Trennung auf Probe
Es ist schon etwas eigenartig mit Opel und General Motors. Statt wie beispielsweise Volkswagen die gesamte Markenwelt in einer Halle zu präsentieren, sind die einen da und die anderen dort. Opel ist in Halle acht umringt von Toyota, Lexus, Peugeot und Citroen, während sich der Motorengeneral zusammen mit Ford, Volvo und Honda in Halle neun tummelt. Jeep hat dagegen in die Italo-Halle verschlagen – kein Wunder, gehört die Marke doch inzwischen zur Allianz aus Fiat und Chrysler. Das macht die Einordnung der einzelnen Autobauer etwas umständlicher als noch vor der Finanzkrise. Berichtenswert ist es aber auf jeden Fall, was die „Sonstigen“ und die Amis so zu bieten haben.
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- Die erhoffte OPC-Version ist leider noch nicht zu sehen, aber auch so kann sich das fünf Triebwerke umfassende Motorenangebot (100 bis 180 PS) für den neuen Opel Astra GTC sehen lassen.
GTC: Astra mit Astralkörper
Opel und sein britischer Ableger Vauxhall zeigen erstmals den neuen Astra GTC. Dem darf man getrost das Attribut „rassig“ verleihen, denn Opels Designabteilung hat es durchaus geschafft, dem Dreitürer ein spannungsgeladenes Blechkleid zu verpassen. Die erhoffte OPC-Version ist leider noch nicht zu sehen, aber auch so kann sich das fünf Triebwerke umfassende Motorenangebot (100 bis 180 PS) sehen lassen. Fahrdynamisch soll der neue GTC von der neuen „HiPerStrut“-Vorderradaufhängung und der Verbundlenker-Hinterachse mit Watt-Gestänge profitieren.
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- Dem eher langweiligen Standard-Zafira stellt Opel nun den deutlich schicker gezeichneten Zafira Tourer zur Seite, der beim Heimspiel in Frankfurt Weltpremiere feiert.
Zafira im schicken Zwirn
Eine ähnliche Strategie wie beim Astra fährt Opel auch beim Zafira: Dem eher langweiligen Standard-Van stellen die Rüsselsheimer nun den deutlich schicker gezeichneten ZafiraTourer zur Seite, der beim Heimspiel in Frankfurt Weltpremiere feiert. Er soll eine „Lounge auf Rädern“ sein, bewahrt sich mit seinem völlig überarbeiteten Flex7-Sitzkonzept aber die Zafira-typische Innenraum-Variabilität. Dazu präsentiert der Siebensitzer nicht nur zahlreiche Assistenzsysteme, sondern erstmals auch das neu gestaltete FlexFix-Fahrradträgersystem. Nicht überraschend war die Premiere des Elektrozweisitzers, wohl aber dessen kurzfristige Namensänderung von „Myfirst e-Opel“ in „RAK e“. Die Eckdaten: Elektroantrieb, 120 km/h Topspeed, 100 Kilometer Reichweite. Apropos Elektro: Der kurz vor dem Marktstart stehende Ampera ist in zigfacher Ausführung als Messeshuttle unterwegs und surrt entspannt zwischen den Hallen umher. Es wird also ernst mit (fast) emissionsfreier Mobilität. Ach so, bevor wir es vergessen: Dass der neue Opel Combo und zusätzlich sieben neue, besonders sparsame ecoFlex-Modelle ebenfalls Premiere feiern, wollen wir zumindest in einem Halbsatz erwähnen.
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- Die Studie ConceptYou soll zeigen, wie sich Volvo zukünftig in der oberen Mittelklasse an die Premium-Elite heranarbeiten will.
„Skandinavischer als je zuvor“
Volvo präsentiert sich auf der diesjährigen IAA vorausschauend – mit der Studie ConceptYou. Die soll zeigen, wie sich die Schweden zukünftig in der oberen Mittelklasse an die Premium-Elite heranarbeiten wollen. Trotz aller Progressivität mit futuristisch gestaltetem Innenraum, vier Einzelsitzen und total vernetztem Infotainment-System besinnt sich der ConceptYou auch auf die guten alten schwedischen Tugenden. Nicht nur, dass die Frontpartie an klassische Volvo-Modelle erinnert, auch das Thema Sicherheit soll in der Schweden-Studie großgeschrieben werden. Die Nordmänner aus Göteborg wollen also auch unter den neuen chinesischen Besitzern alte Traditionen pflegen. Oder wie es Volvo-Chef Stefan Jacoby bei der Pressekonferenz ausdrückt: „Volvo ist skandinavischer als je zuvor.“
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- Highlight am Ford-Stand ist der Evos Concept, der entgegen zahlreicher vorangegangener Spekulationen zwar nicht den neuen Capri vorwegnimmt, aber immerhin die neue Designrichtung vorgibt.
