Für jeden etwas
Ja, auch auf der diesjährigen IAA fällt es schwer, sich an den Ständen der italienischen Hersteller auf die Autos zu konzentrieren. Aber dazu morgen mehr in unserer umfassenden Hostessen-Fotoshow. An dieser Stelle soll es tatsächlich ausschließlich um die automobilen Neuheiten aus italienischer Produktion geben. Und davon gibt es in diesem Jahr so einige: Von klein bis groß, von schwach bis stark, von unansehnlich bis wunderschön. Aber der Reihe nach.
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- Am Fiat-Stand steht alles im Zeichen des neuen Panda, der gleich sieben Mal zu sehen ist. Der kleine Fünftürer ist nun deutlich runder als bisher, auch wenn die tolle Kiste in ihren Grundzügen immer noch klar als Panda zu erkennen ist.
Sieben auf einen Streich
Fangen wir mit der Konzernmutter Fiat an. Am Stand des Turiner Autoriesen steht alles im Zeichen des neuen Panda, der gleich sieben Mal zu sehen ist. Der kleine Fünftürer ist nun deutlich runder als bisher, auch wenn die tolle Kiste in ihren Grundzügen immer noch klar als Panda zu erkennen ist. Er ist beim Modellwechsel ein wenig in die Länge gewachsen (3,65 Meter), allerdings bleibt der Radstand gleich. Zum Marktstart gibt es vier Motoren, den Multiair-Zweizylinder in zwei Leistungsstufen, einen Vierzylinder-Benziner und einen Vierzylinder-Diesel. Nette Idee: Der obere Teil des Armaturenbretts ist Ton in Ton mit der Karosserie gestaltet. Die weitere Fiat-Neuheit, das SUV namens Freemont, hat weit weniger Aufsehen erregt, war aber größtenteils auch schon bekannt.
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- Das beste Pferd im Fiat-Stall, Ferrari, hat wie erwartet den 458 Spider präsentiert. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo höchstpersönlich zog das Tuch vom neuen offenen Mittelmotor-Sportler, der fortan zahlreiche Blicke auf sich zog.
Ferrari feiert den 458 Spider
Das beste Pferd im Fiat-Stall, Ferrari, hat wie erwartet den 458 Spider präsentiert. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo höchstpersönlich zog das Tuch vom neuen offenen Mittelmotor-Sportler, der fortan zahlreiche Blicke auf sich zog. Denn erstmals klappt sich bei der sportlichen Roadster-Speerspitze der Edelschmiede aus Maranello ein festes Klappdach automatisch zusammen und verschwindet zwischen Cockpit und Motorraum. Die technischen Daten gleichen denen des Coupés: 4,5-Liter-V8-Saugmotor, 570 PS, 540 Nm – und das bei einem Leergewicht von nur 1.430 Kilogramm – ein exzellenter Wert für einen Roadster. Entsprechend überragend sind die Fahrleistungen: Bei 320 km/h Topspeed und unter 3,4 Sekunden von Null auf Hundert droht definitiv eine Sturmfrisur.
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- Die Luxus-SUV-Studie Maserati Kubang basiert auf einer Plattform des Jeep Grand Cherokee, verfügt dementsprechend über permanenten Allradantrieb.
Maserati zeigt eine SUV-Studie
War zur Ferrari-Weltpremiere schon so gut wie alles bekannt, hat Maserati tatsächlich eine Überraschung zu bieten – den Kubang. Hinter diesem eigenwillig anmutenden Namen verbirgt sich die Konzeptstudie eines Luxus-SUVs. Der Kubang basiert auf einer Plattform des Jeep Grand Cherokee, verfügt dementsprechend über permanenten Allradantrieb. Optisch kann der Offroader mit den schicken Coupé-, Cabrio- oder Limousinen-Brüdern allerdings nicht mithalten. Das Blechkleid präsentiert zu wenig Italo-Chic, gerade im Heckbereich. Ob – und wenn ja, wann – der Kubang in Serie gehen wird, ließen die Italiener im Unklaren.
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- Bitte auf das Auto achten, nicht (nur) auf die Dame: Der 4C könnte das Kompakt-Coupé mit Mittelmotor und Hinterradantrieb werden, das Alfa-Fans so sehnsüchtig erwarten.
Alfa Romeo: 4C im Fokus
Konkreter wird es bei Alfa Romeo: Die Serienversion des 4C Conceptist inzwischen für das Jahr 2013 angekündigt. In Frankfurt tritt der nun in Silber lackierte Kompaktsportler offiziell als „Botschafter der D.N.A.-Technologie“ (D.N.A. ist die Bezeichnung von Alfas Fahrdynamikregelung) auf, allerdings immer noch als Studie. Die technischen Daten des erstmals in Genf 2011 gezeigten 4C hat Alfa jedoch noch nicht aktualisiert: Mehr als 200 PS stehen nur 850 Kilogramm gegenüber. Ob die Italiener das in die Serie retten können, erscheint jedoch äußerst fraglich. Das Getriebe namens „Alfa TCT“ werden die Mailänder jedoch beibehalten; es debütiert gleichzeitig in der Giulietta. Alfa TCT ist ein trockenes Doppelkupplungsgetriebe, das auf Knopfdruck drei verschiedene Modi an den Tag legt und damit Teil des D.N.A.-Systems ist.
