Kombi auf italienische Art

Das Wort „Kombinationskraftwagen“ definiert Alfa Romeo mit dem neuen 159 Sportwagon auf seine Weise: Die Italiener kombinieren Emotionen und Eleganzmit einer Brise Sportlichkeit. Viel Gepäck können andere schleppen. (C. Fulk , 01.01.2009)

Kombi – die Abkürzung für „Kombinationskraftwagen“. Ursprünglich beschreibt diese Bezeichnung einen PKW mit guten Ladeeigenschaften, meist zu erkennen am Steilheck. Nun bringt auch Alfa Romeo seinen neuen Mittelklasse-Kombi auf den Markt. Allerdings interpretieren die Italiener das Wort „Kombinationskraftwagen“ ein wenig anders: Der 159 Sportwagon kombiniert Eleganz, Emotionen und sportliches Ambiente. Den Lademeister dürfen in dieser Klasse andere spielen.

Der 159 Sportwagon tritt in große Fußstapfen. Denn beim Vorgänger Alfa 156 betrug der Kombi-Anteil satte 70 Prozent. Was das Design angeht, hat der Neue allemal das Zeug, die Erfolgsstory fortzuschreiben - der perfekte Mix aus Eleganz und Dynamik. Trotzdem ist die Linienführung schnörkellos. Kein Wunder, immerhin hatte Design-Papst Giorgetto Giugiaro seine Finger mit im Spiel. Alles ist typisch Alfa: Lange Motorhaube mit aggressivem Blick, stämmiger Auftritt dank breiter Spur und hoher Gürtellinie, groß dimensionierte Räder und ein elegantes, sanft abfallendes Heck mit den alfa-typisch langgezogenen Leuchten. Weiterer Designkniff am Sportwagon-Hinterteil: Der untere Knick in der Heckscheibe im Stile des Brera-Coupés, auch eine Giugiaro-Kreation.Das Gepäck dürfen andere schleppenAnders als bei den meisten Konkurrenten ist der Alfa 159 Sportwagon mit 4,66 Metern genauso lang wie die Limousine. Auch der Radstand stimmt mit 2,70 Meter überein. Klar, dass da die typischen Kombi-Eigenschaften (gutes Raumangebot, großer Kofferraum, hohe Variabilität) ein wenig auf der Strecke bleiben. Der Kofferraum bietet mindestens 445 und maximal 1.235 Liter Volumen – das ist allenfalls Durchschnitt. Zum Vergleich: Der Raumriese VW Passat Variant schluckt zwischen 603 und 1.731 Liter Gepäck. Richtig unpraktisch sind die schmale Kofferraumöffnung und die hohe Ladekante. Sogar eine Dachreling kostet extra. Immerhin bietet er eine im Verhältnis von 60:40 teilbare Rückbank.Beim Sportwagon kommen die sechs Triebwerke zum Einsatz, die auch die 159-Limousine befeuern. Einstiegsvariante ist der 1,9 JTDM-Turbodiesel mit nur acht Ventilen, aber immerhin 120 PS. Zwei Ventile mehr pro Zylinder und 150 PS bietet der 1,9 JTDM 16V. Stärkster Selbstzünder im 159 Sportwagon-Bunde ist der 2,4 JTDM mit 200 PS – ein bäriger Fünfzylinder, der sein Potential bereits im Motorvision-Fahrbericht der 159 Limousine unter Beweis gestellt hat. Bei den Benzinern geht es erst bei 160 PS los – im 159 Sportwagon 1,9 JTS. Stärkster Vierzylinder ist der 2,2 JTS mit 185 PS. Wer richtig sportliche Ambitionen hegt, sollte zum Sechszylinder mit der verwirrenden Zahlen-Buchstaben-Kombination „3.2 JTS V6 24V Q4“ greifen. 260 PS und permanenter Allradantrieb sind eine klare Ansage! Die schwächeren Versionen werden von den Vorderrädern angetrieben. Die Kraftübertragung besorgt bei allen Varianten eine Sechsgang-Box. Eine Automatik und das automatisierte Selespeed-Getriebe schiebt Alfa demnächst nach.Hohes SicherheitsniveauAuch in Sachen Sicherheit weiß der neue Alfa-Kombi zu überzeugen. Im Euro-NCAP-Crashtest räumte er die höchstmögliche Anzahl von fünf Sternen ab. Auch die insgesamt sieben Airbags (ein achter – Knieairbag für den Beifahrer – ist optional erhältlich) beruhigen das Gewissen. Für aktive Sicherheit sorgen das elektronische Stabilitätsprogramm VDC, eine Antriebs-Schlupfregelung, ein hydraulischer Bremsassistent, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und eine Berganfahrhilfe.Im Innenraum herrscht typisches Alfa-Flair. Die zahlreichen Rundinstrumente tragen eine silberne Einfassung, das Cockpit orientiert sich zum Fahrer hin. Zur Basisausstattung „Progression“ gehören unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, Audioanlage mit CD-Player und Klimaanlage. Bei der „Distinctive“ Variante sind 17-Zöller, Klimaautomatik, Tempomat sowie Licht- und Regensensoren mit an Bord. In den Top-Dieseln und –benzinern kommen noch Ledersitze und eine Sitzheizung hinzu.Zu den Preisen: Die Basisversion 1,9 JTDM 8V „Progression“ kostet 27.150 Euro. Das Topmodell 3.2 JTS V6 24V Q4 „Distinctive“ steht mit 39.100 Euro in der Preisliste. Bereits am 25. März steht der Alfa 159 Sportwagon bei den Händlern.

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