Aus Renault F1 wird Lotus-Renault
Das Rennen um die frühere Präsentation hat das neue Lotus-Renault-Team zwar gegen die Namensvetter aus dem Team Lotus verloren, auf der Strecke will man den ungeliebten Brüdern allerdings stets den Diffusor von hinten zeigen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, schließlich war die Vorgängermannschaft Renault im vergangenen Jahr bereits souverän die Nummer fünf in der Teamhierarchie. Besonders mit Robert Kubica am Steuer konnten die Gelb-Schwarzen die Top Four ein ums andere Mal ärgern. Speziell Mercedes GP wurde von Renault öfter geschlagen, als den Silbernen lieb war.
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- Robert Kubica (links) und Vitaly Petrov bilden auch 2011 wieder das Stammfahrer-Pärchen bei Lotus-Renault. Hinter dem Osteuropa-Duo warten gleich fünf Ersatz- und Testpiloten auf ihre Chance.
Erinnerungen werden wach
Mit dem neuen Boliden, der die Bezeichnung R31 trägt, soll die Reise noch weiter nach vorne gehen. „Unser Ziel ist es, in der Startaufstellung weiter nach vorne zu marschieren, die kleinste Chance beim Schopfe zu packen und in beiden Weltmeisterschaften besser abzuschneiden als in der letzten Saison“, sagt Gerard Lopez, der Vorsitzende des Teams Lotus Renault GP. Dieses Vorhaben geht die Truppe mit einem Auto an, das an die seligen Achtziger Jahre erinnert. Schwarzes Auto, goldenes Dekor, Renault-Motor im Heck: So trat die Lotus-Truppe schon in der guten alten Zeit an, damals zum Beispiel mit dem unvergessenen Ayrton Senna am Steuer. Beim neuen Auto kommen rote Akzente an Front- und Heckspoiler sowie den Außenspiegeln hinzu, für die Benzin- und Öl-Lieferant Total sorgt.
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- „Im Vergleich zum Vorgängermodell R30 sind etwa 92 Prozent aller Teile neu“, sagt Teamchef Eric Boullier über den neuen Lotus-Renault-Boliden.
Nase nach oben, Frontflügel nach vorn, Diffusor in die Breite
Dem Trend der neuen Saison folgend tritt auch der neue Lotus-Renault mit einer weit nach oben gezogenen Nase an. Besonders auffällig: Der schwarz-rot-goldene Bolide trägt den Frontflügel weit vor der Nase, und der Diffusor fällt sehr breit aus. „Im Vergleich zum Vorgängermodell R30 sind etwa 92 Prozent aller Teile neu“, sagt Teamchef Eric Boullier über den neuen Boliden, der morgen in Valencia erstmals auf die Strecke gehen wird. Für die vielen Neuteile haben auch diverse Regeländerungen gesorgt: 2011 feiert das Energie-Rückgewinnungssystem KERS ein Comeback, zudem sind nun verstellbare Heckflügel erlaubt. Wie gut Lotus-Renault in diesen Bereichen aufgestellt ist, wird sich bei den Testfahrten der nächsten Wochen herausstellen. Aber Boullier ist sich sicher, dass die Techniker „den Wagen bis zum Saisonstart in Bahrain noch in vielen Bereichen verbessern“ werden.
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- Einen Tag vor Beginn der ersten Testfahrten hat Lotus-Renault in Valencia seinen Boliden der Saison 2011 vorgestellt. Der Rennwagen präsentiert die traditionsreiche Lackierung aus den 80er Jahren.
Der größte Fahrerkader der Formel 1
Mindestens ebenso auffällig wie das neue Auto präsentiert sich Renaults Fahrerkader für die kommende Saison. Dieser ist nun auf satte sechs Mitglieder angewachsen. Die Stammcockpits besetzen zwar wie im vergangenen Jahr Robert Kubica und Vitaly Petrov, doch im zweiten Glied hat sich einiges getan. Am Wochenende hat das Team die Verpflichtung des Franzosen Romain Grosjean als Ersatzpilot bekanntgegeben. Bei der R31-Präsentation war nun auch überraschend Ex-HRT F1-Fahrer Bruno Senna im schwarz-goldenen Overall anwesend, der ebenfalls diese Position bekleiden wird. Hinzu kommt ein Testfahrer-Trio, dem der Tscheche Jan Charouz, der China-Holländer Ho-Pin Tung angehören und FairuzFauzy aus Malaysia angehören.

