Aston Martin wird seine Liebhaber in Genf definitiv überraschen. Die Engländer zeigen nicht etwa eine neue Leistungsstufe für ihren Zwölfzylinder. Ganz im Gegenteil: Aston Martin stellt erstmals einen Kleinwagen vor. (Jessica Fischer , 26.02.2010)
Japanische Gene
Als Partner holt sich der englische Premiumhersteller Toyota an die Seite. Toyota zeichnet sich genau wie Aston Martin durch Qualität und technische Innovationen aus. Dadurch ist eine Kooperation mit den Japanern besonders attraktiv. Sie stellen den IQ als Basis für das Luxus-Make over zur Verfügung. Der IQ gilt mit seinem revolutionären Raumkonzept als kleinster Viersitzer der Welt. Auf weniger als drei Metern Länge erlaubt er ein hohes Maß an Flexibilität im Innenraum, welches durch innovative Ideen wie dem Unterflurtank gelöst ist. Zudem liegt er auch beim Thema Sicherheit an der Spitze. Beim EuroNCAP-Test erreicht der IQ die volle Punktzahl.
Aston Martin geht es aber nicht nur darum seine Modellpalette nach unten zu erweitern und seinen Kunden einen Luxuskleinwagen zu bieten. Die Engländer legen besonderen Wert auf umweltverträgliche Mobilität. Toyota gibt den CO2-Ausstoß des IQ mit 99g/km an.
Englische Erziehung
Auch wenn der von Aston getaufte Cygnet unter dem Blech japanische Technik besitzt, soll er dennoch klar als Aston Martin zu erkennen sein. Die Front trägt ganz klar das Aston-Gesicht mit dem aufgerissenem Kühlergrill und den nach hinten gezogenen Scheinwerfern. Konzeptionell wird der Cygnet ein Kleinwagen im Luxussegment sein. Dementsprechend ist auch seine Ausstattung deutlich höherwertiger als die des IQ.
Laut Aston-Chef Ulrich Bez sollen drei bis vier tausend Cygnet gebaut werden. Die Zielgruppe sollen Käufer der Luxusklasse sein, die aber ihrem Gewissen folgen und daher ein umweltfreundliches Auto fahren wollen. Zu begutachten ist der Cygnet auf dem Genfer Autosalon. Kurz nach der Messe steht er auch schon beim Händler. Gefertigt wird der Luxusfloh im Aston Martin Werk Gaydon. Den Vertrieb übernehmen ebenfalls Aston Martin Händler. Nur für den Service soll Toyota sorgen. Der Preis steht noch nicht fest, wird aber mindestens das Doppelte eines herkömmlichen Toyota IQ betragen.