| Mercedes S 250 CDI BlueEfficiency | |
|---|---|
| Motor | Reihe |
| Hubraum | 2143 ccm |
| Leistung | 150 kW (204 PS) bei 4200 U/min |
| Drehmoment | 500 Nm bei 1600 U/min |
| L/B/H in Meter | 5096 mm/1871 mm/1485 mm |
| Gewicht | 1970 kg |
| Antrieb | Heck |
| Getriebe | Automatikgetriebe |
| Felgengröße | 8,5x18 Zoll vo.; 9,5x18 Zoll hi. |
| Bereifung | 235/55R17W / 235/55R17W |
| Bremsen | Scheibe / Scheibe |
| 0-100 km/h | 8,5 s |
| 0-200 km/h | --- |
| Vmax | 240 km/h |
| Bremsweg (100-0 km/h) | 38,0 m |
| Verbrauch | 7,2 l / 100 km |
| Grundpreis | 71876 Euro |
| Testwagenpreis | 92.635,55 Euro |
| Versicherungsklassen | HP 22/ VK 28/ TK 30 |
| Rundenzeit | --- |
| Teststrecke |
Das ist er
Die Sparfüchse unter den Autofahrern werden sicher selten auf die Idee kommen, sich beim Mercedes-Händler den Prospekt zur S-Klasse zu besorgen. Das könnte sich nun jedoch ändern,denn mit dem neuen S 250 CDI wollen die Schwaben die sparsamste Oberklasse-Limousine der Welt auf die 18-Zoll-Räder gestellt haben. Und das ohne Hybrid- oder sonstigen Alternativ-Schnickschnack, sondern mit einem herkömmlichen Turbodiesel-Motor. Wenn auch einem – zumindest für Luxusliner-Verhältnisse – extrem mickrigen. Der doppelt aufgeladene 2.143 Kubikzentimeter-Winzling erweist sich inzwischen als wahrer Verbrennungs-Tausendsassa, kommt er doch baureihenübergreifend inzwischen von C- bis M-Klasse zum Einsatz. Nun also auch im mondänen S, das weltumspannend als Mutter aller komfortablen Autobahngleiter gilt.
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- Diese Sitze sind Hightech pur. Sie bieten nicht nur eine jeweils sehr effektive Heizung oder Kühlung, sondern auch unendliche Verstellmöglichkeiten, eine Massage- sowie eine Fahrdynamik-Funktion.
Das bietet er
Als Mercedes die vierzylindrige S-Klasse der Öffentlichkeit vorstellte, ging ein Aufschrei durch die traditionsbewusste PS-Community. „Einen V6 lassen wir uns gerade noch gefallen, aber eine Oberklasse-Limo braucht irgendwas zwischen acht und zwölf Zylindern!“, so der einhellige Tenor. Was übrigens auch für die Motorvision.de-Redaktion gilt. Doch nach dem ersten Annäherungsversuch, bei dem wir den Blick aufs entlarvende Typenschild unter allen Umständen vermeiden, sind wir fürs Erste besänftigt. Dieses Dickschiff sieht aus wie eine S-Klasse und fühlt sich auch so an. Leder der sanftesten Sorte umschmeichelt den Körper, dazu gibt es Komfort-Annehmlichkeiten wie Massagesitze, ein High-End-Soundsystem und Platz im Überfluss. Zudem sind alle Fahrassistenz-Systeme an Bord, die kreative Ingenieurs-Hirne bis zum heutigen Tag entwickelt haben, und nachdem der Blick auf das charakteristische Lenkrad und den Stern auf dem Kühlergrill fällt, stellt sich sowieso typisches Mercedes-Feeling ein.
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- Eine Fahrdynamik-Institution wird – und soll – die S-Klasse nie werden. Aber im sportlichen Fahrwerksmodus ist die Agilität der Fahrzeuggröße zumindest angemessen.