Lancia auf Chryslers Spuren
Derlei technische Spielereien sind Lancia fremd. Dort setzt man endlich wieder auf die Karten „chic“ und „edel“, auch wenn es immer noch eigenartig anmutet, ehemalige Chrysler-Modelle nun als „Flavia“ (ein viersitziges Mittelklasse-Cabrio), „Thema“ (eine Limousine auf Chrysler 300C-Basis) oder Voyager (der allseits bekannte Großraum-Van) präsentiert zu bekommen. Da lassen wir uns den neuen Ypsilon schon eher gefallen. Wie gehabt leiht sich Lancia die Motoren bei derKonzernmutter Fiat. In diesem Fall sind das der 0,9-Liter-Twinair-Zweizylinder mit 85 PS, ein 69 PS starker 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner und ein 1,3-Liter-Multijet-Diesel mit 95 PS.
Abarth: Vom Skorpion angestachelt
Über solche Leistungsdaten kann man nebenan am Abarth-Stand nur müde lächeln. Hier präsentieren sich drei neue Sondermodelle erstmals dem leistungshungrigen Publikum. Darunter der 695 Competizione, ein ausgeräumter Abarth 500 mit nur zwei Schalensitzen, Überrollkäfig, Fangnetzen und allem, was man auf der Rennstrecke sonst noch so braucht. Dazu gehören auch die 180 PS des 1,4-Liter-Turbotriebwerks. Damit erreicht der Kleine den Wert des großen Bruders Punto SuperSport, der ebenfalls auf der IAA seinen ersten großen Auftritt hat. Trotz satten 270 Nm sind die Fahrleistungen (Null auf 100 in 7,5 Sekunden, 216 km/h Topspeed) so lala. Denn damit entfernt er sich nicht weit vom 20 PS schwächeren 500C Cabrio Italia, das es immerhin auf 209 km/h bringt und in 7,4 Sekunden von Null auf Hundert sprintet. Die Sonderedition des knuffigen Cabrios, von der es nur 150 Exemplare geben wird, nennt innen und außen zudem einige edle und sportive Features sein Eigen, die es nur im 500C Cabrio Italia geben wird.
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- Lamborghini-Boss Stephan Winkelmann gab bekannt, dass der Sesto Elemento, die aufregende Studie des vergangenen Pariser Autosalons, in Serie gebaut werden wird.
Lamborghini Sesto Elemento: Ja, er kommt!
Die wahren Italien-Highlightsgab jedoch nicht in der Halle des Fiat-Konzerns, sondern in der des deutschen Konkurrenten Volkswagen. Gut erkannt, die Rede ist von Lamborghini. Erstens: Lamborghini-Boss Stephan Winkelmann gab bekannt, dass der Sesto Elemento, die aufregende Studie des vergangenen Pariser Autosalons, in Serie gebaut werden wird. Und der Deutsche in italienischen Diensten gab auch gleich einige Eckdaten bekannt: 20 werden gebaut, Marktstart ist 2013, als Motor kommt ein V10 mit 570 PS zum Einsatz. Bei 999 Kilogramm Leergewicht ergibt sich ein wahnsinniges Leistungsgewicht von 1,75 kg pro PS – eine Hauptvoraussetzung für den heftigen Beschleunigungswert von Null auf Hundert in 2,5 Sekunden. Preisvorstellungen hat Winkelmann noch nicht genannt, allerdings darf man davon ausgehen, dass sich weit mehr als 20 solvente Kunden finden werden, die bereit sind, jeden Preis für den Sesto Elemento zu zahlen.
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- Neben der neuen Farbe „Rosso Mars“ fallen zahlreiche Carbon-Anbauteile und der monströse Heckflügel auf. Die Fahrleistungen: 3,4 Sekunden auf Hundert, in 10,4 Sekunden auf 200 und auf maximal 320 km/h.
Straßenversion des Markenpokal-Renners
Bis es den Renner aber tatsächlich geben wird, wird der in Frankfurt erstmals präsentierte Gallardo LP 570-4 Super TrofeoStradale die Wartezeit verkürzen. Dabei handelt es sich um die Straßenversion des Markenpokal-Rennwagens auf Gallardo-Basis, der in derBlancpain Super Trofeo zum Einsatz kommt. Der Stradale ist zwar nicht ganz so leicht wie der Sesto Elemento, darf mit 1.340 Kilogramm Leergewicht – 70 weniger als der Standard-Gallardo LP560-4 – trotzdem als Sportwagen-Asket gelten. Neben der neuen Farbe „Rosso Mars“ fallen zahlreiche Carbon-Anbauteile und der monströse Heckflügel auf. Dank Allrad feiert die Gallardo-Sonderedition in nur 3,4 Sekunden auf Hundert, in 10,4 Sekunden auf 200 und auf maximal 320 km/h. Preise nennt Lamborghini noch nicht, gibt aber gleichzeitig eine strenge Limitierung auf 150 Exemplare bekannt.

