Eine überschaubare Ahnenreihe
Der belgische Grand Prix in Spa-Francorchamps ist eines der Highlights des Formel 1-Kalenders. Auch die Fans in unserem Nachbarstaat verfolgen die Motorsport-Königsklasse enthusiastisch. Die Liste bedeutender belgischer Formel 1-Piloten ist jedoch sehr überschaubar. Da wäre natürlich der legendäre Jacky Ickx, auch Thierry Boutsen und Bertrand Gachot sind nicht nur Hardcore-Fans ein Begriff. 2011 reiht sich der Newcomer Jerome D´Ambrosio in die Reihe der belgischen F1-Fahrer ein. Beim Saisonauftakt in Australien debütiert der 25-jährige im Cockpit des Marussia-Virgin-Rennstalls.
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- Der Helm des Formel 1-Neueinsteigers Jerome d´Ambrosio, der die belgischen Landesfarben präsentiert.
Weltmeister im Kart
Mit einem Kart kommt D´Ambrosio als Kind erstmals im Urlaub in Berührung – es ist der Startschuss für eine beeindruckende Karriere in den knatternden Renngeräten. Höhepunkt dieser Phase ist der Gewinn der Formel A-Weltmeisterschaft. Danach nimmt ihn Boutsen unter seine Fittiche und besorgt ihm die richtigen Cockpits in den Formel-Nachwuchsklassen. In Frankreich und Italien fährt D´Ambrosio in der Formel Renault, 2006 startet er in der Europäischen Formel 3000. Nach Platz fünf in dieser Serie kann der Belgier ein Jahr später den Titel in der Formula Master erringen.
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- Jerome D´Ambrosio ersetzt im Marussia-Virgin-Rennstall den Brasilianer Lucas di Grassi und wird Teamkollege des Deutschen Timo Glock.
Erste F1-Chance bei Renault
Der nächste logische Schritt ist der Start in der GP2-Serie. In der europäischen Variante reicht es in drei Jahren nur zu Mittelfeld-Platzierungen, die GP2 Asia-Serie schließt D´Ambrosio 2009 als Vizemeister ab. Das Renault F1-Team ist trotz dieses Auf und Abs überzeugt und holt den Belgier als Testfahrer in seinen Kader. Ende 2010 wechselt er in gleicher Funktion zum Virgin-Rennstall, wo er – auch dank einer üppigen Sponsoren-Mitgift – in dieser Saison zum Stammfahrer aufsteigt. Dort löst er den Brasilianer Lucas di Grassi ab, der gegen den deutschen Teamkollegen Timo Glock selten Land gesehen hat. Es wird spannend zu sehen, ob sich D´Ambrosio besser in Szene setzen kann.

