Viele Auto- und Motorradfahrer behandeln ihre Reifen noch immer nachlässig. Denn zu stark abgefahrene Reifen, poröse Pneus und nicht erlaubte Rad-Reifen-Kombinationen sind die häufigsten Gründe für Beanstandungen auf dem Reifensektor bei den Hauptuntersuchungen des Jahres 2011 in KÜS-Einrichtungen. In der KÜS sind freiberufliche Kfz-Sachverständige organisiert, die im vergangenen Jahr rund 2,6 Millionen Hauptuntersuchungen vorgenommen hatten. Sie weisen in ihrer aktuellen Mängelbilanz zum Thema Reifen rund 38 000 Beanstandungen nach. Davon entfielen die allermeisten ( 34 500 Fahrzeuge) auf den Mangel „unzureichende Profiltiefe“. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, die KÜS empfiehlt jedoch eine Mindesttiefe von 3 Millimeter. Brüchige oder beschädigte Reifen gehören zu den schwerwiegenden Mängeln, die als „erheblich“ oder sogar als „verkehrsunsicher“ eingestuft werden.

