Schneller als der Namensvetter
Teamchef Tony Fernandes hat mit seinem Team Lotus das erste Duell gegen den ungeliebten Bruder gewonnen: Jene Mannschaft, die schon in der vergangenen Saison als Lotus in der Formel 1 angetreten ist, hat als zweite nach Ferrari das Auto für die kommende Saison präsentiert. Am frühen Montagmorgen hat die britisch-malaysische Truppe jenen Bolidenvorgestellt, der 2011 den Anschluss ans Mittelfeld herstellen soll. Dafür wartet der nach wie vor in die traditionelle Lotus-Farbkombination Grün-Gelb gehüllte Renner mit einigen extremen aerodynamischen Lösungen auf.
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- Nachdem das Team Lotus 2010 immerhin die beste der drei neuen Mannschaften war, sollen 2011 die Mittelfeld-Teams wie ToroRosso, Sauber-Ferrari oder Force India unter Druck gesetzt werden.
Früher als alle anderen
Team Lotus hat als erste Mannschaft angefangen, das 2011er Auto zu entwickeln. Bereits im Frühjahr 2010 haben sich die Design-Crew um Lewis Butler und die Aerodynamiker um Marianne Hinson an die Arbeit gemacht und mit einem weißen Blatt Papier angefangen. Das Ergebnis ist ein Rennwagen, „der in jedem Bereich aussieht wie ein Topauto“, wie Technik-Chef Mike Cascoyne voller Stolz erklärt. Der T128 wirkt besonders in den Bereichen der Front und an den Seitenkästen deutlich schlanker und kompakter als das Vorgängermodell und trägt die Nase wieder sehr hoch. Ein neuer Windkanal und eine deutlich bessere Ausrüstung im Bereich der CFD-Berechnung sollen die Voraussetzungen dafür schaffen, zu Teams wie ToroRosso und Sauber-Ferrari aufzuschließen.
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- Der Lotus-Renault T128 wirkt besonders in den Bereichen der Front und an den Seitenkästen deutlich schlanker und kompakter als das Vorgängermodell und trägt die Nase wieder sehr hoch.
Motor und Getriebe vom Weltmeister
Besonders die ständigen Probleme am Antriebsstrang sorgten 2010 dafür, dass für Lotus nicht mehr drin war als der Titel „bestes der neuen Teams“. Damit in dieser Hinsicht mehr Stabilität ins Auto kommt, holt sich Team Lotus nun neue Partner ins Boot. Renault liefert den Motor, das Getriebe kommt immerhin vom amtierenden Weltmeister-Team Red Bull. Entsprechend optimistisch geht Mike Cascoyne in die neue Saison: „Ich halte es durchaus für möglich, dass wir in diesem Jahr 40 bis 50 Punkte holen werden“, sagt der Technische Direktor.
Am Mittwoch (2. Februar) – dem zweiten offiziellen Testtag in Valencia –
geht der neue Lotus-Bolide erstmals auf die Strecke. Tony Fernandes
freut sich schon auf diesen Rollout: „Der Fokus lag in letzter Zeit zu
sehr auf Dingen, die nichts mit der Rennstrecke zu tun hatten“, sagt der
Teamchef. „Jetzt ist es spannend, endlich wieder über Motorsport
sprechen zu können.“

