Gekommen, um Weltmeister zu bleiben
Diesmal sind sie pünktlich: Nachdem das Red Bull-Team in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Testauftakt geschwänzt hat, ist die amtierende Weltmeister-Mannschaft diesmal von Beginn an am Start. Das muss jedoch nicht unbedingt ein gutes Omen sein, schließlich hat die österreichisch-britische Truppe jeweils das schnellste – wenn auch nicht immer das zuverlässigste – Auto gebaut. Immerhin hat es 2010 zu beiden WM-Titeln gereicht, weshalb Red Bull nun als Gejagter in die Saison geht. Doch Christian Horner nimmt die Herausforderung an: „Es ist ein großartiges Gefühl, hier anzukommen und das Auto mit der Nummer 1 aus der Garage rollen zu sehen“, sagt der Teamchef. „Wir sind amtierender Weltmeister, und unsere Herausforderung ist es, das zu bleiben.“
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- Offensichtlichster Unterschied zum RB6 ist die weiter nach oben verlegte Nase, sodass mehr Luft unter das Auto gelangen kann, um den nur noch einstöckigen Diffusor bestmöglich anzuströmen.
KERS als große Unbekannte
Wer das beste Auto des Vorjahres gebaut hat, kann im Folgejahr ein Evolutionsmodell dieses Boliden auf die Strecke bringen. Das tut auch Red Bull, weshalb sich der RB7 optisch nicht eklatant vom Vorjahresauto unterscheidet. Offensichtlichster Unterschied ist die etwas weiter nach oben verlegte Nase, sodass mehr Luft unter das Auto gelangen kann, um den nur noch ein- statt zweistöckigen Diffusor bestmöglich anzuströmen. Anders als 2009, als das Team zugunsten einer optimalen Aerodynamik oft auf KERS verzichtet hat, will Red Bull nun kontinuierlich mit dem Energie-Rückgewinnungssystem antreten. „Die große Herausforderung für uns ist in diesem Jahr die Wiedereinführung von KERS“, sagt Technik-Direktor Adrian Newey. „Es ist immer eine Herausforderung, Lösungen zu finden, ohne die Aerodynamik des Autos zu beeinträchtigen.“
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- Weltmeister Sebastian Vettel hatte die große Ehre, die Jungfernfahrt im neuen Red Bull-Renault RB7 zu absolvieren. Hier schildert er Technik-Direktor Adrian Newey seine ersten Eindrücke.
Neue Regeln – ein Vorteil für die Konkurrenz?
Der simplere Diffusor, KERS, der größere und verstellbare Heckflügel: Die Saison 2011 bringt viele technische Neuerungen, an die sich auch Red Bull erst einmal gewöhnen muss. Wie die Erfahrung zeigt, haben Teams, die im Vorjahr bis zuletzt in den Titelkampf verstrickt waren, in solchen Situationen oft größere Anpassungsprobleme – siehe McLaren-Mercedes und Ferrari vor der Saison 2009 oder Mercedes im vergangenen Jahr. Insofern kann man davon ausgehen, dass die Konkurrenz zumindest etwas aufgeschlossen hat. Gut möglich also, dass Red Bull 2011 sein Auto zwar pünktlich vorgestellt, aber von seiner Überlegenheit eingebüßt hat. Nach den ersten Testtagen sollten wir alle schlauer sein, wo die Reise für das Weltmeister-Team hingeht.

