IAA 2011: Neuheiten der Tuner

IAA 2011: Turbulente Tuning-Tugenden

Serien-Autos stehen auf der IAA zuhauf – doch zwischen den überlaufenen Hallen der „Großen“ gibt´s auch einige ziemlich harte Tuning-Neuheiten zu bestaunen. Wir zeigen Euch, was der elitäre Teil der Szene zur IAA hervorzaubert. ( , 14.09.2011)

AC Schnitzer

Die BMW-Freunde von AC Schnitzer präsentieren auf der IAA wie versprochen ihre Version des 1er M-Coupés. Ja, die getunten 1er M´s werden nicht weniger. Dafür hat der Schnitzer-M so eine Art Aston Martin-Verstrebung an der Front zu bieten. Außerdem ist er ziemlich tief, ziemlich breit und ziemlich laut. Und dazu noch leistungsgesteigert auf 400 PS. Oh, und die Felgen sind ein Traum für Fans von Exorbitanz in Verbindung mit Sportlichkeit.

AC Schnitzer IAA
Nicht nur seine Farbe, auch sein geschmackvolles Äußeres verleihen dem Schnitzer 6er Anmut und Eleganz.

Ein wenig luxuriöser und weniger kompromisslos kommt dagegen das gemachte 6er Cabrio daher: der 650i hat ein neues Ansatzkleid von Schnitzer erhalten, wurde dem Asphalt erheblich näher gebracht und mobilisiert nun 540 statt 407 PS. Bei Schnitzer hat man eben Ahnung von der Kunst des Feinschliffs.

Alpina IAA 2011
Das B6 Biturbo Cabrio ist eine Schönheit sondersgleichen.

Alpina

Noch mehr BMW-Affinität wird nur von Alpina geboten. Dort sieht man sich zwar nicht als Tuner, noch nicht mal als Veredler, sondern als Hersteller, aber sorry Jungs, irgendwo mussten wir Euch dazupacken. Die Attraktion am Stand ist ohne Zweifel das B6 Biturbo Cabrio auf Basis des BMW 650i. Der gewohnt klassische Alpina-Style steht dem offenen 6er hervorragend zu Gesicht, ebenso wie die Leistungssteigerung von 408 auf 507 PS. Alpina ist wohl der einzige Hersteller der Welt, der Tuning-Freunden in die Tüte kommt.

Brabus IAA 2011
Und dabei ist er auch mit Understatement gesegnet - ganz Brabus-untypisch.

Brabus

Bei Brabus wird natürlich wieder mal geballert ohne Ende: der Rocket 800 basiert auf dem Mercedes CLS, leistet aber nun 800 PS und ist die stärkste Straßenlimousine der Welt. Dazu ergeht er sich in für Brabus völlig untypischer optischer Dezenz. Aber was krass geht, muss ja auch nicht immer noch dazu krass aussehen.

Brabus IAA 2011
Der Brabus High Performance 4WD Full Electric muss mit 3.200 Newtonmetern Drehmoment zurecht kommen.

Und dann gibt´s bei Brabus noch ein E-Mobil zu sehen. Ja richtig gelesen, hier wird nicht geballert, sondern sich in „Surr“ealität geradezu gewälzt. Der Brabus High Performance 4WD FullElectric ist ein reines E-Fahrzeug. Und dazu basiert es noch auf der E-Klasse von Mercedes. Aber der Namenszusatz „High Performance“ verrät es eventuell schon, auch hier wird geballert, nur eben völlig umweltverträglich: denn die Gesamtleistung des Elektro-Lastesels wird auf 435 PS und wahnwitzige 3.200 Newtonmeter beziffert. Die spinnen, die Ballermänner.

Carlsson IAA 2011
Oh, ein kleiner Schokoladenfloh...Mal ehrlich? Wer zum Geier fährt mit sowas durch die Gegend?

Carlsson

Auch bei Carlsson liebt man bekanntlich den Stuttgarter Stern, der sich so gerne dreht. DasSmart Fortwo Coupé von Carlsson sieht nicht nur knuffig aus, sondern auch sportlich. Im Innenraum gibt´s Kuhhaut satt, außen einen Lack, der an Schokolade erinnern soll. Naja, oder so.

Carlsson IAA 2011
Der CK 63 RS basiert auf dem CLS 63 AMG. Ist eben nur noch ein ganzes Stück böser.

Der CK 63 RS dagegen ist ziemlich luxuriös. Und ziemlich schnell – kein Wunder bedient er sich doch des CLS 63 AMG als Basis. Aber es geht halt in der Veredelung immer noch ein bisschen mehr. Darum befeuern den schnittigen Viertürer nun auch 649 statt 557 PS und 900 statt 800 Newtonmeter.

