IAA-Übersicht, Teil 10: Von Suzuki bis Zhejiang Jonway

Seit 13. September haben die Tore der Frankfurter IAA für das breite Publikum geöffnet. Motorvision führt Sie virtuell von Stand zu Stand. Im zehnten und letzten Teil unseres Überblicks: Die Neuheiten von Suzuki bis Zhejiang Jonway. (T. Harloff , 01.01.2009)

Suzuki:

Sportlich kurvig statt kantig gibt sich der japanischen Automobilhersteller Suzuki bei seinen neuen Modellen, augenfällig beim neuesten Kleinwagen Splash. Gegenüber dem Vorgänger Wagon R+ wirkt dieser deutlich gefälliger und bietet auch mehr Platz. Bis zu 1.000 Liter Gepäck fasst der Laderaum. Große Mandelaugenförmige Scheinwerfer blicken neugierig in die Welt, der Lufteinlass unter dem Kühlergrill lächelt freundlich dazu. Die kurze, aber hohe Karosserie lässt den Hochdach-Fünftürer niedlich-rundlich wirken. Auch der Neue entspringt aus einer Kooperation mit Opel, der sein Modell wie schon den Vorgänger "Agila" nennt. Optisch unterscheiden sich die ansonsten baugleichen Fahrzeuge lediglich durch die Kühlerpartie. Für den Antrieb stehen Drei- und Vierzylinder-Ottomotoren zur Wahl, die ein Leistungsspektrum von 48 kW/65 PS bis 63 kW/86 PS abdecken. Auf Dieselseite steht ein Exemplar mit 55 kW/75 PS zur Verfügung. Serienmäßig an Bord sind unter anderem sechs Airbags und der in dieser Klasse noch seltene Schleuderschutz ESP.

Einen Ausblick auf das erste Mittelklassemodell des japanischen Allrad- und Kleinwagenspezialisten gibt die Studie “Kizashi”. Der aggressiv-dynamisch gestaltete Sportler dürfte in der für 2010 erwarteten Serienversion aber etwas dezenter gehalten sein und als Design-orientierte Reiselimousine daherkommen. Mit dem Kleinwagen Swift, dem kompakten SX4, dem Kombi Liana sowie dem Mini-Geländewagen Jimny und dem SUV Grand Vitara stellen die Japaner auch ihre restliche Produktpalette vor. Rallye-Fans treffen am Suzuki-Stand zudem die Rennsport-Piloten der Marke.

Volvo FlexiFuel Modellpalette
Alle FlexiFuel Modelle von Volvo auf einen Blick

Toyota:

Weltpremiere feiert die Studie eine Kleinwagens, der in Zukunft zusätzlich zum aktuellen Modell Yaris angeboten werden könnte. Das neue Sondermodell des Kompakt-SUV Toyota RAV4 Cross Sport ist zum Messebeginn an den Start gegangen und kostet 31.500 Euro. An Bord sind unter anderem ein DVD-Navigationssystem, eine serienmäßige Sitzheizung und Einparksensoren. Angetrieben wird der Fünftürer wahlweise von einem Zwei-Liter-Ottomotor mit 112 kW/152 PS oder einem 100 kW/136 PS starken 2,2-Liter-Dieseltriebwerk. Zu sehen sind zudem die anderen Modelle der Palette: Der Kleinstwagen Aygo, der Kleinwagen Yaris, der Corolla-Nachfolger Auris, der Mittelklässler Avensis, der Kompakt-Van Corolla Verso und das SUV RAV4. Auch die Allrader Land Cruiser, Land Cruiser 100 und der Pick-up Hilux finden sich auf dem Stand.

Volvo C30 1.6D
Das Spritsparmodell Volvo C30 1.6D

Volkswagen:

Dem Trend zum Kompakt-SUV folgend wirft VW nun den Tiguan ins Rennen. Während der Neue im Profil an einen höher gelegten Golf erinnert, finden sich an der Front dynamischer interpretierte Merkmale des großen Bruders Touareg wieder. Es fallen die muskulös modellierte Motorhaube und der vorstehende Stoßfänger auf. Der Fünftürer wird in zwei Karosserievarianten angeboten, die sich überwiegend durch die Frontpartien unterscheiden. Die Lifestlye-Version ist nicht so geländetauglich wie die verstärkt für den Offroad-Einsatz konzipierte Variante mit ihrer höher gezogenen Frontpartie. Für den Antrieb des Allradlers stehen drei Otto- und zwei Dieselmotoren zur Wahl, allesamt aufgeladene Direkteinspritzer. Das Leistungsspektrum reicht von 103 kW/140 PS bis 147 kW/200 PS. Bei den Selbstzündern setzt VW nicht mehr auf die Pumpe-Düse-Technik, sondern auf Common-Rail-Einspritzung.Als preisgünstiges Weltauto in der Tradition des legendären “Käfer” ist die Studie des VW Stadtautos “Up!” konzipiert. Wie sein Urahn trägt er den Motor im Heck, statt Boxer kommt nun aber ein Dreizylinder-Triebwerk mit rund 51 kW/70 PS zum Einsatz. Der Preis soll in Westeuropa bei unter 8.000 Euro liegen, in Schwellenländern kommt eine Version mit abgespeckter Ausstattung für 5.000 bis 7.000 Euro auf den Markt. Der Marktstart soll ab 2010 erfolgen. Blau statt grün will VW in eine ökologischere Zukunft fahren: Gleich eine ganze Flotte von verbrauchsoptimierten BlueMotion-Fahrzeugen feiert auf dem Messestand Premiere. Darunter Golf, Golf Plus, Touran und Caddy. Mit sparsam eingestellten Dieselmotoren, einer Optimierung der Aerodynamik und rollwiderstandsoptimierten Reifen sollen die Fahrzeuge deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen. Der Golf mit 77 kW/105 PS benötigt laut Hersteller nur 4,5 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Die Preisliste beginnt bei 20.615 Euro. Auf einem der größten Stände der Messe finden sich zudem der Kleinstwagen Fox, der Kleinwagen Polo, der kompakte New Beetle, sämtliche Varianten des Golf sowie Passat, das Topmodell Phaeton, der Kompakt-Van Touran und der größere Sharan. Aber auch der Geländewagen Touareg ist zu sehen.

