Schnelle Eingreiftruppe
Die Jungs von Kicherer sind traditionell von der ganz schnellen Sorte. So auch diesmal: Da feiert der Mercedes SLS Roadster gerade einmal ein Wochenende lang seine Weltpremiere vor dem interessierten IAA-Publikum, schon legen die Baden-Württembergerein umfangreiches Tuningprogramm für die Roadster-Schönheit auf. Und präsentieren dieses nicht etwa mit irgendwelchen vagen Skizzen, wie es aktuell die Fraktion der Porsche-Veredler beim neuen Elfer tut, sondern mit richtigen Fotos. Und einen neuen Namenszusatz verpassen die Stockacher dem Affalterbacher Frischluft-Spaßmacher auch gleich noch. Er heißt jetzt Kicherer SLS Roadster Supersport GT/R.
-
- Die Leistung steigert Kicherer in zwei Stufen. Per Elektroniktuning und Sportluftfilter von 571 auf 630 PS, mittels Fächerkrümmern und Sportkatalysatoren auf 650 PS und 720 Nm.
Ein Frontgrill sorgt für Zündstoff
Zugegeben: So richtig viel haben die Mercedes-Spezis an der Außenhaut des offenen SLS nicht verändert. Aber warum auch, schließlich räumt bereits das Coupé einen Designpreis nach dem anderen ab – beim Roadster wird das nicht anders sein. Okay, für den Kicherer SLS muss das nicht zwangsläufig gelten, denn gerade der neue sternlose GT-Frontgrill mit Vertikal-Streben wird die Gemüter erhitzen und für Zündstoff in so mancher benzingeschwängerter Stammtisch-Diskussion sorgen. Frontspoilerlippe, Seitenschweller und Aerodynamik-Finnen für Motorhaube und Kotflügel – alle aus Carbon gefertigt – fügen sich schon deutlich harmonischer in das ästhetische Gesamtkunstwerk namens Mercedes SLS AMG ein.
Hochnäsig und großfüßig
Gleiches gilt für die dreiteiligen Leichtbau-Felgen namens „RS1“, die Kicherer im 20-Zoll-Format in die Radhäuser presst. Bordsteinkanten dürften der natürliche Feind der edlen Rundlinge sein, genau wie dies fiese Tiefgarageneinfahrten oder Temposchwellen für die Frontlippe sind. Und so verfügt das Gewindefahrwerk über ein „Front Up“-System, welches das SLS-Näschen in die Höhe reckt und derlei Gemeinheiten den Schrecken nimmt. Apropos: Nun präsentiert sich der Mercedes SLS schon im Serienzustand klanggewaltig, doch dank des neuen Klappen-Sportauspuffs mit vier Endrohren dürfte sich auch die Artikulation des Kicherer-Pendants zwischen gemein und erschreckend laut anordnen.
-
- Nun präsentiert sich der Mercedes SLS schon im Serienzustand klanggewaltig, doch dank des neuen Klappen-Sportauspuffs mit vier Endrohren dürfte sich auch die Artikulation des Kicherer-Pendants zwischen gemein und erschreckend laut anordnen.
Zwei-Gänge-Menü zum Stillen des Leistungshungers
Die Leistung steigert Kicherer in zwei Stufen. Im ersten Schritt heben die Mannen vom Bodensee die Power mit Elektroniktuning und einem neuen Sportluftfilter von 571 auf 630 PS an. Wer noch mehr Leistungshunger an den Tag legt, kann diesen zusätzlich mit Fächerkrümmern und Sportkatalysatoren – oder anders ausgedrückt: 650 PS und 720 Nm – stillen. Damit sprintet der Open-Air-SLS in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 (Serie: 3,8 Sekunden) und erreicht einen abgeregelte
Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h (Serie: 317). Das Sprichwort könnte
nun also auch lauten: Der schnelle Vogel fängt den Wurm.

