Katharina Kuhlmann unterwegs auf der ersten Millionärsmesse in München. (Katharina Kuhlmann , 01.01.2009)
Als die offizielle Einladung für die Präsentation meiner Drift Queen auf der ersten deutschen Luxus- und Millionärsmesse kam, fühlte ich mich natürlich am Bauch gepinselt. Aber mal ganz im Ernst: Kann mein 90.000 Euro-Nippon-Bolide mit einem mit Diamanten besetzten Bentley auch nur ansatzweise mithalten?
Wenn man an Berichterstattungen über die Luxusmesse in Moskau zurückdenkt, schwirren einem zahlreiche Assoziationen durch den Kopf: Über russische Milliardäre, die noch das ein oder andere exklusive Accessoire für ihre Luxus-Villen suchen, sei es ein Luxusbett zu 80.000 Euro oder ein Konzertflügel aus Platin. Vielleicht auch eins der schlüsselfertigen Schlösser im Stil Zar Peter des Großen? Ein 50.000 Euro-Parfüm für die Begleiterin oder doch ein goldenes Handy zu einer Million?
30 Euro für 15 Minuten
Doch bei meiner Anreise zur Praterinsel nach München kam mir alles andere als nur ein Hauch dieser Dekadenz entgegen, sondern ganz im Gegenteil: sehr herzliche und bodenständige Besucher und Aussteller, so dass ich mich sehr wohl fühlte. Von Glamour und Luxus spürte und sah ich sehr wenig. Die gesamte Messe war sehr überschaubar und nach kurzer Zeit auch leider „abgefrühstückt“. Es gab erlesene Kunst (bis zu 3.000.000 Euro), Pelzmäntel, Wasserflaschen mit Svarovski-Steinen besetzt, Whirlpools, Strandkörbe, Flügel, Massage-Stühle, allerdings gab es keine besonders herausragenden Glanzpunkte. Den Besuchern, die brav 30 Euro Eintritt zahlten, stand die Enttäuschung schnell ins Gesicht geschrieben, als sie nach gut 15 Minuten schon die Messe in und auswendig kannten.Ich sollte wirklich nicht meckern, denn für mich hat sich die Sache wirklich gelohnt, denn ich hatte diverse interessierte Leute um mein Auto verteilt. Doch das waren hauptsächlich Damen und Herren der Presse, die mich wiedererkannten und sich angeregt mit mir über Rennsport und Tuning unterhielten. Und mir auch schnell mitteilten, dass es der Messe an Superlativen ein wenig gemangelt hätte.
Bessere Köche und bessere Fahrer
Mein Kamerateam und ich wurden kulinarisch am Stand von Peter Hegemann verköstigt, denn der präsentierte nicht nur seine komplett umgebaute Ducati, sondern bestätigte auch, dass Männer einfach die kreativeren Köche sind. Peter bietet übrigens auch Fahrsicherheitstrainings-Wochenenden für Hobby-Motorradrennfahrer an. Alle Infos unter http://www.peter-hegemann.de.Summa summarum hatte ich trotzdem meinen Spaß, wie ihr ja im Videoclip unschwer erkennen könnt. Eure Katharina Kuhlmann