Im fünften und letzten Teil unseres Rundganges über die Auto-Messe zeigt MotorVision die Premieren von Smart bis Volvo. (mid , 01.01.2009)
Smart
Smart fährt mit seiner im vergangenen Jahr neu eingeführten zweiten Generation des Stadtflitzers Fortwo vor. Der Zweisitzer ist auch mit umweltfreundlichem Microhybrid-Antrieb mit Start-Stopp-Automatik zu haben, die den Motor beim Ampelstopp selbstständig ab - und bei Bedarf blitzschnell wieder anschaltet. So soll der Benzinverbrauch von 4,7 Litern pro 100 Kilometer um rund 0,4 Liter auf 4,3 Liter sinken.
Subaru
Den Schritt vom geländegängigen Kombi zum ausgewachsenen SUV hat die dritte Generation des Subaru Forester vollzogen. Die neue Plattform liefert einen um 90 Millimeter längeren Radstand sowie eine Mehrlenker-Hinterachse. Als Antrieb stehen zwei 2,5-Liter-Boxer-Ottomotoren zur Wahl. Weniger Hingucker als technische Meisterleistung ist der erste Dieselmotor der Firmengeschichte, der in den Modellen Legacy und im Outback Premiere feiert. Das Vierzylinder-Triebwerk ist zugleich der erste Diesel überhaupt, der nach dem Boxer-Prinzip arbeitet - der von Subaru und auch Porsche bevorzugten Motorbauweise. Das Triebwerk verfügt über zwei Liter Hubraum und leistet rund 118 kW/160 PS. Daneben sind die Elektro-Konzept-Fahrzeuge G4e sowie R1e zu bestaunen. Von dem Kurzstreckenfahrzeug R1e auf Basis des R1 Minicar sollen im kommenden Jahr 100 Exemplare zu Feldversuchen über Japans Straßen rollen.
Suzuki
Mit dem Concept A-Star und dem Kizashi 2 präsentiert Suzuki gleich zwei Europapremieren. Die Kleinwagenstudie Concept A-Star mit dem großen trapezförmigen Kühlergrill und den raffiniert dreinblickenden halbgeschlossenen Scheinwerfer-Augen wird von einem 1,0-Liter-Ottomotor aus Aluminium angetrieben, der nur 4,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen soll. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer. In Produktion geht der in Indien und Japan entwickelte Fünftürer im Oktober, auf den deutschen Markt rollt er dann im Frühjahr 2009. Einen Ausblick auf den ersten Mittelklässler aus dem Haus Suzuki gibt das Konzeptfahrzeug Kizashi 2, dessen Name so viel bedeutet wie “Vorgeschmack”. Die Optik des Fünftürers wird von den bulligen Rädern und der damit kontrastierenden dynamischen Karosserieführung mit der coupéhaft abfallenden Dachlinie geprägt. Die Serienversion soll von einem 3,6-Liter-V6-Motor angetrieben werden. Zudem ist eine Hybrid-Variante in der Mache. Der ab Mai erhältliche Mini-Van Splash ist ebenfalls vertreten. Das Schwestermodell des Opel Agila wird unter anderem von dem neuen 1,2-Liter-Ottomotor mit 63 kW/86 PS Leistung angetrieben. Zusätzlich stehen ein 1,0-Liter-Benziner mit 48 kW/65 PS sowie ein 55 kW/75 PS starker 1,3-Liter-Diesel zur Verfügung. Weitere Sondermodelle komplettieren den Messeauftritt.
Tata
Das billigste Serien-Automobil der Welt ist der 1 700 Euro teure Tata Nano. Der fünftürige Kleinstwagen ist vornehmlich für den indischen Markt und andere Schwellenländer gedacht. Doch bereits die nächste Generation des Billigstautos könnte nach Europa rollen, vorausgesetzt sie erfüllt die dort vorherrschenden Anforderungen an Sicherheit und Kraftstoffverbrauch. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens verfügt über einen 0,6 Liter großen Ottomotor und verbraucht rund fünf Liter auf 100 Kilometern.
