Mehr Futter bei die Fische
Er hat wirklich alles, was es braucht: Aussehen, wirtschaftlichen Erfolg und sogar Legendenstatus. An Leistung mangelt es ihm eigentlich auch nicht. Aber was schon gut ist, darf gern noch besser werden. Und genau das dürfte sich Karl Geiger auch gedacht haben, als er sich entschloss,dem neuen Mustang sein Brandzeichen aufzudrücken. So stellen die bayerischen US-Car-Spezialisten eine leistungsoptimierte Tuning-Version des 2011er Mustangs auf die Straße.
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- Damit die Mehrleistung von 85 PS nicht nur beim Beschleunigen durch die sechs Gänge der Automatik rauscht, entfernt GeigerCars die werksseitige Vmax-Abriegelung.
Vom Wildpferd zum Rennpferd
Mit dem Fünf-Liter-V8 ist der Mustang an sich schon mehr als gut ausgestattet. Vom Wildpferd zum Rennpferd macht ihn aber erst ein Kompressorumbau. Ein Schraubenverdichter setzt die acht Brennkammern unter 0,5 bar Überdruck. Zusammen mit ein paar anderen technischen Helferlein schenkt er dem Ami ein Leistungsplus von 85 auf nun 497 Pferdchen, die bei 6.400 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung stehen. Das maximale Drehmoment wächst von 529 auf 634 Nm. Damit die Mehrleistung nicht nur beim Beschleunigen durch die sechs Gänge der Automatik rauscht, entfernt GeigerCars die werksseitige Vmax-Abriegelung. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von nun 274 km/h muss der Mustang nicht mehr die linke Spur für Audis und BMWs frei machen.GeigerCars achtet auch genau darauf, dass der „Stang“ die neue Leistung anständig auf die Straße bringt. So stellen die „US-Bayern“ das neue Sportfahrwerk auf superleichte OZ Ultraleggera-Leichtmetallfelgen der Größen 8,5x20 Zoll vorn und 10x20 Zoll hinten. Die Orientierung übernehmen 245/35R20er Hochleistungspneus, während 285/30R20er Gummies die Leistung auf den Asphalt pressen.
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- Mit einer Höchstgeschwindigkeit von nun 274 km/h muss der Mustang nicht mehr die linke Spur für Audis und BMWs frei machen.
Außer Konkurrenz in Deutschland
Den Basis-Mustang gibt’s bei GeigerCars für 42.900 Euronen. Die Kompressor-Leistungssteigerung erfordert zusätzliche 12.990 Tacken auf dem Konto. Am Sportfahrwerk für 1.899 Euro sollte niemand sparen. Den OZ-Radsatz gibt’s für 5.190 Euros dazu. Da die deutsche Konkurrenz mit auch nur annähernden Fahrleistungen in anderen finanziellen Sphären schwebt, kann sich hier kaum einer über das Preis-Leistungs-Verhältnis beschweren. Mit großen deutschen Coupés können zum Beispiel BMW und Audi aufwarten. Für die 367 PS des BMW 650i sind satte 81.000 fällig. Basispreis! Der 507 PS starke V10 des M6 verlangt sogar nach 116.200 Euro. Etwas „günstiger“ ist da Audi. Das S5 Coupé mit 4,2 Liter-V8 und 354 PS gibt es ab 58.600 Euro. Dabei darf allerdings nicht die Aufpreispolitik der deutschen Premium-Herstellervergessen werden. Diefinanzielle Schlucht zwischen Basispreis und Vollausstattung klafft zunehmend weiter auseinander. Nicht zu missachten ist der Faktor Image. Einen 6er oder S5 fährt der Geschäftsmann, der es mit harter Arbeit als Mittvierziger endlich zu etwas gebracht hat. Der Mustang ist eher was für unkonventionelle Großstadt-Cowboys auf der Suche nach dem großen Abenteuer.

