Vier Jahre Rallye-WM – und dann lange nichts
Der Autogigant Hyundai hat eine eher überschaubare Motorsport-Historie. Zwischen 2000 und 2003 waren die Koreaner mit mäßigem Erfolg in der Rallye-WM am Start – unter anderem mit Armin Schwarz als Werksfahrer. Nachdem sich Hyundai dann klammheimlich aus dem Staub gemacht hatte, feierten die Koreaner 2010 ihr Rennsport-Comeback und versuchten sich am legendären Pikes Peak. Werksfahrer Rhys Millen, Spitzname „Mad Skills“,holte auf Anhieb den dritten Platz im heftig modifizierten Genesis Coupé. Jetzt baut Hyundai seine Motorsport-Kooperation mit dem 37-jährigen neuseeländischen Rallye-Helden, Drift-Champion und Stunt-Fahrer aus und stellt das von Rhys Millen Racing aufgebaute Hyundai Veloster Rally Car vor.Damit nimmt Hyundai 2011 an der U.S. Rallycross Championship teil – und wohl bald mit einer ans Reglement angepassten Variante auch wieder an der Rallye-WM.
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- Das vollständig einstellbare Gewindefahrwerk stammt von Proflex. Die 8.5x18-Zoll-HRE-Felgen des Veloster Rallye Cars bespannt Rhys Millen Racing mit 245/40er Reifen von Hankook.
Zu stark für die Rallye-WM
Denn im Rhys Millen-Trimm hätte das Veloster Rally Car nichts auf den WRC-Wertungsprüfungen zu suchen – es hat einfach zu viel Power. Der Hyundai bringt es auf mehr als 500 PS und stellt deutlich über 800 Nm zur Verfügung. Die aktuellen WRC-Boliden von Citroen und Ford haben gerade einmal knapp 300 PS und etwa 350 Nm zu bieten. Das ergibt bei einem vom Reglement vorgeschriebenen Mindestgewicht von 1.200 Kilogramm ein Leistungsgewicht von vier kg/PS. Naturgemäß ist der ebenso schwere Hyundai auch in dieser Disziplin deutlich im Vorteil: 2,4 kg/PS sind eine heftige Ansage.
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- Die Karosserie präsentiert sich mit reichlich Carbon auf Vordermann gebracht: Motorhaube, Türen, Kotflügel sowie Front- und Heckschürze sind aus dem ebenso leichten wie widerstandsfähigen Material gefertigt.
Nur feinste Zutaten
Über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe gibt das Veloster Rally Car seine Power an alle vier Räder weiter. Schaltbox, Allradantrieb sowie Vorder- und Hinterachsdifferenzial stammen vom Spezialisten Xtrac. Das vollständig einstellbare Gewindefahrwerk stammt von Proflex. Die 8.5x18-Zoll-HRE-Felgen des Veloster Rallye Cars bespannt Rhys Millen Racing mit 245/40er Reifen von Hankook. In den Vorderrädern findet die 14-Zoll-Bremsanlage mit Sechs-Kolben-Zangen von Alcon Platz. Das hintere Pendant arbeitet mit zwölf Zoll großen Scheiben.
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- Der Innenraum ist rennsporttypisch karg ausgestattet: Neben Sparco-Sitzen mit Hosenträger-Gurten gibt es eine Feuerschutzwand, einen Feuerlöscher und einen Sicherheits-Käfig. Ansonsten flog alles Überflüssige raus.
Leichtbau und Sicherheit sind das A und O
Die Karosserie präsentiert sich mit reichlich Carbon auf Vordermann gebracht: Motorhaube, Türen, Kotflügel sowie Front- und Heckschürze sind aus dem ebenso leichten wie widerstandsfähigen Material gefertigt. Der Innenraum ist rennsporttypisch karg ausgestattet: Neben Sparco-Sitzen mit Hosenträger-Gurten gibt es eine Feuerschutzwand und einen Sicherheits-Käfig. Ansonsten flog alles Überflüssige raus.
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- Über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe gibt das Veloster Rally Car seine Power an alle vier Räder weiter. Schaltbox, Allradantrieb sowie Vorder- und Hinterachsdifferenzial stammen vom Spezialisten Xtrac.
Gegen Ken Block, mit Robbie Maddison
In der U.S. Rallycross Championship trifft Rhys Millen übrigens auf prominente Gegner wie den amerikanischen Gymkhana-Helden Ken Block. Der Hyundai muss sich in dieser Serie gegen Subaru WRX STi´s, Ford Fiestas und Mitsubishi Evos behaupten. Millens Teamkollege trägt übrigens einen mindestens ebenso bekannten Namen wie der Chef selbst: Der Australier Robbie Maddison ist einer der weltweit besten Motocross-Freestyler und wird sich 2011 erstmals auf vier Rädern versuchen. Saisonhöhepunkt sind die X Games Ende Juli in Los Angeles.Vorher wird Millen mit dem nochmals erstarkten Genesis Coupé – man munkelt über 850 PS– beim Pikes Peak Hill Climb einen weiteren Angriff auf die magische Zehn-Minuten-Marke starten. Und schließlich steht noch die WRC-Karriere des Veloster im Raum. Es sieht ganz danach aus, als steht Hyundai eine spektakuläre Motorsport-Zukunft bevor.

