Schwäbische Leistungsfetisch… ähm -künstler
speedArt – die Kunst der Geschwindigkeit. So ein Firmenname verpflichtet natürlich. Erst recht, wenn es sich dabei um einen Porsche-Tuner handelt. Das neueste Projekt der schwäbischen Leistungsfetischisten: der BTR-II 650 Evo, der auf dem ab Werk schon nicht besonders langsamen Porsche 911 Turbo basiert. Aber wenn ein Auto einen Topspeed von 335 km/h erreicht, in knapp über neun Sekunden von Null auf 200 km/h sprintet und auch noch so aussieht, dann wird Geschwindigkeit definitiv zur Kunstform.
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- Natürlich erfährt auch das PASM-Fahrwerk des Porsche 911 Turbo ein Update: Es wird um den Sportfedernsatz „Street-Race“ ergänzt und in Spur, Sturz und Nachlauf neu abgestimmt.
Wo rohe Kräfte sinnvoll walten
Bevor es aber soweit ist, sind einige Änderungen im Umfeld des Turbo-Triebwerks nötig. Optimierte Ladeluftkühler bringen die angesaugte Luft in ein optimales Temperaturfenster. Größere und damit durchsatzfreudigere VTG-Lader sind für den Löwenanteil der Leistungssteigerung um 150 auf 650 PS verantwortlich. Auf der Auslassseite leisten neue Fächerkrümmer, Sportkatalysatoren und ein Sportauspuff mit Klappensteuerung ihren Beitrag – genau wie die Änderung der Motorelektronik. Noch imposanter als die Leistungs- ist die Drehmomentsteigerung: Der Serien-Turbo bringt es konstant auf 650 und bei Overboost auf 700 Nm. Der speedArt BTR-II 650 Evo stellt maximal 900 Nm zur Verfügung.
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- Der speedArt BTR-II 650 Evo verfügt über verstärkte Kupplungsscheiben, weshalb auch wiederholte Launch-Control-Starts ohne schlechtes Gewissen hingelegt werden können.
Verstärktes PDK-Getriebe
Damit diese rohen Kräfte nicht sinnlos walten, kümmert sich der schwäbische Tuner ebenfalls um das PDK-Getriebe. Der 911 Turbo verfügt nun über verstärkte Kupplungsscheiben, weshalb auch wiederholte Launch-Control-Starts ohne schlechtes Gewissen hingelegt werden können. Dieses schlechte Gewissen sollte man eher den Reifen gegenüber haben, auch wenn es dank Allrad eher selten qualmen dürfte. Vorne rollt der BTR-II 650 Evo auf 245/30er Reifen, hinten kommen ultrabreite 325/25er Schluffen zum Einsatz. Aufgezogen sind die Contis auf 20-Zöllern namens „LSC-Forged“, die vorne 8,5 und hinten zwölf Zoll breit und in verschiedenen Farben erhältlich sind. Natürlich erfährt auch das PASM-Fahrwerk ein Update: Es wird um den Sportfedernsatz „Street-Race“ ergänzt und in Spur, Sturz und Nachlauf neu abgestimmt.
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- Nach der Sonderbehandlung durch speedArt steigt die Leistung des Porsche 911 Turbo von 500 auf 650 PS. Das maximale Drehmoment wächst von 650 (700 bei Overboost) auf 900 Nm.
speedArt verleiht Flügel
In Anbetracht seines Potentialssieht der aktuelle 911 Turbo ja einigermaßen bieder aus. Zumindest lässt er genug Spielraum, um die Optik zu emotionalisieren – wovon speedArt reichlich Gebrauch macht. Über mangelnde Bespoilerung kann sich der Zuffenhausener jedenfalls nicht mehr beklagen: Gerade der ausfahrbare Flügel auf dem Heckdeckel sorgt für mächtig Anpressdruck und noch mehr Aufsehen. Hinzu kommen ein Dachspoiler und die Evo-Frontschürze samt Spoilerlippe. Auch die Seitenschweller erfüllen nicht nur optische Zwecke: Laut speedArt leiten sie den Fahrtwind strömungsgünstig in Richtung Heckflügel. Das kommt der Aerodynamik ebenso zugute wie ein optisch dezenter, dafür wohl umso wirkungsvollerer Heckdiffusor.
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- Die Echtcarbon-Zierteile des speedArt BTR-II 650 Evo können ebenso individuell auf die Außenfarbe abgestimmt werden wie die Ziernähte und Fußmatten, die Sicherheitsgurte und die Instrumente.
Farbenfroh in den Geschwindigkeitsrausch
Zu guter Letzt bringt speedArt noch Farbe in den Innenraum: Die Echtcarbon-Zierteile können ebenso individuell auf die Außenfarbe abgestimmt werden wie die Ziernähte und Fußmatten, die Sicherheitsgurte und die Instrumente. Das 340 Millimeter-Sportlenkrad verfügt nun über F1-Schaltwippen, die Ladedruckanzeige über eine Skala bis 1,8 bar.
Die Kunst der Geschwindigkeit: Mit dem BTR-II 650 Evo wird speedArt der sich selbst auferlegten Verpflichtung auf jeden Fall gerecht. Aber Kunst kostet, weshalb die speedArt-Variante mal eben 85.000 Euro teurer ist als der Serien-Turbo (235.182 statt 150.155 Euro). Eine Wertung dieser Zahlen ersparen wir uns an dieser Stelle lieber.

