Von Riesen und Zwergen: Die Motorradbranche steckt in der Krise, und vieles verlagert sich auf den Roller-Sektor. Manch einem kann das Motorrad dennoch nicht groß genug sein. (mid/kosi/Sebastian Giese , 01.01.2009)
Weltgrößtes Serienmotorrad auf der Intermot
Gewaltige 3,45 Meter Länge misst das größte Serienmotorrad der Welt, das auf der Intermot in Köln zu sehen ist. Die Gunbus 410 besitzt einen Radstand von 2,41 Metern, die Sitzhöhe liegt mit 80 Zentimetern im Normalbereich. Angetrieben wird das XXL-Bike von einem 6.728 ccm großen V2-Motor, das ergibt einen Hubraum von fast 3,5 Liter pro Zylinder. Die Kraftübertragung übernimmt ein Dreigang-Getriebe. Rückwärts lässt sich das Ungetüm nur mit einem Rückwärtsgang bewegen.
Ein paar Nummern kleiner, aber immer noch groß genug für die meisten Zweirad-Fans, sind die Motorräder die es am Harley-Davidson Stand zu sehen gibt. Die V-Rod Muscle gehört schon jetzt zu den Lieblingen der Messebesucher. Ein knapp geschnittener Fender, tief sitzende Lufthutzen an der Airbox, ein abgesenkter Sitz und vorverlegte Fußrasten grenzen die US-Amerikanerin von ihren Schwestermodellen V-Rod und Night Rod Special ab. Für den Antrieb sorgt der bekannte 1.246 ccm Revolution-Motor mit 90 kW/123 PS Leistung. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ABS, Wegfahrsperre und Alarmanlage. Die Preisliste startet in Deutschland bei rund 18.500 Euro.Weitere Neuheiten von Harley-Davidson finden sie hier:Mehr zu den Buell-Maschinen des Modelljahres 2009 gibt es hier:
Kawasaki-Stand mit sieben Neuheiten
Neben der komplett überarbeiteten ZX-6R ist die VN 1700 Voyager das Highlight am Kawasaki-Stand. Damit präsentiert die Marke ein komplett neues Modell und gleichzeitig ein komfortables Tourenbike, angetrieben vom ersten komplett verkleidete V2-Motor des Herstellers mit 1.700 ccm Hubraum. Die große Frontverkleidung samt Wind- und Beinschildern gewährleisten Schutz gegen Wind und Wetter. Üppige Staumöglichkeiten im großen Topcase, in den Hartschalenkoffern sowie in den beiden Handschuhfächern bieten dem Reisegepäck genug Raum. Touring-Details wie eine Geschwindigkeitsregelung und ein Sechsgang-Getriebe mit Overdrive-Funktion sollen für flotte Fahrt sorgen. Das Kombibremssystem K-ACT ergänzt die aktive Bremskontrolle des Fahrers zusätzlich durch Verbesserung der Bremsleistung, um in allen Fahrsituationen höchst effektiv bremsen zu können. Das erste vollelektronisches Drosselklappensystem ETV soll für sanftes Ansprechverhalten des Motors bürgen und das Aggregat ein exzellentes Beschleunigungsverhalten bei Überholmanövern bieten.
Yamaha auf der Intermot
Eine andere Art der komfortablen Fortbewegung zeigt Yamaha auf der Intermot. Die neue Cruiser XVS 950 A Midnight Star wird von einem drehmomentstarken 60 Grad-V-Twin mit 942 ccm Hubraum über einen Riemen angetrieben. Optisch erfüllt die Japanerin unter anderem mit einer niedrigen Sitzhöhe von 67,5 Zentimetern das klassische Erscheinungsbild eines Cruisers. Der Radstand von nur 1,69 Metern und das vergleichsweise geringe Leergewicht von 295 Kilogramm sollen für ein gutes Handling sorgen. Außerdem hat Yamaha in Köln die neue Generation der Hochleistungssportlerin YZF-R1 im Gepäck. Ihr überarbeiteter Aluminium-Deltabox-Rahmen hat einen neuen Motor mit 998 ccm Hubraum erhalten. Der Reihen-Vierzylinder verfügt über 134 kW/182 PS Leistung bei 12.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 116 Nm bei 10.000 U/min. Das Triebwerk arbeitet mit einer ungleichmäßigen Zündfolge, wodurch die Drehmomententfaltung kräftiger, aber auch berechenbarer und damit besser kontrollierbar sein soll.