Als Jungtalent im Red Bull-Nachwuchskader
Die Zeit arbeitet für ihn: Kurz vor dem ersten Rennwochenende in Australien wird Jaime Alguersuari gerade einmal 21 Jahre alt. Dabei hat der Spanier bereits 27 Rennen, also eine anderthalbe Saison, auf dem Buckel. Kein Wunder, denn Alguersuari legt bisher eine Motorsportkarriere im Eiltempo hin. Nach ersten erfolgreichen Gehversuchen im Kart schafft es der Spanier bereits 2005 in den Nachwuchskader von Red Bull – noch vor seinem 15. Geburtstag. 2006 und 2007 ist Alguersuari in verschiedenen Formel Renault-Serien unterwegs und kann dort gerade im zweiten Jahr konstant gute Ergebnisse vorweisen. Er fühlt sich bereit für höhere Aufgaben und steigt 2008 in die Formel 3 auf.
Rekordjäger in jungen Jahren
In der Formel 3 tritt Alguersuari sowohl in der spanischen als auch in der britischen Meisterschaft an. Dort stellt der Spanier eine Rekordmarke auf und gewinnt als 18-jähriger und damit als jüngster Pilot überhaupt die hart umkämpfte Meisterschaft. 2009 tritt Alguersuari in der Renault World Series an. Zur Saisonmitte ernennt ihn Red Bull zum offiziellen Testfahrer für beide Formel 1-Teams. Als Toro Rosso Sébastien Bourdais nach dem Deutschland-Grand Prix feuert, bekommt Alguersuari seine Chance. Und stellt damit einen Rekord auf: Als er zum Rennen in Ungarn antritt, ist er mit 19 Jahren und 125 Tagen der jüngste Formel 1-Pilot aller Zeiten.
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- Alguersuari ist schnell, macht kaum Fehler und kann auch kämpfen. Gut möglich, dass Buemi auch 2011 härter um seinen Nummer 1-Status bei Toro Rosso kämpfen muss, als ihm lieb ist.
2010 auf dem aufsteigenden Ast
Jaime Alguersuari kann den Vorschusslorbeeren allerdings nicht gerecht werden, stellenweise wird schon seine Formel 1-Tauglichkeit angezweifelt. Trotzdem bestätigt ihn das Toro Rosso-Team für die Saison 2010 als Stammpilot. Zu Recht, denn Alguersuari kann mit einzelnen Highlights auf sich aufmerksam machen. Der Spanier überzeugt vor allem mit Zweikampfstärke, macht dabei nur zu gerne dem Rekordweltmeister Michael Schumacher das Leben schwer. Nach einem guten Saisonstart bleiben im Jahresverlauf die Ergebnisse zwar aus, auch in der Endabrechnung gerät er gegenüber seinem Teamkollegen Sébastien Buemi punktetechnisch ins Hintertreffen: Nach der Saison steht es 8 zu 5 zu Gunsten des Schweizers. Doch Alguersuari ist durchaus schnell, macht kaum Fehler und kann auch kämpfen. Gut möglich, dass Buemi auch 2011 härter um seinen Nummer 1-Status bei Toro Rosso kämpfen muss, als ihm lieb ist.