Volkswagen Up!
Volkswagens neues Minicar Up! mit Heckmotor

Volvo:

Auf Ethanol als umweltfreundlichen alternativen Kraftstoff setzt Volvo und präsentiert eine ganze Reihe neuer Alkoholantriebs-Versionen. So erhalten nun auch der Kombi V70 und das Marken-Flaggschiff V70 einen 2,0-Liter-Flexi-Fuel-Motor mit 107 kW/145 PS, der wahlweise mit der Ethanol-Benzin-Mischung E85 oder reinem Benzin betrieben werden kann. Im Jahresverlauf soll ein 2,5-Liter-Flexi-Fuel-Motor mit 147 kW/200 PS folgen. Der Aufpreis gegenüber der reinen Benzinversion dürfte bei rund 400 Euro liegen. Ebenfalls optional mit Ethanol-Antrieb sind die Modelle C30, S40 und V50 erhältlich.Parallel haben die Schweden eine verbrauchsoptimierte Diesel-Version des Volvo C30 entwickelt. Der 77 kW/105 PS starke 1,6-Liter-Selbstzünder soll weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und nur 4,5 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern verbrauchen. Dies resultiert aus einer Verminderung des Luftwiderstands, dem Einsatz rollwiderstandsreduzierender Reifen, einer verlängerten Getriebeübersetzung im vierten und fünften Gang sowie einer Optimierung der Motorsteuerung. Zudem wurde die Servolenkung überarbeitet und reibungsarmes Getriebeöl verwendet. Optisch unterscheidet sich die Sparversion durch ihren aus aerodynamischen Gründen geschlossenen Kühlergrill von den anderen Versionen des Viersitzers. Mit sanft modifizierter Front und grundlegend geänderter Heckpartie rollt kurz nach der Messe die neue Generation des Volvo V70 zum Händler. Die Preise für den Kombi-Klassiker beginnen bei rund 39.000 Euro. Das Heck des Schweden mit seinen gegenüber dem Vorgänger vergrößerten Glasflächen orientiert sich an der Optik des kompakten Volvo C30, die Rückleuchten sind nun teilweise in die Klappe integriert. Im Profil des Fahrzeugs soll eine ansteigende Schulterlinie für mehr Dynamik sorgen. Für den Antrieb steht nun erstmals ein Sechszylinder-Reihen-Ottomotor mit bis zu 210 kW/285 PS zur Verfügung. Ergänzt wird er durch die aus dem Vorgänger bekannten Aggregate. Komplettiert wird der Stand von der im Juni in Design-Details optisch überarbeiteten Mittelklasselimousine S40 und ihrer Kombiversion V50, dem etwas größeren S60 sowie dem Flaggschiff S80 und dem SUV XC90.

Volkswagen Tiguan
Volkswagen Tiguan, VWs neues SUV

Wiesmann:

Wiesmann ist zwar nicht offiziell auf der Messe vertreten, präsentiert aber zeitgleich in seiner neuen Frankfurter Dependance sein neuestes Modell: Als neue Top-Version krönt der GT MF 5 die Coupé-Baureihe der Dülmener Kleinserienmanufaktur. Angetrieben wird der Hecktriebler im Retro-Look von einem aus dem BMW M5 übernommenem Fünf-Liter-V10-Ottomotor mit 373 kW/507 PS. Erhältlich ist der Zweisitzer ab Herbst. Bislang wird der GT ausschließlich mit einem 270 kW/367 PS starken V8-Benziner von BMW angeboten. Ebenfalls zu sehen ist die Roadster-Ausführung des Sportwagens.

Volkswagen BlueMotion Modellpalette
Die BlueMotion Modellpalette von Volkswagen

Zhejiang Jonway:

Optisch an das Kompakt-SUV Toyota RAV4 angelehnt präsentiert sich der chinesische Allradler Zhejiang Jonway UFO für 15.900 Euro. Lediglich die drei- statt fünftürige Bauweise unterscheidet den Fünfsitzer von seinem japanischen Vorbild. Unter der Haube arbeiten Vierzylinder-Ottomotoren mit Hubräumen zwischen 1,6 und 2,4 Litern. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Klimaanlage, ein Lederlenkrad und 16-Zoll-Felgen.

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