Jahrespressekonferenz

Keine Billigmarke bei Peugeot und Citroen

Eine Billigmarke wie Dacia bei Renault wird es bei Peugeot und Citroen (PSA) nicht geben. Auch werden die ehemaligen Marken Simca und Talbot, deren Rechte bei PSA liegen, nicht auferstehen, so Thomas Bauch, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland anlässlich der Jahrespressekonferenz. ( , 09.02.2012)

Der französische PSA-Konzern mit seinen beiden Marken Peugeot und Citroen wird im Rahmen seiner Zukunftsstrategie eine andere Linie als Renault einschlagen. Eine Billigmarke wie Dacia bei Renault wird es bei Peugeot und Citroen auch in Zukunft nicht geben. Auch werden weder die ehemaligen Marken Simca noch Talbot, deren Rechte bei PSA liegen, nicht wieder auferstehen, so Thomas Bauch, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland anlässlich der Jahrespressekonferenz des Autoimporteurs.

Um den französischen Autokonzern wieder auf Kurs zu bringen, und Anschluss an den erklärten Hauptkonkurrenten VW zu finden, sollen die Fahrzeuge künftig höherwertiger ausfallen. Man will also bei der Qualität des Designs und beim Image zulegen. Die Ausstattung sieht der deutsche Peugeot-Chef im Vergleich zur Konkurrenz schon recht umfangreich, "was aber zu wenig bekannt ist", so Bauch. Dies gelte für die beiden PSA-Marken Peugeot und Citroen. Die Kommunikation der besonderen Wertigkeit der Produkte, zum Beispiel durch Werbekampagnen, habe für 2012 Vorrang. Das Engagement im Motorsport werde dem untergeordnet. Das Thema Motorsport könnte frühestens 2013 wieder aktuell werden.

Kein Thema in den geplanten Marktstrategien sei der Aufbau einer eigenen Billigmarke analog Dacia bei Renault. Es habe sich gezeigt, dass eine solche Politik den Kannibalismus unter den etablierten Marken verstärkt. Der Kunde, der sich für eines der teuren Automodelle interessiere, sehe im Verkaufsraum plötzlich eine preisgünstigere Alternative und würde dann da zugreifen. Zu bedenken sei bei einer Stamm- und Billigmarkenstrategie grundsätzlich: Ein Imagetransfer von der gehobeneren zur billigeren Automarke findet durchaus statt. Die Billigmarke werde dabei im Ansehen angehoben, die Stammmarke abgewertet. Zudem entwickeln die Kunden die Meinung, dass die preisgünstigere Marke hinsichtlich Qualität und Service der teuren Marke in nichts nachstehe, denn beide kommen von einem Autohersteller.

„Wir werden unsere Strategie, etablierte Modelle weiter zu produzieren und parallel zu neuen Baureihen als preisgünstige Alternative anzubieten, beibehalten“, stellt Bauch klar. Damit meint er vor allem den Peugeot 206+, der immer noch im Programm ist, obwohl das Nachfolgermodell 207 bereits auf dem Markt ist.

Diese Strategie gelte jedoch nur für Kleinwagen. Bei größeren Fahrzeugen wie zum Beispiel dem 407, der 2011 durch den 508 abgelöst wurde, funktioniere das nicht. Während bei Kleinwagenkäufer der Preis ein entscheidendes Kriterium ist, was für das weitere bestehende Angebot eines abgelösten Modells spricht, würden Käufer von Mittelklassewagen auch auf neueste Technik großen Wert legen.

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