Toyota
Mit dem Urban Cruiser und der Serienversion des Stadtflitzers iQ stellt der Automobilhersteller Toyota gleich zwei neue Modelle vor. Der 3+1 Sitzer iQ feierte im vergangenen Jahr auf der IAA seine Weltpremiere. Optisch fast unverändert soll der niedliche Stadtflitzer mit einer Länge von unter drei Metern bereits im kommenden Jahr auf den Markt rollen. Der erstmals zu bestaunende Urban Cruiser ist ein kompaktes SUV, das durch geringen Kraftstoffverbrauch und niedrige CO2-Emissionen bestechen soll. Der Dreitürer positioniert sich unterhalb des Erfolgsmodells RAV4 und schließt damit die Lücke, die durch den Wegfall des dreitürigen RAV4 entstanden ist. Zusätzlich zeigt Toyota zwei Versionen eines an der Steckdose aufladbaren Elektro-Hybridautos, die eine ist mit einem Ethanol-Ottomotor kombiniert, die andere mit einem konventionellen Benziner.
Volkswagen
Zu den Highlights des Autojahres 2008 gehört die jetzt erstmals zu sehende Neuauflage des Coupés VW Scirocco. Seit seinem Debüt im Golf-Jahr 1974 wurde der Zweitürer mehr als eine halbe Million Mal verkauft. Das Design des Nachfolgers ist mit seiner abfallenden Dachlinie und der dynamischen Linienführung im Vergleich zu seinem automobilen Ahn deutlich sportlicher gestaltet. Ein großer Kühlergrill sowie schmale und quergelagerte Scheinwerfer prägen die Front des Coupés. Der starke Auftritt des am Design der Studie Iroc orientierten Volkswagens wird durch leicht ausgestellte Radhäuser an den Hinterrädern unterstrichen. Produziert wird er im VW-Werk Portugal. Mit dem Passat CC bringt Volkswagen einen Schuss Emotion in die Mittelklasse. Die viertürige Limousine mit coupéartigem Design soll die Lücke zwischen dem nüchternen Dienstwagen-Klassiker Passat und dem Oberklasse-Modell Phaeton füllen. Sportives Design mit eleganter Linienführung und neuer Kühlergrillgestaltung, großzügige Platzverhältnisse auf allen vier Einzelsitzen und technische Neuerungen wie das erste Spurhaltesystem mit aktiver Lenkkorrektur sind die wichtigsten Bestandteile des CC-Rezepts, das vor allem amerikanischen Kunden schmecken soll. Dort kommt das vom erfolgreichen Mercedes-Viertürer CLS inspirierte und im ostfriesischen Emden gebaute Passat Coupé gegen Ende des Jahres auf den Markt. In Deutschland bietet Volkswagen das neue Mitglied der Mittelklasse-Baureihe wahlweise mit drei Benzinmotoren und zwei Dieseltriebwerken mit Leistungswerten von 103 kW/140 PS bis 220 kW/300 PS an. Das Topmodell mit 3,6-Liter-V6-FSI-Benziner erhält das Doppelkupplungsgetriebe DSG und den Allradantrieb “4motion”. Die Preise für die neue Nobel-Ausgabe des Passat stehen noch nicht fest.
Volvo
Mit dem Volvo XC60 zeigt sich neben dem Mercedes GLK und dem Audi Q5 die dritte Neuerscheinung aus dem Bereich der Premium-SUV. Ab Herbst ist der kleine Bruder des XC90 mit einem Benzinmotor und zwei Dieseltriebwerken mit einem Leistungsspektrum von 120 kW/163 PS bis 210 kW/285 PS und permanentem Allradantrieb zu haben. Im Jahr 2009 folgt eine Fronttrieb-Variante. Preise sind noch nicht bekannt.