Nach zwei Rennen droht der Karriereknick
Kamui Kobayashi hat erst 21 Formel 1-Rennen auf dem Buckel, sich aber bereits einen guten Ruf erarbeitet. Furchtlos wirft sich der junge Japaner in Zweikämpfe, zeigt zudem gute Qualifyings und legt auch immer öfter eine hohe Rennintelligenz an den Tag. Schon zum Saisonende 2009 sorgt Kobayashi für Aufsehen, erreicht als Toyota-Nachwuchspilot und Ersatz für den verletzten Timo Glock einen sechsten Platz beim Saisonfinale in Abu Dhabi und sammelt seine ersten drei WM-Punkte. Doch dann steigt Toyota aus, der erste Karriereknick in Kobayashis Laufbahn droht, bevor diese überhaupt richtig begonnen hat. Doch Peter Sauber glaubt an den kampfstarken Japaner und gibt ihm ein Stammcockpit in seinem Formel 1-Team für das Jahr 2010.
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- Kamui Kobayashi präsentiert im Vergleich zur Saison 2010 einen Helm mit einem etwas aufgelockerten Design samt dunkleren Rottönen.
Licht und Schatten in den Nachwuchsserien
Seine Zeit im Kartsport absolviert Kobayashi in der japanischen Heimat. Nachdem ihn Toyota 2004 in seinen Nachwuchskader aufnimmt, wechselt Kobayashi schnell nach Europa – und hat sofort Erfolg. Als Rookie gewinnt er auf Anhieb die italienische Formel Renault-Serie und den Formel Renault-Eurocup. Kobayashi erklimmt die nächste Stufe, versucht sich in der Formel 3-Euroserie. 2006 wird er dort Achter der Gesamtwertung, 2007 kann er sich auf den vierten Gesamtrang verbessern. Kobayashi ist bereit für die nächste Herausforderung und steigt in die GP2-Serie auf. Dort folgen zwei Jahre mit Licht und Schatten. In der europäischen GP2 landet er 2008 und 2009 jeweils nur auf Platz 16 der Gesamtwertung, im asiatischen Pendant lässt er dem sechsten Gesamtrang 2008 den Meistertitel folgen.
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- Es wird durchaus interessant, ob Kamui Kobayashi 2011 seine Unbekümmertheit in der Rolle als Nummer 1-Pilot bei Sauber-Ferrari beibehalten kann.
In Rekordzeit vom Nachwuchsmann zum Teamleader
Wirklich bereit scheint Kamui Kobayashi für die Formel 1 nicht zu sein, als ihn Toyota beim Brasilien-Grand Prix 2009 ins kalte Wasser wirft. Trotzdem löst er diese Aufgabe mit Bravour und nutzt 2010 die Chance, sich bei Sauber-Ferrari als Formel 1-Pilot zu etablieren. Wie für das gesamte Team verläuft der Saisonstart für Kobayashi zwar holprig, doch ab Saisonmitte kann der Japaner kontinuierlich punkten. Zudem zeigt er einige Highlight-Rennen wie in Silverstone (sechster Platz) sowie Valencia und Suzuka (jeweils Siebter). Der deutlich erfahrenere Teamkollege Pedro de la Rosa kann das Tempo nicht mitgehen und wird von Peter Sauber kurz vor Saisonende vor die Tür gesetzt. Selbst der nachverpflichtete Nick Heidfeld kommt nicht an Kobayashi vorbei. Nun muss der Japaner selbst den Part des erfahrenen Piloten in der Schweizer Truppe übernehmen, der neue Teamkollege Sergio Perez ist ein Neuling. Es wird durchaus interessant, ob Kobayashi in dieser neuen Rolle seine Unbekümmertheit beibehalten kann.