So fährt er
Das bleibt auch so, nachdem der Motor per Schlüsseldreh zum Leben erwacht. Allerdings wähnt man sich rein akustisch nun eher in einem Taxi, der selbst nach Kaltstart seidenweiche Lauf der formidablen V6-Diesel aus dem Mercedes-Regal geht dem 250er ab. Ist der Selbstzünder aber erst einmal auf Temperatur gekommen, nimmt man ihn kaum noch wahr. Und falls doch, gibt es ja noch die HiFi-Anlage. Aber wie fährt sie sich nun, die Kombination aus XXL-Auto und XXS-Diesel? Die Antwort überrascht selbst uns als Downsizing-Skeptiker positiv. Im Stadtverkehr kommt der S 250 CDI an der Ampel ordentlich aus den Startlöchern, sprintet bei Bedarf in 8,5 Sekunden von Null auf Hundert, falls der Getriebemodus „Sport“ eingestellt ist. Auch auf der Landstraße ist stets genug Kraft vorhanden. Wer am Ortsausgang auf dicke Hose machen will, kann zur Not noch den Kickdown bemühen. Eine Fahrdynamik-Institution wird – und soll – die S-Klasse nie werden, zu indirekt ist die Lenkung ausgelegt und zu schwammig wabert die luftgefederte Karosserie im Komfort-Modus über den Asphalt. Im … räusper … Sport-Modus ist die Agilität eines 5,10 Meter-Flaggschiffes jedoch angemessen. Aber eine S-Klasse gehört auf die Autobahn, hier muss auch der Mikro-Diesel performen, auch in der Eco-Getriebevarante. Und das tut er, wenn auch mit schnell abgehandelten Abstrichen. Oberhalb von 220 km/h wünscht man sich mehr Punch, bis Topspeed 240 geht es doch sehr zäh voran. Am wohlsten fühlt sich der schokobraune Riese aber zwischen 180 und 220 Sachen. In diesem Bereich ist die Geräuschkulisse am angenehmsten - eigentlich hört man nichts als sehr dezente Windgeräusche -, hier pendelt sich der Verbrauch bei gut acht Litern ein und ist allzeit genug Druck für Zwischenspurts vorhanden und flottes Vorankommen garantiert. Dank seines 83-Liter-Tanks ist selbst bei dieser Gangart eine Reichweite von 1.000 Kilometer + x drin. Und das ist die wahre – und von Seiten der anvisierten Kundschaft wohl auch gefragteste – Stärke des Mercedes S 250 CDI. Zeitraubende Tankstopps entfallen, obwohl der Luxusliner angemessen auf der linken Spur Kilometer frisst.
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- Bei Temperaturen um -10 Grad ist die Start-Stopp-Automatik nicht aktiv. Trotzdem erreichte der Mercedes S 250 CDI im Test einen Durchschnittsverbrauch von 7,2 Litern - Respekt.
Das kostet er
Der S 250 CDI ist mit einem Grundpreis von 71.876 Euro die mit Abstand günstigste Möglichkeit, in die S-Klasse zu investieren. Auf seinen großen Bruder S 350 BlueTec mit Dreiliter-V6-Diesel macht er etwa 4.600 Euro gut. Wer in die deutsche Oberklasse einsteigen möchte, findet nur im Audi A8 3.0 TDI (69.600 Euro) ein billigeres Angebot. Wer die verlockende Möglichkeit nutzt, Komfort und Sicherheit mit Kreuzchen bei den Sonderausstattungs-Posten „Leder Passion schwarz“, „Sitzkomfort-Paket vorne“ und „Fahrassistenz-Paket Plus“ auf absolutes Top-Niveau zu treiben, erntet wie bei unserem Testwagen einen Tarif von 92.635,55 Euro. Das ist für eine Limousine mit Vierzylinder-Dieselmotor gewiss kein Pappenstiel, aber ein angesichts des dann erreichten Prädikats „Vollausstattung“ ein faires Angebot, zumal der S 250 CDI schon bald ein sehr gefragter Gebrauchtwagen sein wird. Die Versicherungseinstufung ist oberklasse-typisch happig. Dagegen muss die Platin-Kreditkarte an der Tankstelle nur selten gezückt werden. Trotz Winterreifen und eisiger Temperaturen, welche dem erst oberhalb von -8°C aktiven Start-Stopp-System viele Ruhepausen verschafft haben, schafft die Vierzylinder-S-Klasse einen Testverbrauch von 7,2 Litern. Liebe Konkurrenten, bitte unterbieten!
| Kriterien (je max. 10 Punkte) | Mercedes S 250 CDI BlueEfficiency |
|---|---|
| Gesamtergebnis (max. 50 Punkte) |
33 |
| Längs | 07 |
| Quer | 05 |
| Alltag | 09 |
| Geld | 08 |
| Wahre Werte | 04 |

