Bentley:
Nach dem Cabrio gibt es nun auch eine Coupé-Version der edlen Bentley-Limousine Arnage. Als Bentley Brooklands feiert der Zweitürer Weltpremiere und soll an die Rennsporterfolge auf dem gleichnamigen englischen Rundkurs erinnern. Angetrieben wird der elegante Brite von einem doppelt turbogeladenen V8-Ottomotor mit 6,75 Litern Hubraum und einer Leistung von 395 kW/537 PS, der beeindruckende 1.050 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle wuchtet. Tempo 100 erreicht der Viersitzer in 5,3 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 296 km/h. Der endgültige Preis für das Prestige-Gefährt steht noch nicht fest, liegt jedoch mit Sicherheit über der 300.000 Euro-Marke. Exklusivität garantiert daneben die Limitierung auf 550 Exemplare.
Komfort und Luxus bei super-sportwagenmäßiger Motorkraft verspricht die neue Topversion von Bentleys Coupé-Baureihe. Der V12-Ottomotor des Continental GT Speed leistet mit 449 kW/610 PS rund 50 PS mehr als in der schon bärenstarken Standardversion. Als erstes Modell der britischen Nobelmarke knackt der Allradler und 2+2-Sitzer die psychologisch wichtige 200-Meilen-Marke und ist damit umgerechnet 326 km/h schnell. Rund 205.700 Euro kostet der Spaß.
BMW:
Als Fahrspaßauto ist die neue Coupé-Version in der BMW 1er-Reihe konzipiert, die in Frankfurt Weltpremiere feiert. Optisch orientiert sich der Zweitürer bis zur B-Säule an den bekannten Steilheckmodellen, dahinter erinnert er mit seinem relativ langen Heck eher an eine Stufenhecklimousine als an ein klassisches Coupé. Das moderne Remake des legendären “2002er” fährt ausschließlich mit Motoren des oberen Leistungsspektrums vor: Der Einstieg beginnt bei einem Diesel mit 130 kW/177 PS, das Topmodell verfügt über einen Reihensechszylinder-Ottomotor mit stolzen 225 kW/306 PS. Den Verbrauch soll in einigen Motorvarianten ein Sprit-Sparpaket drücken, unter anderem sind dann eine Start-Stopp-Automatik, ein Bremskraftrückgewinnungssystem und eine Schaltpunktanzeige an Bord. Einen neuen Zweiliter-Dieselmotor mit gesteigerter Leistung bei weniger Durst spendiert BMW dem SUV X3. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Verbrauch beim Selbstzünder mit Common-Rail-Einspritzung und Piezo-Injektoren um zehn Prozent auf 6,5 Liter pro 100 Kilometer gesunken, die Leistung hat um 20 kW auf 130 kW/177 PS zugenommen. Erstmals ist nun auch ein Sechsgang-Automatikgetriebe für den Vierzylinder-Motor erhältlich. Die Preisliste für das neue Triebwerk beginnt bei 37.900 Euro. Zu sehen ist auch der wasserstoffgetriebene BMW Hydrogen 7, der sich zurzeit weltweit im Alltagstest befindet. Mit reibungsoptimiertem Hinterachsgetriebe und neuen Ausstattungsoptionen fährt der Roadster BMW Z4 in das neue Modelljahr. Der Anfang des Jahres vorgestellte neue BMW X5, die kürzlich modellgepflegten Fahrzeuge der BMW 5er- und 6er-Reihe sowie der seit kurzem erhältliche BMW M3 runden die Schau ab.
Brilliance:
Von den schlechten Crashtest-Ergebnissen seiner Limousine BS6 lässt sich Brilliance nicht beirren und zeigt mit einem neuen Kompaktmodell, dass es in Europa weiter gehen soll. Der fünftürige Brilliance BS2 mit den auffallend großen Scheinwerfern und der coupéhaft abfallenden Dachlinie verfügt als Antrieb über einen 1,6-Liter-Ottomotor mit 79 kW/108 PS, der für eine Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h gut sein soll. Der Marktstart soll Mitte 2008 erfolgen, die Preise dürften deutlich unter denen der etablierten Wettbewerber liegen. Während der Brilliance BS2 das untere und der BS6 das obere Ende der Modellpalette markieren, sollen die Mittelklasselimousine BS4 und seine Coupé-Variante BC3 in den kommenden Monaten die Lücke dazwischen schließen. Beide Modelle sind vom Genfer Automobilsalon bekannt und sollten nach ursprünglichen Planungen bereits erhältlich sein.
Cadillac:
Die ur-amerikanische Edelmarke wird immer europäischer und bietet nun mit dem Cadillac BLS den ersten Kombi ihrer Geschichte an. Der Mittelklässler teilt sich seine Plattform mit dem Saab 9-3 Kombi und gleicht bis zur B-Säule mit seinem wie ein Schiffsbug zulaufenden Kühler und den Falzen auf der Karosserie der 2006 eingeführten Stufenhecklimousine. Eine keilförmig aufsteigende Gürtellinie und das leicht abfallende Dach sowie das fünfeckige Heckfenster zeichnen den Kombi aus. Für den Antrieb stehen drei Turbo-Benzin-Motoren mit Leistungswerten zwischen 129 kW/175 PS und 188 kW/255 PS und ein Diesel mit 110 kW/150 PS Leistung zur Auswahl. Erhältlich ist auch eine Ethanol-Variante des Kombis. Eine Klasse höher will der Cadillac CTS mit kraftvollen Motoren und unamerikanisch hartem Fahrwerk punkten. Optisch treibt der Neue das Ecken- und Kantendesign der Marke auf die Spitze: fünfeckiger Grill, eckige Scheinwerfer und scharfe Bügelfalten in der Karosserie bieten eine Alternative zu den europäisch-runden Karosserien. Im Inneren haben die Entwickler hingegen Wert auf europäischen Standard gelegt und verkleinern die Lücke zu den deutschen Platzhirschen in der oberen Mittelklasse. Für die Europäisierung in der Baureihe spricht auch die Premiere eines Dieselmotors mit 184 kW/250 PS, alternativ sind V6- und V8-Benziner mit Leistungswerten zwischen 158 kW/215 PS und 223 kW/303 PS im Programm. Zu sehen sind auch die neuen Hochleistungsmodelle der V-Serie. Der 331 kW/450 PS starke Roadster XLR-V und der STS-V mit 350 kW/476 PS, eine Limousine der oberen Mittelklasse, treten gegen die Mercedes AMG-, BMW M- und Audi S-Modelle an. Auch das seit Anfang des Jahres importierte Riesen-SUV Escalade ist zu sehen: Der 5,15 Meter lange Allradler ist eine Burg auf Rädern und verbraucht mit seinem 301 kW/409 PS starken V8-Benziner rund 16,2 Liter auf 100 Kilometern. Sein kleinerer Bruder Cadillac SRX ist ebenfalls ausschließlich mit den in dieser Klasse in Deutschland wenig gefragten Ottomotoren erhältlich.

