spoiler sollen den neuen Auris laut Pressetext „markanter und selbstbewusster“ wirken lassen.
Nur minimale Designretuschen
Änderungen an Motorhaube, Kühlergrill, Scheinwerfern, Stoßfängern und Spoiler sollen den neuen Auris laut Pressetext „markanter und selbstbewusster“ wirken lassen. Eine graue Maus bleibt der Toyota trotzdem. Mehr Dynamik in der Seitenansicht hätte dem Japaner sicherlich gutgetan. Trotz Facelift ist dem Auris also weiterhin der Titel „Langweiler der Klasse“ sicher. Auch den Innenraum modifiziert Toyota nur leicht. Die Werkstoffe oberhalb der Armaturentafel und am Handschuhfach tauschen die Innenraumgestalter gegen neue Soft-Touch-Materialen aus. Diese sollen sich nicht nur besser anfühlen, sondern auch eine hochwertigere Gesamtanmutung bieten. Die Ablage der Mittelkonsole liegt nun um 50 Millimeter höher, zeigt sich mit Stoff überzogen und dient damit ab sofort auch als Armlehne. Das Lenkrad erhält eine optimierte Form und neue Bedienfunktionen. So lassen sich neben der Audioanlage nun ebenso das Multi-Info-Display sowie die Bluetooth-Freisprecheinrichtung für Mobiltelefone über die Regler am Volant bedienen. Des Weiteren liegen Schalter und Knöpfe am Lenkrad nun in einer griffgünstigeren Position.
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- Mit dem im Detail verbesserten Auris wagt Toyota jetzt einen zweiten Anlauf.
Hybrid im Kompakten
Innovativer als bei der Optik zeigt sich der Toyota hingegen beim Antrieb. Der Auris wird das erste Fahrzeug im Kompaktsegment sein, bei dem der Kunde zwischen einem Benzin-, Diesel- oder Vollhybrid-Antriebsstrang wählen kann. Mit CO2-Emissionen von 89 g/km und einem Kraftstoffverbrauch von 3,8 l/100 km setzt der Auris Hybrid dabei Bestwerte in der Kompaktklasse. Preise für die Hybridvariante nennt Toyota noch nicht. Der Einstieg beim Standard-Auris beginnt bei 16.650 Euro.
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