Carlsson IAA 2011
Dr CGL 45 ist einfach nur ein einziger Blechfelsen in der Brandung. Und das ausladend große Carlsson-Emblem macht die Sache nicht besser.

Und dann trohnt da noch der CGL 45 am Carlsson-Messestand. Ein gewaltiges Vehikel auf Basis der GL-Klasse. Genau das Richtige für all diejenigen, die sich gerne ein überbordend teures Power-SUV anschaffen, um damit tagtäglich zum Edel-Discounter zu powern.

Hamann IAA 2011
Was die Hamann-Crew beim Design der Front für das neue 6er Cabrio geritten hat? Man weiß es nicht, vielleicht hat da auch Jemand eine Wette verloren.

Hamann

Am Hamann-Stand ist leider nicht allzu viel los, dafür gibt es deren Version des BMW 6er Cabrios zu sehen. Basis ist auch hier ein 650i, allerdings wirkt das Bodykit ein wenig fehl am Platz, vor allem die Front könnte man durchaus als ausbaufähig bezeichnen. Auch Hamann dreht beim BMW-V8 an der Leistungsschraube, hier sind 510 PS das Ergebnis. Dampf hat er also, und im Vorbeifahren sieht man die Front auch nicht so genau.

Hamann IAA 2011
Auch am Paragon zeichnet sich das Bild weiter: Hamann scheint verschiedene Designer für Front und Heck zu beschäftigen.

Und dann steht da auch noch ein monströser Breitbau-Panamera, der jetzt nicht mehr Panamera heißt, sondern Paragon. Dank des ausladenden Bodykits geht der Viertürer-Porsche ziemlich in die Breite. Und mehr Druck gibt´s auch noch: 580 statt 500 PS.

Mansory IAA 2011
Bei Edeltuner Mansory hat man vor allem Luxusschleudern lieb. Zum Beispiel den 458 Italia von Ferrari, der nun Syracusa heißt.

Mansory

Die Tuning-Manufaktur Mansory stellt in schöner Regelmäßigkeit Over-the-Top Luxusboliden auf die Räder, die sich gewaschen haben. Zum Beispiel der Syracusa, eine Carbon-bedachte Schönheit basierend auf dem Ferrari 458 Italia und gesegnet mit knapp 600 PS.

Mansory IAA 2011
Ein Bentley Continental GT ist aber auch was Feines.

Ebenfalls kaum zu übersehen ist der Bentley Continental GT des Edeltuners. Die 2012er Modellreihe wirkt mit Carbon-Applikationen und schwarzen Sportfelgen noch eine Nummer wuchtiger und exklusiver. Nur scheinbar steht man bei Mansory nicht auf farblichen Abwechslungsreichtum. Schwarz-Weißmalerei ist manchmal eben angebracht.

Mansory IAA 2011
So sieht DAS IAA-Tuning-Highlight der Motorvision.de-Redaktion aus: Der Garia. Laut Broschüre "The Ultimate Luxury and Leisure Car."

Ein weiteres echtes Highlight ist der Garia. Dabei handelt es sich um ein zweisitziges Golfkart, das aber nicht nur auf dem weiten Grün, sondern auch in der Stadt zum Einsatz kommt. Dank eines rein elektrischen Antriebs ist das Ding bis zu 40 km/h schnell und es soll sogar die soziale Bindung zu Nachbarn und Freunden auf eine neue Stufe hieven. Na klar, wo kommt man sich länger näher als in einem lahmen Golfkart, das bei Regenwetter ein schickes Stoffkleid trägt?

Startech IAA 2011
Startech bringt demnächst ein Komplettpaket für den Range Rover Evoque an den Start. zu sehen gab es das leider noch nicht. Dafür war der Defender ein schönes Schmankerl.

Startech

AmStartech-Stand gibt´s neben Altbekanntem für Range Rover und Jaguar einen klassischen Land Rover Defender zu besichtigen, der ganz in Weiß und mit riesigen Rädern die Blicke von Jung und Alt auf sich zieht.

Techart IAA 2011
720 PS und 900 Newtonmeter treiben den Ex-Porsche auf maximal 354 km/h. Und dieses Blau steht dem Techart-Monstrum hervorragend.

Techart

Die Porsche-Freaks von Techart haben sich mal wieder selbst übertroffen: einen GT2 RS nochmal derart aufzublasen, kann eigentlich nur diesen Schwaben einfallen. Der GTStreet RS getaufte Bolide sieht jedenfalls nicht nur rattenscharf aus, er fährt auch so. Und in diesem Fall kann man das mit Fug und Recht behaupten, ohne die Edel-Rakete gefahren, oder geflogen, zu sein: 720 PS, 900 Newtonmeter, 357 km/h. Sehr schön, weitermachen!

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