Coupé-Studie mit Elektro-Note
Betont europäisch gibt sich Ford auf der IAA. Highlight ist der EvosConcept, der entgegen zahlreicher vorangegangener Spekulationen zwar nicht den neuen Capri – so es den je geben wird – vorwegnimmt, aber immerhin die neue Designrichtung vorgibt. Dazu gehört ein neues Markengesicht mit prominentem Kühlergrill und schlanken statt übergroßen Scheinwerfern. Die vier sich wie Schwingen öffnenden Flügeltüren wird man so schnell jedoch nicht in einem Serien-Ford sehen. Schon eher den Plug-in-Hybrid-Antrieb mit Zweiliter-Benzinmotor und einem aus Lithium-Ionen-Zellen gespeisten Elektromotor, der den EvosConcept etwa 60 Kilometer lang rein elektrisch fahren lassen soll.
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- Die technischen Daten des neuen Focus ST Turnier. 250 PS, 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 248 km/h Topspeed.
Massenware im Trainingsanzug
Gleich neben dem Concept Car postieren sich die neuen Sportversionen der Brot-und-Butter-Modelle aus dem Hause Ford. Ganz neu ist der Fiesta ST, der mit 1,6-Liter-Turbomotor, 180 PS und 240 Nm punktet – genau wie mit den Fahrleistungen: Null auf Hundert in unter sieben Sekunden, 220 km/h Topspeed. Noch etwas schneller ist der Focus ST Turnier. Der von uns so liebgewonnene Fünfzylinder-Turbo ist jetzt zwar passé, allerdings sind 250 PS, 6,5 Sekunden für den Null-auf-Hundert-Sprint und 248 km/h Topspeed eine ordentliche Ansage.
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- Deutlich weiter weg von realistischen Serienchancen als der Colorado Rally ist die futuristische Roadster-Studie Miray.
Hybrid-Rabauke am Chevy-Stand
Auch Chevrolet gibt sich in Frankfurt betont sportlich, wenn auch die Amis lieber im Dreck spielen. Die Studie Colorado Rally verfügt über ein Cockpit mit reichlich Motorsport-Charme, zudem macht sie mit besonders grobstolligen Reifen und sehr leichten Acryl-Scheiben auf Dakar-Renner. Dennoch gibt sie einen konkreten Ausblick auf einen kompakten Pickup, der mit Autos wie dem VW Amarok konkurrieren könnte. Deutlich weiter weg von realistischen Serienchancen ist die futuristische Roadster-Studie Miray. Natürlich ist nicht nur deren Design, sondern auch der Antrieb topmodern: Zwei 15 kW-Elektromotoren unterstützen einen Turbo-Vierzylinder mit 1,5 Litern Hubraum. Damit wird der Miray zum Hybrid-Roadster, der vielleicht irgendwann der passende Rabauke zum braven Volt sein wird.
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- Cadillac zeigt mit dem viertürigen Luxus-Cabrio Ciel einen der Konzeptstudien-Stars der 2011er IAA. Das Concept Car präsentiert einen betörend schönen Optik-Mix aus Klassik und Moderne.
Überbordender Luxus im Cadillac Ciel
Gleich nebenan hat sich Cadillac postiert und zeigt dort mit dem viertürigen Luxus-Cabrio Ciel einen der Konzeptstudien-Stars der 2011er IAA. Die präsentiert nicht nur einen betörend schönen Optik-Mix aus Klassik und Moderne, sondern bietet auch das volle Verwöhn-Programm: Herausziehbare Cashmere-Decken oder ein Humidor sind nur zwei der Details, mit denen sich die drei Passagiere plus Chauffeur voll der Entspannung hingeben können. 3,20 Meter Radstand sorgen für ausladende Platzverhältnisse, der Verzicht auf B-Säulen schafft mehr Frischluft-Feeling. Ach ja, einen Antrieb hat er auch: Ein Elektromotor unterstützt den V6-Biturbo-Benziner mit 3,6 Litern Hubraum, die Gesamtleistung beträgt 431 PS.
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- Der schnellste Jeep aller Zeiten: Im Dunstkreis von Ferrari, Maserati und Alfa Romeo hat es der neue Grand Cherokee SRT8 allerdings schwer, die ihm gebührende Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Dramatischer Dampfhammer von Jeep
Und dann gibt es da noch den schnellsten Jeep aller Zeiten: Im Dunstkreis von Ferrari, Maserati und Alfa Romeo hat es der neue Grand Cherokee SRT8 zwar schwer, die ihm gebührende Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch die hat der Power-Offroader mehr als verdient, tritt er doch mit 6,4-Liter-V8-Saugmotor, 470 PS und 630 Nm an. Der verhilft diesem Wandschrank auf Rädern zu geradezu abartigen Fahrleistungen: 4,8 Sekunden von Null auf Hundert und 255 km/h Topspeed lassen manchen Sportwagen verschreckt zurück. Dass das monumentale Monstrum bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 nach nur 35 Metern zum Stehen kommt, hat Jeep seinem Zulieferer Brembo zu verdanken. Dankbar wird auch so mancher Tankwart sein angesichts von 15,6 Litern Durchschnittsverbrauch.
Nicht nur wegen dieses Wertes mutiert der Jeep Grand Cherokee SRT8 zum
absoluten Exoten unter den diesjährigen IAA-Neuheiten. Aber wenigstens
trauen sich die Amis noch, unvernünftig zu sein. Vielen Dank dafür!

