Zubehör im Test

GTÜ testet acht Batterieladegeräte im Vergleich

Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde das CTEK MXS 5.0 von Kunzer ausgezeichnet, welches im Fachhandel erhältlich ist. Das MXS 5.0 erreichte im GTÜ-Vergleich 452 von 500 maximal möglichen Punkten, gefolgt vom Bosch C3 mit 418 Punkten. ( , 04.11.2011)

Das morgendliche Orgeln bei lausig kaltem Wetter und das Nichtanspringen des Motors kennt fast jeder Autofahrer: die böse Überraschung einer leeren Batterie. Es liegt nicht zwingend an der schlechten Qualität oder dem Alter der Batterie – sie hält meist vier Jahre -, sondern häufig an den zu viel gefahrenen Kurzstrecken im Stadtverkehr. Um sich aufzuladen, braucht jede Batterie ihre Zeit, entweder auf einer längeren Tour, oder aber an der heimischen Steckdose. Dafür bietet der Zubehörhandel entsprechende Batterielader, die keine 100 Euro kosten. Acht von ihnen knöpfte sich die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung vor und prüfte sie auf Herz und Nieren.

Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde das CTEK MXS 5.0 von Kunzer, das im Fachhandel erhältlich ist. Das MXS 5.0 erreichte im GTÜ-Vergleich 452 von 500 maximal möglichen Punkten, gefolgt vom Bosch C3 mit 418 Punkten. Auf den Plätzen folgten (Punktzahl in Klammern) M+S Intelli 2 (378), Cartrend MP 3800 (368), Saito Pro Charger XL (362), AEG LP Plus (334), ProTech M42 (310) und weit abgeschlagen das Cartrend 6A mit nur 158 Punkten. Eine wichtige Erkenntnis der GTÜ Prüfer: Der Preis entscheidet zwar nicht allein über die Qualität eines Batterieladers, denn die teuersten Kandidaten waren nicht gleichzeitig die besten. Aber ein paar Euro mehr sollte man doch anlegen, denn die beiden mit Abstand billigsten Geräte belegten auch die letzten Plätze.

Ein wichtiger Punkt im umfangreichen Testprogramm war die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens. Volle Punktzahl erhielten hier CTEK, M+S sowie Saito, die sich auch als einzige im Testfeld zu 100 Prozent für den bedenkenlosen Langzeitbetrieb an der Autobatterie eigneten. Das CTEK war obendrein das Gerät mit der schnellsten Aufladung und das einzige, das wirklich konsequent das klassische, von den meisten Batterieherstellern empfohlene sogenannte IUoU-Ladeverfahren mit Hauptladung, Absorptionsphase und Erhaltungsladung mit geregelten Spannungen verwendet. Von den Top-Geräten schaffte es übrigens nur der Testsieger, auch tiefst entladene Batterien mit einer Restspannung um die drei Volt wieder zum Leben zu erwecken, eine Übung, die ansonsten nur noch Saito und ausgerechnet der Letzte im Feld, das Cartrend 6A beherrschten. Die beiden Erstplatzierten CTEK MXS 5.0 und Bosch C3 lieferten den besten optischen und haptischen Gesamteindruck und waren zudem robust genug, um den Falltest mit voller Punktzahl zu überstehen. Letzteres schafften auch AEG, das Cartrend MP 3800 und ProTech.

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